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Weingarten - Es war ein Schock für alle, die ihn kannten, als Markus Ewald, Oberbürgermeister von Weingarten, und sein Partner am 14. Dezember 2018 auf der B30 zwischen Laupheim und Ulm schwer verunglückten. Während sein Partner den Unfall, der ohne Fremdverschulden passierte, glimpflich überstand, hing Ewalds Leben an einem seidenen Faden. Er überlebte schwer behindert und kehrte mutig ein Jahr später, im November 2019, in sein Amt zurück. Aber im September diesen Jahres erklärte der Oberbürgermeister auf dringenden Rat seiner Ärzte seinen Rücktritt zu Ende Januar kommenden Jahres. Die Entscheidung sei ihm schwer gefallen, erklärt der 57-Jährige im Gespräch mit BLIX und gibt Einblick in sein Leben im Ausnahmezustand. Sein Abschied nimmt er wie sein Amt an: als Herausforderung mit Mut zu Neuem.

Lange Zeit galt das katholische Oberschwaben an sich als Widerstandsnest gegen den im Deutschen Reich vorherrschenden Nationalsozialismus. Entsprechende Legenden wurden in der öffentlichen Wahrnehmung gepflegt und von Generation zu Generation weitererzählt. Erst die neuere Täterforschung ab den 1990er Jahren begann kritischer hinzuschauen und mit den dauerhaften Nachkriegslegenden aufzuräumen. Immer mehr zeigte sich, dass das „Dritte Reich“ ohne die Aktivitäten der unzähligen örtlichen und regionalen Nazis nicht „funktioniert“ hätte.

Oberstadion - Im Rahmen der aktuellen Ausstellung von Marlis Glaser „KUNST VERBINDET. Gegen Antisemitismus – gegen das Vergessen“ im Krippenmuseum in Oberstadion referierte Prof. Dr. Hanspeter Heinz (82) zum „Antisemitismus in der christlichen Tradition – eine bleibende Herausforderung“. Der katholische Pastoraltheologe und stellvertretende Vorsitzender der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Augsburg stellte fest, dass „die Kirchen in der Nazizeit durch Schweigen, Untätigkeit und Mitwirkung schwere Schuld auf sich geladen (haben). Der fast 2000-jährige unchristliche Antisemitismus hatte das Immunsystem der Kirche gegen den Judenhass der Nazis immunisiert. Das nimmt Christen und Kirchen in Pflicht für die Überwindung des auch heute virulenten Antisemitismus.

Biberach - Sie seien „geflüchtet“, antwortet Thomas Kühn auf die Frage, was ihn und seine Familie aus dem Rheinland nach Oberschwaben verschlagen habe. „Geflüchtet vor dem Smog“, erklärt der Mediziner. Das war 1985. Es war die Zeit des „Waldsterbens“, verursacht durch den Smog, der als „saurer Regen“ vom Himmel fiel. Kühn suchte nach dem richtigen Platz für sich und seine Familie und fand ihn schließlich in Biberach, wo der Orthopäde und Unfallchirurg im Jahr 2000 gemeinsam mit einem Kollegen die NovaClinic gründete. Jetzt ist er bald 70, sein Sohn ist sein Nachfolger in der Biberacher Klinik und der Vater erinnert sich seiner „zweiten Heimat“: Tansania, wo er als junger Arzt und Familienvater für zwei Jahre (1981-83) mit dem Deutschen Entwicklungsdienst (DED) gelebt und gearbeitet hat. Eine Zeit, die lange zurückliegt, aber Lebensspuren hinterlassen hat, die der Arzt nun fortsetzt. Eine Arbeit, wofür er Unterstützung sucht. Ein Besuch.

Als ob es nicht schon genug Probleme gäbe. Die Krankenhäuser kämpfen mit der „vierten Welle“ im zweiten Winter der Corona-Zeitrechnung. Das Virus bringt die Häuser und das Personal an die Kapazitäts- und Belastungsgrenzen. Es vergeht kein Tag, an dem die Verantwortlichen nicht an die Verantwortung appellieren, sich impfen zu lassen. Und inzwischen trennt die „Warnstufe Rot“ vielerorts rigide die Ungeimpften von den Geimpften. Dabei ist offensichtlich, dass auch die Geimpften nicht gänzlich sicher vor dem Virus sind. Nach zwei Jahren sind Kontaktbeschränkungen immer noch zwingend - und vor der Tür steht das Christkind!

Ulm - Das Museum Brot und Kunst überrascht mit einer Sonderausstellung FUTURE FOOD – Essen für die Welt von morgen. Gleich hinter dem schönen Eingangsportal des ehemaligen Lagerhauses für Getreide und Salz, wenige Gehminuten vom Münster entfernt, geht’s um Lebensmittel. Essen wir 2050 Schnitzel, Gemüse-Burger oder Laborfleisch? Oder ist die Weltbevölkerung überhaupt nicht mehr satt zu bekommen?

Durch bessere Bezahlung nach Tarif soll die Arbeit in der Altenpflege attraktiver werden. Der Eigenanteil von Pflegebedürftigen in Altenheimen wird niedriger, während die Pflege, die Angehörige leisten, weiterhin nicht angemessen gewürdigt wird. Erste Regelungen zur Korrektur dieser Schieflage sind bereits in Kraft, die meisten folgen zum 1. Januar 2022.

Im Vergleich zum Babyboom Mitte der Sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts sind die Geburtenzahlen derzeit moderat, doch nach einem kräftigen Rückgang zeigt die Kurve wieder nach oben. Was manche Kommunen vor Herausforderungen stellt.

In der Corona-Pandemie ist die Mediensucht bei Kindern und Jugendlichen stark gestiegen. Aktuell nutzen 4,1 Prozent aller 10- bis 17-Jährigen in Deutschland Computerspiele krankhaft. Hochgerechnet wären so rund 220.000 Jungen und Mädchen betroffen, was im Vergleich zu 2019 einen Anstieg um 52 Prozent bedeutet. Das zeigen Ergebnisse einer gemeinsamen Längsschnittuntersuchung der DAK-Gesundheit und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). Diese weltweit einzigartige Studie fragte in bundesweit 1200 Familien mehrfach die digitale Mediennutzung von Kindern, Jugendlichen und Eltern ab. DAK-Chef Andreas Storm fordert Konsequenzen in der Gesundheitspolitik und plädiert für eine Präventionsoffensive zur Medienkompetenz.

Und nicht nach dem Klima ‘schaua‘. Diese leicht abewandelte Form eines bekannten Volksliedes trifft die aktuelle Situation unserer (Neu-) Baukultur recht gut. Bei Neubauten entsteht der Großteil der Treibhausgase nicht durch das Bewohnen, sondern bereits vor dem Einzug. Um dem entgegen wirken zu können, müssen sich die öffentliche Förderung des Bauens und die gesetzlichen Vorschriften künftig am Klima- und Ressourcenschutz und damit an Ökobilanzen für Häuser orientieren.

Am vergangenen Spieltag unterlag der FC Bayern überraschend mit 2:1 in Augsburg und das zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt, denn nach dem 2:1 Sieg gegen den VfB Stuttgart kommt Borussia Dortmund wieder auf einen Punkt an den Titelfavoriten ran. So patzt mit schöner Regelmäßigkeit ein Team aus der Spitzengruppe. Auch der drittplatzierte Freiburg verlor überraschend zuhause gegen Frankfurt.

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