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Markt & Chancen

Weingarten - Der Überfall Russlands auf die Ukraine am 24. Februar hat auch die Welt in Oberschwaben verändert. Und der Krieg in Europa ist nicht die einzige Krise, mit der wir zu tun haben. Die Pandemie macht aktuell zwar Sommerpause, aber die Klimakrise und das Artensterben tun es nicht. Bundeskanzler Olaf Scholz spricht von einer „Zeitenwende“, was viele Fragen aufwirft: Wie wollen und wie können wir in Zukunft (über)leben?, ist dabei zentral. Und dabei ebenso zentral ist die Frage, wie wir wirtschaften. Unser Thema: Wirtschaft(en) in Oberschwaben. Anje Gering ist als Hauptgeschäftsführerin der IHK Bodensee-Oberschwaben darin Expertin, Wirtschaft ist ihr Metier. Wir wollten von ihr wissen, wie „das neue Denken und Handeln“ aussehen könnte, damit die „Transformation“ gelingt.

Ravensburg - Dieses Jahr feiert die 1822 gegründete Kreissparkasse Ravensburg ihr großes 200-jähriges Jubiläum. Wie ihrer Chronik zu entnehmen ist, steht aber auch noch ein kleineres Jubiläum an, das zehnjährige des am 27. Oktober 2012 eröffneten „Wirtschaftsmuseums Kreis Ravensburg“. Seine Einweihung erfolgte seinerzeit im Beisein des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann. Der lobte das Ausstellungskonzept, weil Wirtschaftsgeschichte „immer auch eine spannende Geschichte der Menschen und ihrer Tugenden“ sei.

Weingarten - „Nachhaltigkeit“ ist ein Zauberwort. Wer es benutzt, der hat verstanden. Und scheinbar sind es viele, denn viele reden davon. Und manche lehren darüber. An der Hochschule Ravensburg-Weingarten (RWU) ist es Barbara Niersbach, die dies im kommenden Wintersemester tun wird. Die promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin leitet einen neuen berufsbegleitenden Masterstudiengang im Fachbereich Betriebswirtschaft. Zielgruppe sind zukünftige Führungskräfte, denen die Professorin und ihr Team Nachhaltigkeit als „Handwerkszeug“ vermitteln will. BLIX sprach mit der Wissenschaftlerin über das Zauberwort und was es bedeutet.

Aulendorf - Die Statistik besagt, dass jeder Verbraucher und jede Verbraucherin allein in der Region Bodensee-Oberschwaben etwa 75 Kilogramm an Lebensmitteln im Jahr wegwirft. Somit landen jährlich 46,5 Millionen Kilogramm an Lebensmitteln im Mülleimer. Der Aulendorfer Christian Falkenstein ist Initiator der Umsetzungsgemeinschaft und des Forschungsprojekts „2+12“. Ziel des Projekts ist es, den Hunger in der Welt zu bekämpfen. In der Musterregion Bodensee-Oberschwaben soll das Vorhaben nun seinen Anfang nehmen. BLIX hat mit Christian Falkenstein darüber gesprochen.

Biberach - „Trotz der Corona-Herausforderungen können wir von einem sehr guten Ergebnis berichten“, leitete Martin Bücher die Pressekonferenz der Kreissparkasse zum Geschäftsjahr 2021 am 7. April in Biberach ein. Der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse zeigte sich zufrieden mit der soliden Ertragslage und einem Jahresüberschuss von sechs Millionen Euro.

Im Mai wurde die Regionalwert AG Bodensee-Oberschwaben gegründet. Die BürgerInnen AG hat sich zum Ziel gesetzt, ökologisch wirtschaftende Betriebe in der Bodensee-Oberschwaben-Region zu unterstützen. Mehrere Obstbauern sind schon dabei. Der Aufbau von Vertriebs- und Vernetzungsstrukturen gehört ebenso zu den Zielen, wie die Entwicklung von neuen Ideen und Strukturen, die eine Wende zum sozial-ökologischen Wirtschaften in der Region befördern.

Seit Arbeit und Freizeit kaum mehr getrennte Welten sind, bleiben Sorgen nicht mehr im Büro, fehlt der Abstand zum Job. Zusammen mit den während der Pandemie drastisch eingeschränkten Möglichkeiten, einen Ausgleich in der Freizeit zu finden, stieg die mentale Belastung für viele. Anderen kommt die Arbeit vom heimischen Schreib- oder Küchentisch entgegen, sie hoffen, auch weiterhin nicht jeden Tag ins Büro fahren zu müssen.

Ravensburg - Nach dem Aus von „Live in Ravensburg“, der städtischen GmbH, kurz Lira genannt, die neben vielen anderen Veranstaltungen in der Türmestadt auch die Oberschwabenschau verantwortete, war die spannende Frage: Wie geht es weiter mit dem Messestandort Ravensburg? Schließlich scheiterte Lira an dem hohen Defizit, das die Stadt nicht mehr tragen wollte.

Ulm - Will man genüsslich von 8 Uhr morgens bis in den fortgeschrittenen Nachmittag mit allen Finessen frühstücken, dann ist man im Café Einstein richtig. Die Ulmer Gastronomie in der Wichernstraße ist für seine Frühstücksvariationen weithin bekannt. Das gibt es auch weiterhin nicht umsonst, aber von nun an nur noch bargeldlos. „Das Einstein“ ist seit einigen Wochen die erste Lokalität in Ulm und Umgebung, wo statt Bargeld nur noch die Karte zählt. Ob die Rechnung aufgeht, wird sich zeigen.

Umweltfreundlich mobil sein und dabei Geld sparen: Fakten und Tipps dazu stellt das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg in der Kommunikationslinie „clever mobil“ vor. In Form eines unterstützenden Informationsangebots macht das Ministerium auf zahlreiche Möglichkeiten aufmerksam, das Mobilitätsverhalten nachhaltig und zugleich kostengünstig zu gestalten.

Ravensburg - Bald können die Menschen in Ravensburg und Weingarten schwere und sperrige Lasten kostenlos mit dem Fahrrad transportieren. Denn der BUND Ravensburg-Weingarten startet ein neues Projekt und stellt ab Herbst 2020 in Ravensburg und Weingarten mehrere Lastenräder zur kostenlosen Ausleihe zur Verfügung.

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