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Biberach - Schaut man sich bei Wikipedia, im digitalen Weltwissen, um, wird eines sofort klar: Der „Ikarus vom Lautertal“ überflügelt seinen Namenspatron aus der griechischen Mythologie um Längen. Der schwäbische Himmelsstürmer im Lautertal ist nie geflogen und deshalb – im Unterschied zum alten Griechen – auch nie abgestürzt. Aber das sind Petitessen, mit denen sich die Zeitgenossen von Gustav Mesmer (1903–1994) bei ihrer Namensgebung offenbar nicht aufgehalten haben, schließlich wollte der komische Kauz tatsächlich fliegen wie ein Vogel. Auch Peter Schmid interpretiert den „schwäbischen Ikarus“ in seinem jüngsten Stück des „Theater ohne Namen“ in künstlerischer Freiheit. Dabei fand er mit Gunther Dahinten einen Ikarus-Interpreten der ganz besonderen Art. Es folgt ein Stück über Heimatliebe und schräge Vögel.

Der Krieg in der Ukraine dauert bereits drei Monate. Wie viele Tote und Verletzte er schon auf beiden Seiten kostete, weiß man nicht. Die zerstörten Städte in der Ukraine lassen Schlimmes befürchten. 14 Millionen Ukrainer sind innerhalb und außerhalb ihres Landes auf der Flucht. Trotzdem werden die Schlagzeiten hierzulande weniger, sind wir bereits im Gewöhnungsmodus? Die Aufregung über die Lieferung schwerer Waffen ist abgeebbt. Die bange Frage, mit was wir heizen, wenn russisches Öl und Gas versiegt, scheint vertagt auf nach dem Sommer. Die „Zeitenwende“ - schaun wir mal! Doch die Fragen bleiben: Wie kann dieser Krieg beendet werden? Wie eine Eskalation verhindert werden? Und was kommt danach: ein Europa ohne Russland? Ein globales Wettrüsten? Der Atomwaffenstaat Russland womöglich ein „failed state“? Neben der Politik beschäftigt sich die Wissenschaft intensiv mit diesen Fragen. Die Hochschule Biberach hat dazu für die Öffentlichkeit eine Ringvorlesung angeboten. Mit dem Friedens- und Konfliktforscher Prof. Dr. Friedrich Glasl führte BLIX ein schriftliches Interview.

Memmingen - Am Samstag, den 21. Mai, herrschte in der einst freien oberschwäbischen Reichsstadt ein außerordentlicher Festtag. Ab 11 Uhr wurde in der vollbesetzten Stadtpfarrkirche St. Martin in einem Festakt zum 5. Mal der mit 15.000 Euro dotierte „Memminger Freiheitspreis 1525“ verliehen. Er ging an den renommierten Journalisten und Autor Heribert Prantl (68), der lange Jahre das Gesicht der Süddeutschen Zeitung prägte, für dessen Verdienste um die Pressefreiheit. Die Laudatio auf den Preisträger hielt Ex-Bundestagspräsident Norbert Lammert.

Memmingen/Biberach - Zwei Krankenpflegeschülerinnen aus Memmingen und ein Krankenpflegeschüler aus Biberach berichten aus ihrem ebenso interessanten wie anstrengenden Alltag.

Biberach - Was im letzten Jahr wegen Corona nur eingeschränkt online stattfand, findet in diesem Jahr wieder als analoge Kontaktbörse mit über 125 Firmen, Unternehmen und Organisationen statt: die Ausbildungsmesse future4you ist jährliches Veranstaltungshighlight des Rotary-Club „Weißer Turm“. Der Präsident des Clubs und Organisator der Messe Jochen Schuster ist selbst Unternehmer, der Handwerksmeister erinnert sich im Gespräch mit BLIX an seine eigene Ausbildungszeit und lädt zum Besuch der Messe ein.

Biberach - Die Zahlen sind gewaltig, die Frank Brunecker zur aktuellen Ausstellung im Biberacher Museum recherchiert hat. Doch Geschichte zu begreifen, heißt, die Zahlen mit Leben zu füllen. Das ist der Anspruch, dem der Museumsleiter sich verpflichtet sieht. Die Zahlen bedeuten Menschen und ihre Schicksale. Es geht um Geflüchtete und Vertriebene, die in Folge des Zweiten Weltkrieges nach Biberach kamen. „Ankommen 1945-1960“ lautet das Thema der Ausstellung, die bis 16. Oktober im Museum Biberach zu besuchen ist. Ein historisches Thema mit lokalem Fokus und höchster Aktualität. Und ganz persönlichem Bezug: Die Mutter war Flüchtling.

Wolfegg - Eine Fotoausstellung der überraschenden Art an einem Ort, wo man anderes erwartet: kein altes Gerät, vom Wetter gegerbte Bauerngesichter, alte Viehställe und Hofidylle – sondern die heutige menschengemachte Landschaft, erwartet die Besucher im Bauernhausmuseum Wolfegg. „Menschengemacht: Landschaften unserer Zeit“ lautet das Thema der Fotografen Claudio Hils, Joachim Brohm und Andreas Weinand, deren Bilder ergänzt werden durch pointierte „Sprachbilder“ von Arnold Stadler.

Mit dem Fahrrad Oberschwabens „beseelte Landschaft“ entdecken. Kein Problem! Seit einem Jahr ist Günter Brutscher, der ehemalige Schulleiter des Katholischen Freien Gymnasiums in Biberach, im Ruhestand und viel unterwegs. Die christlichen Kleindenkmäler Oberschwabens sind ihm ein Herzensanliegen. Auf seiner eigens eingerichteten Homepage www.wegzeichen-oberschwaben.de finden sich oft unbeachtete Kostbarkeiten.

Riedlingen - Mit „Donaustrand und Meeresrauschen“ führt die 11.000-Einwohner-Stadt ein Theaterstück auf, das aktueller nicht sein könnte. Was veranlasste früher und veranlasst heute Menschen, ihre Heimat zu verlassen? Allein zwischen 1849 und 1855 wanderten 70.000 Württemberger aus. Skurrile, komische und tragische Geschichten kommen auf die Bühne. Vom 29. Juni bis 10. Juli spielen Frauen und Männer aus Riedlingen und Umgebung.

Oberstadion-Moosbeuren - Oberschwäbisch herzhaft geht es zu, wenn der Auftakt zur diesjährigen Veranstaltungsreihe „Literatur trifft Handwerk - umsonst & draußen“ mit der Kunst des Bierbrauens erfolgt. Auf der Suche nach passenden Orten wurden die Organisatoren in Moosbeuren fündig. Die Einladung der Familien Britsch/Schökle in die Adler Brauerei nimmt das Literaturnetzwerk Oberschwaben (LiO) gerne an. Eine starke Mundart-Performance läutet somit das gute Dutzend kleiner Literaturveranstaltungen in ganz Oberschwaben ein.

Hochdorf - Bald ist es soweit – der Musikverein Hochdorf e.V. feiert sein 100-jähriges Jubiläum gebührend in Form eines Kreismusikfestes vom 15. bis 19. Juni. Erleben Sie unter dem Motto „Musik. Zusammen. Erleben“ beste Musiktradition und Lebensfreude pur.

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