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Neu-Ulm - Es ist das höchste christliche Fest, und am 24. Dezember wird es wieder gefeiert: die Geburt eines Kindes in einem Stall bei Bethlehem. Jesus, der Erlöser, schläft in einer Futterkrippe. Die Geschichte irritiert, ebenso wie die Bilder des Fotografen James Mollison. Er fotografierte rund um den Globus Kinder und ihr Schlafzimmer. Oder eben den Platz, an dem sie schlafen. Zu sehen im Edwin-Scharff-Museum.

Laut Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) stieg die Kinderarbeit in den letzten vier Jahren um 4,8 Millionen. Eine erschütternde Bilanz des im Dezember zu Ende gehenden Jahres zur Beendigung der Kinderarbeit.

Aulendorf - Die Situation ist nicht neu, aber immer noch nachdenkenswert. Die römisch-katholische Kirche hat den Anspruch, Weltkirche zu sein. Und in Aulendorf ist sie es - ganz gegenwärtig. Wenn die Vorsitzende des Kirchengemeinderats Rita Dittrich sich mit den beiden Priestern der Gemeinde St. Martin bespricht, dann sitzen drei Kontinente am Tisch: Europa, Asien, Afrika. Kurz vor der Adventszeit setzte sich BLIX dazu, um zu erfahren, wie es steht um diese Weltkirche in Oberschwaben.

Weingarten - Es war ein Schock für alle, die ihn kannten, als Markus Ewald, Oberbürgermeister von Weingarten, und sein Partner am 14. Dezember 2018 auf der B30 zwischen Laupheim und Ulm schwer verunglückten. Während sein Partner den Unfall, der ohne Fremdverschulden passierte, glimpflich überstand, hing Ewalds Leben an einem seidenen Faden. Er überlebte schwer behindert und kehrte mutig ein Jahr später, im November 2019, in sein Amt zurück. Aber im September diesen Jahres erklärte der Oberbürgermeister auf dringenden Rat seiner Ärzte seinen Rücktritt zu Ende Januar kommenden Jahres. Die Entscheidung sei ihm schwer gefallen, erklärt der 57-Jährige im Gespräch mit BLIX und gibt Einblick in sein Leben im Ausnahmezustand. Sein Abschied nimmt er wie sein Amt an: als Herausforderung mit Mut zu Neuem.

Lange Zeit galt das katholische Oberschwaben an sich als Widerstandsnest gegen den im Deutschen Reich vorherrschenden Nationalsozialismus. Entsprechende Legenden wurden in der öffentlichen Wahrnehmung gepflegt und von Generation zu Generation weitererzählt. Erst die neuere Täterforschung ab den 1990er Jahren begann kritischer hinzuschauen und mit den dauerhaften Nachkriegslegenden aufzuräumen. Immer mehr zeigte sich, dass das „Dritte Reich“ ohne die Aktivitäten der unzähligen örtlichen und regionalen Nazis nicht „funktioniert“ hätte.

Oberstadion - Im Rahmen der aktuellen Ausstellung von Marlis Glaser „KUNST VERBINDET. Gegen Antisemitismus – gegen das Vergessen“ im Krippenmuseum in Oberstadion referierte Prof. Dr. Hanspeter Heinz (82) zum „Antisemitismus in der christlichen Tradition – eine bleibende Herausforderung“. Der katholische Pastoraltheologe und stellvertretende Vorsitzender der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Augsburg stellte fest, dass „die Kirchen in der Nazizeit durch Schweigen, Untätigkeit und Mitwirkung schwere Schuld auf sich geladen (haben). Der fast 2000-jährige unchristliche Antisemitismus hatte das Immunsystem der Kirche gegen den Judenhass der Nazis immunisiert. Das nimmt Christen und Kirchen in Pflicht für die Überwindung des auch heute virulenten Antisemitismus.

Biberach - Sie seien „geflüchtet“, antwortet Thomas Kühn auf die Frage, was ihn und seine Familie aus dem Rheinland nach Oberschwaben verschlagen habe. „Geflüchtet vor dem Smog“, erklärt der Mediziner. Das war 1985. Es war die Zeit des „Waldsterbens“, verursacht durch den Smog, der als „saurer Regen“ vom Himmel fiel. Kühn suchte nach dem richtigen Platz für sich und seine Familie und fand ihn schließlich in Biberach, wo der Orthopäde und Unfallchirurg im Jahr 2000 gemeinsam mit einem Kollegen die NovaClinic gründete. Jetzt ist er bald 70, sein Sohn ist sein Nachfolger in der Biberacher Klinik und der Vater erinnert sich seiner „zweiten Heimat“: Tansania, wo er als junger Arzt und Familienvater für zwei Jahre (1981-83) mit dem Deutschen Entwicklungsdienst (DED) gelebt und gearbeitet hat. Eine Zeit, die lange zurückliegt, aber Lebensspuren hinterlassen hat, die der Arzt nun fortsetzt. Eine Arbeit, wofür er Unterstützung sucht. Ein Besuch.

Als ob es nicht schon genug Probleme gäbe. Die Krankenhäuser kämpfen mit der „vierten Welle“ im zweiten Winter der Corona-Zeitrechnung. Das Virus bringt die Häuser und das Personal an die Kapazitäts- und Belastungsgrenzen. Es vergeht kein Tag, an dem die Verantwortlichen nicht an die Verantwortung appellieren, sich impfen zu lassen. Und inzwischen trennt die „Warnstufe Rot“ vielerorts rigide die Ungeimpften von den Geimpften. Dabei ist offensichtlich, dass auch die Geimpften nicht gänzlich sicher vor dem Virus sind. Nach zwei Jahren sind Kontaktbeschränkungen immer noch zwingend - und vor der Tür steht das Christkind!

Ulm - Das Museum Brot und Kunst überrascht mit einer Sonderausstellung FUTURE FOOD – Essen für die Welt von morgen. Gleich hinter dem schönen Eingangsportal des ehemaligen Lagerhauses für Getreide und Salz, wenige Gehminuten vom Münster entfernt, geht’s um Lebensmittel. Essen wir 2050 Schnitzel, Gemüse-Burger oder Laborfleisch? Oder ist die Weltbevölkerung überhaupt nicht mehr satt zu bekommen?

Durch bessere Bezahlung nach Tarif soll die Arbeit in der Altenpflege attraktiver werden. Der Eigenanteil von Pflegebedürftigen in Altenheimen wird niedriger, während die Pflege, die Angehörige leisten, weiterhin nicht angemessen gewürdigt wird. Erste Regelungen zur Korrektur dieser Schieflage sind bereits in Kraft, die meisten folgen zum 1. Januar 2022.

Im Vergleich zum Babyboom Mitte der Sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts sind die Geburtenzahlen derzeit moderat, doch nach einem kräftigen Rückgang zeigt die Kurve wieder nach oben. Was manche Kommunen vor Herausforderungen stellt.

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