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Kultur & Freizeit

Biberach - Eine Ausstellung des Fotografen Andy Reiner im Landratsamt zeigt Menschen, die zwar auf dem regulären Arbeitsmarkt tätig sind aber hier Begleitung brauchen. Der Maschinenbauingenieur Erich Kraus aus Laupheim ist einer der am Arbeitsplatz Portraitierten.

Biberach - Die Insekten sollen sterben? Man hat schon mal davon gehört – trotzdem mag man es kaum glauben. Es gibt doch Abermillionen von ihnen, schon gar im idyllischen Oberschwaben. Dennoch schwinden die Schmetterlinge, Schwebfliegen und Wildbienen auch hier, oder gerade hier, erklärt Frank Brunecker. Der Leiter des Biberacher Museums hat sich im Rahmen der Ausstellung „Bienen & Co.“ zum Experten weitergebildet und gibt in BLIX Auskunft über Leben und Sterben der Insekten in Oberschwaben. Die Idylle trügt, warnt Brunecker, und erklärt:

Memmingen - In Memmingen wirft ein großes Ereignis seine Schatten voraus, auch wenn es erst in vier Jahren stattfindet. Mit viel Vorfreude schaut man auf das Jahr 2025. 500 Jahre zuvor, anno 1525, zur Zeit der Bauernkriege, verfassten die leibeigenen Bauern in der Kramerzunft am Weinmarkt 12 Artikel, in denen sie erstmals Menschen- und Freiheitsrechte von der Obrigkeit einforderten. Vergeblich, wie man weiß, aber nicht ohne Wirkung.

Memmingen - Direkt neben dem Memminger Bahnhof befindet sich das 1901 erbaute ehemalige königliche Bayerische Postgebäude. Seit Herbst 2005 präsentiert sich in diesem Gebäude die MEWO-Kunsthalle. Als Ort für Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts beherbergt sie die städtischen Sammlungen zu den in Memmingen geborenen Malern Max Unold (1885-1964) und Josef Madlener (1881-1967). Ferner werden in der Kulturstätte Sonderausstellungen zur zeitgenössischen und gegenwartsbezogenen Kunst gezeigt. Das Dachgeschoß beherbergt eine umfangreiche Graphiksammlung.

Friedrichshafen - Ein Flugboot, das Weltgeschichte geschrieben hat. Das Dornier Museum feiert 50 Jahre Rückkehr der legendären Do 24 in ihre Heimat an den Bodensee. Seit Anfang September wird das weltweit einzigartige Amphibienflugzeug dort der Öffentlichkeit präsentiert, eine begleitende Ausstellung erzählt dabei von dessen ereignisreicher Geschichte.

Mochental - Gleich zwei runde Geburtstage gilt es für einen außergewöhnlichen Kunstfreund zu feiern: Ewald Schrade, seit 50 Jahren Galerist, wird 80 Jahre alt.

Bad Wurzach - Genussvoll ist es, in den Wurzacher Götterhimmel einzutauchen. Im Deckengemälde des barocken Schloss-Treppenhauses sieht man Zeus inmitten seines Hofstaates. Eine Schlüsselszene ist die Aufnahme von Herakles in den Olymp. Auf goldenem Wagen, gezogen von zwei mächtigen Schimmeln, zieht der Held ins Allerheiligste der griechischen Sagenwelt ein. Die hier dargestellte Apotheose des Heroen nennt Otto Frisch, Bad Wurzachs hochverdienter früherer Stadtarchivar, in seinem Standardwerk „Bad Wurzach – Geschichte und Entwicklung einer oberschwäbischen Bäderstadt“ (Hinterzarten 1975) eine „Verherrlichung menschlichen Sich-Mühens“. Als Schöpfer des Ende der 1720er-Jahre entstandenen Großfreskos vermutet Frisch den renommierten Rokoko-Maler Jacopo (Giacomo) Amigoni.

Kisslegg/Leutkirch - Er war nicht der Typ für die gängigen Vernissagen, mit Küsschen, Häppchen und den Small-Talk-Galanterien über das parfümierte Nichts. Er verkaufte seine Seele nicht und nicht seine Kunst, er machte keine Kompromisse um des kommerziellen Erfolges willen. Raimund Wäschle war einer der authentischsten, ehrlichsten und tiefgründigsten Künstler des süddeutschen Raumes. In Kißlegg und Leutkirch erinnern drei Ausstellungen an den 2019 gestorbenen Maler.

Ravensburg/Mochental - Sein Name ist Programm. Der Künstler Helmut Sturm hat mit seinem kraftvollen, farbmächtigen Œuvre nicht nur malerisch im noch grauen Nachkriegsdeutschland für Aufsehen gesorgt, indem er mit seinem offenen, dynamischen Malprozess frei von Konventionen die Verbindung von Gegenständlichem und Abstraktem suchte, sondern er hat auch als Mitbegründer der Künstlergruppe SPUR (1957–1965), eine der ersten Avantgardebewegungen im Nachkriegsdeutschland, maßgeblich zur künstlerischen Aufbruchstimmung der 1960er-Jahre beigetragen. Gleich an zwei Orten im BLIX-Land gibt es derzeit Bilder des Künstlers zu sehen.

Altdorfer Wald - Land unter! Das ist das Geschehen, als das Große Sommerinterview mit Roland Roth („Wie wird’s Wetter, Herr Roth?“) ansteht. Die Nachrichtenlage ist verheerend. Unwetterkatastrophen in Nordrhein-Westfalen, Rheinlandpfalz und Oberbayern, ebenso in deren Nachbarländern. Kriegsähnliche Bilder von zerstörten Dörfern und Städten. Eingestürzte Häuser und Brücken, weggerissene Straßen, hunderte Tote und Vermisste. Milliardenschäden. Eine Katastrophe, die die jüngsten Überschwemmungen in Oberschwaben noch als „Glücksfall“ erscheinen lässt. Aber auch im Ländle hieß es mancherorts „Land unter!“. In Ellwangen ertrank ein Mensch in seiner Wohnung. Die Erinnerungen an die verheerenden Sturzfluten 2016 werden wach. Die weitere Aussicht: ein „Schaukelsommer“ (Roth) in Zeiten der Klimakrise.

Oberstdorf - Nicht ganz „dahoim“, aber auch nicht weit weg: Allein das spektakuläre alpine Panorama ohne schweißtreibende Aufstiege lohnt die Tour vom Nebelhorn ins Oytal. Der letzte Abschnitt begeistert nicht nur Kinder: Mit dem Roller geht’s zurück zu Parkplatz oder Bahnhof.

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