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Kultur & Freizeit

Mochental - Sapperlot! „Kunstgenie Markus Lüpertz (81) stellt seine Werke in Metropolen wie Berlin, Paris oder Brüssel aus. Jetzt zeigt er seine Kunst in einem barocken Schloss auf der Schwäbischen Alb.“ Das soll was heißen: selbst die Bildzeitung widmet dem Kunstereignis 22 Zeilen.

Ochsenhausen - 25 Mal wird es im klösterlichen Fruchtkasten in Ochsenhausen die Große Sommerausstellung gegeben haben, wenn im Herbst diesen Jahres der Initiator und Organisator Michael Schmid-Sax als Mann für die städtischen Schulen und Kultur in den Ruhestand geht. Mit Chagall, Miro, Picasso verabschiedet sich der städtische Galerist nicht ohne Stolz mit „drei ganz großen Malern der klassischen Moderne“. Doch nicht alleine die großen Namen zählen, sondern „man sollte das, was man tut, lieben“, erklärt der 64-Jährige den Erfolg der Großen Sommerausstellung, die vom 3. Juli bis 9. Oktober zu besuchen ist.

Bad Saulgau - Die neue Ausstellung in der Galerie Fähre im Alten Kloster Bad Saulgau ist eine bereichernde Verunsicherung. Schon der Titel, den der Kurator Andreas Ruess dieser kontrastiven Ausstellung gegeben hat, „Spielarten des Realismus“, reizt zu Sprachspielen.

Burgrieden-Rot - Auf das 30-jährige Bestehen des Museums Villa Rot wird beim Jubiläumsfest am 10. Juli nicht nur mit Champagner angestoßen. Willi Siber gestaltete das Etikett einer limitierten Bier-Edition.

Bad Saulgau - Das Leben in seiner kulturellen Vielfalt ist zurück, das kann man vielerorts in diesem Sommer beobachten. Nach zwei Jahren Kontaktbeschränkungen pulsiert wieder das öffentliche Leben. Ob große oder kleine Feste, es wird gefeiert! So auch in Bad Saulgau, wo nach der zweijährigen Zwangspause auch „das Bächtle“ wieder die Tradition des Heimatfestes fortsetzt. Doch es geht auch stiller. Zum Beispiel mit Harfenklängen.

Biberach - Schaut man sich bei Wikipedia, im digitalen Weltwissen, um, wird eines sofort klar: Der „Ikarus vom Lautertal“ überflügelt seinen Namenspatron aus der griechischen Mythologie um Längen. Der schwäbische Himmelsstürmer im Lautertal ist nie geflogen und deshalb – im Unterschied zum alten Griechen – auch nie abgestürzt. Aber das sind Petitessen, mit denen sich die Zeitgenossen von Gustav Mesmer (1903–1994) bei ihrer Namensgebung offenbar nicht aufgehalten haben, schließlich wollte der komische Kauz tatsächlich fliegen wie ein Vogel. Auch Peter Schmid interpretiert den „schwäbischen Ikarus“ in seinem jüngsten Stück des „Theater ohne Namen“ in künstlerischer Freiheit. Dabei fand er mit Gunther Dahinten einen Ikarus-Interpreten der ganz besonderen Art. Es folgt ein Stück über Heimatliebe und schräge Vögel.

Biberach - Die Zahlen sind gewaltig, die Frank Brunecker zur aktuellen Ausstellung im Biberacher Museum recherchiert hat. Doch Geschichte zu begreifen, heißt, die Zahlen mit Leben zu füllen. Das ist der Anspruch, dem der Museumsleiter sich verpflichtet sieht. Die Zahlen bedeuten Menschen und ihre Schicksale. Es geht um Geflüchtete und Vertriebene, die in Folge des Zweiten Weltkrieges nach Biberach kamen. „Ankommen 1945-1960“ lautet das Thema der Ausstellung, die bis 16. Oktober im Museum Biberach zu besuchen ist. Ein historisches Thema mit lokalem Fokus und höchster Aktualität. Und ganz persönlichem Bezug: Die Mutter war Flüchtling.

Wolfegg - Eine Fotoausstellung der überraschenden Art an einem Ort, wo man anderes erwartet: kein altes Gerät, vom Wetter gegerbte Bauerngesichter, alte Viehställe und Hofidylle – sondern die heutige menschengemachte Landschaft, erwartet die Besucher im Bauernhausmuseum Wolfegg. „Menschengemacht: Landschaften unserer Zeit“ lautet das Thema der Fotografen Claudio Hils, Joachim Brohm und Andreas Weinand, deren Bilder ergänzt werden durch pointierte „Sprachbilder“ von Arnold Stadler.

Mit dem Fahrrad Oberschwabens „beseelte Landschaft“ entdecken. Kein Problem! Seit einem Jahr ist Günter Brutscher, der ehemalige Schulleiter des Katholischen Freien Gymnasiums in Biberach, im Ruhestand und viel unterwegs. Die christlichen Kleindenkmäler Oberschwabens sind ihm ein Herzensanliegen. Auf seiner eigens eingerichteten Homepage www.wegzeichen-oberschwaben.de finden sich oft unbeachtete Kostbarkeiten.

Riedlingen - Mit „Donaustrand und Meeresrauschen“ führt die 11.000-Einwohner-Stadt ein Theaterstück auf, das aktueller nicht sein könnte. Was veranlasste früher und veranlasst heute Menschen, ihre Heimat zu verlassen? Allein zwischen 1849 und 1855 wanderten 70.000 Württemberger aus. Skurrile, komische und tragische Geschichten kommen auf die Bühne. Vom 29. Juni bis 10. Juli spielen Frauen und Männer aus Riedlingen und Umgebung.

Oberstadion-Moosbeuren - Oberschwäbisch herzhaft geht es zu, wenn der Auftakt zur diesjährigen Veranstaltungsreihe „Literatur trifft Handwerk - umsonst & draußen“ mit der Kunst des Bierbrauens erfolgt. Auf der Suche nach passenden Orten wurden die Organisatoren in Moosbeuren fündig. Die Einladung der Familien Britsch/Schökle in die Adler Brauerei nimmt das Literaturnetzwerk Oberschwaben (LiO) gerne an. Eine starke Mundart-Performance läutet somit das gute Dutzend kleiner Literaturveranstaltungen in ganz Oberschwaben ein.

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