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Ravensburg - Nach dem Aus von „Live in Ravensburg“, der städtischen GmbH, kurz Lira genannt, die neben vielen anderen Veranstaltungen in der Türmestadt auch die Oberschwabenschau verantwortete, war die spannende Frage: Wie geht es weiter mit dem Messestandort Ravensburg? Schließlich scheiterte Lira an dem hohen Defizit, das die Stadt nicht mehr tragen wollte.

Die Sau beherrscht den Superlativ. Und zwar in jede Richtung. Saudumm oder saugscheid, saugut oder sauschlecht – das ist Maximum, mehr geht nicht! Auch nicht in der Ambivalenz des Menschen zu diesem Tier. Sauschwierig! Das Schwein beherrscht uns, unsere Sprache, unser Denken und Fühlen. Saugeil! Behandeln wir es deshalb so schweinisch, weil wir es nicht wahrhaben wollen? Antworten gesucht.

Wer über Schweine schreiben will, muss über die Menschen nachdenken. Denn Schweine füttern die Menschen mit ihrem Fleisch. Knapp zwei Drittel des Fleischkonsums der Deutschen liefern Schweine. Pro Kopf sind es 34 Kilo im Jahr, das entspricht einem Spanferkel. Das Schnitzel ist dabei zwar der Deutschen liebstes Stück Fleisch, doch das meiste Schwein steckt in der Wurst. Und so heimlich die Sau in der vielen Wurst verschwindet, so unsichtbar sind die Tiere während ihres kurzen Lebens. Dieser Bericht ist der Versuch, das Schwein und die Menschen, die mit ihm zu tun haben, sichtbar zu machen.

Ist es dem Hausschwein zu wünschen, dass es so leben kann wie seine wilde Verwandtschaft in Tann und Flur? Gemeint ist bei dieser Forderung aus grünem Politikermund das Schweinsein in quieklebendiger Rotte: Mamasau mit vielen Ferkelchen und Tanten. Alle zusammen sauglücklich. So das Ideal – das ein Trugbild ist, behauptet ein zweifelnder Jäger.

Laupheim - Die Stadt Laupheim steht vor einem Scherbenhaufen, zwischen Befürwortern eines Rathaus-Neubaus und den Unterstützern einer Sanierung des bisherigen Gebäudes geht es hoch her. Während in Laupheim über die Zukunft der Immobilie gestritten wird, haben in einigen Gemeinden sowie in der Stadt Biberach die Bürger die Wahl, wer ins Rathaus einziehen soll.

Assmannshardt - Stefanie Heckenberger half diesen Sommer als Krankenschwester im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos. Es war nicht ihr erster Hilfseinsatz. Sie hat auch schon dort gearbeitet, wo die meisten Geflüchteten in diesem überfüllten Lager herkommen: in Afghanistan.

Landkreis Ravensburg - Nun ist es offiziell: Der Landkreis Ravensburg bleibt weitere drei Jahre Bio-Musterregion. Nach einer erfolgreichen Zwischenbilanz hat das Land den vier im Jahr 2018 ausgewählten Bio-Musterregionen die Möglichkeit gegeben, die Förderlaufzeit um drei weitere Jahre zu verlängern.

Eichstegen - Schon in jungen Jahren schwebte Egon Frick vor, ein Haus zu bauen, das keinen Müll hinterlässt. Nun hat er es geschafft: Das Musterhaus steht in Eichstegen bei Altshausen. Aus dem Grundgedanken heraus, ein wohngesundes, ressourcenschonendes und nachhaltiges Haus zu bauen, entstand das 8Haus, das fast ausschließlich aus Naturmaterialien besteht.

Bauplätze sind rar. Das gilt auch für Oberschwaben. Im Landkreis Biberach ebenso wie in Ravensburg. Bauplätze sind teuer. Vor allem natürlich in Städten und wirtschaftlich starken Regionen. Damit auch Normalverdiener zum Zug kommen, versuchen einige Gemeinden, die Grundstücke nach sozialen Kriterien zu vergeben. Doch da fühlt sich schnell jemand diskriminiert.

Kanzach - Das Getümmel ist unübersichtlich. Wer ist Angreifer, wer Verteidiger? Ort des Geschehens ist die Bachritterburg in Kanzach. Auslöser des Kampfgeschehens war die Frage, warum die Mittelalterburg anders als das benachbarte Federseemuseum im Sommer geschlossen blieb. BLIX fragte bei Bürgermeister Klaus Schultheiß nach und berichtete kurz und knapp darüber (Aug/Sep 20). Was folgte war ein Sturm der Empörung von Seiten der Living-History-Szene in halb Europa, und im kleinen Ort Kanzach war man darüber zutiefst erschrocken. Nun sucht man den Burgfrieden.

Memmingen - Als Oberbürgermeister Manfred Schilder im März 2018 bei einer Delegiertenversammlung des Fischertagvereins „mit großer Freude auf die Heimatfeste der Maustadt“ blickte, würdigte er die besondere Bedeutung des Fischertags: „Er gehört zu Memmingen wie die Luft zum Atmen.“ Schon damals gab es einen abschlägigen Bescheid für eine Antragstellerin, die per Satzungsänderung auch Frauen zum traditionellen Ausfischen des Stadtbachs zuzulassen forderte. Dass ihr Ansinnen abgeschmettert wurde, quittierte „mann“ mit stürmischem Beifall. Das legendäre Heimatfest mit Identität stiftender Wirkung sollte Männerdomäne bleiben. Jetzt ist Schluss damit!

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