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Markt & Chancen

Viele Menschen arbeiten seit Anfang März zu Hause. Was für Kellner, Friseure und Pfleger unmöglich ist, klappt in manchen Branchen erstaunlich gut.

Ehingen - Die Corona-Pandemie bringt vor allem Selbstständige, die auf Honorarbasis tätig sind, in schwere Bedrängnis. Können sie ihre Tätigkeit nicht mehr ausüben, gibt es für sie keine soziale Absicherung. Dies bekamen nun die Lehrkräfte an der Ehinger Musikschule zu spüren. Diese Einrichtung, deren Schüler immer wieder Auszeichnungen auf Bundes- oder Landesebene erreichten, beschäftigt seit 1997 ihre Lehrkräfte ausschließlich auf Honorarbasis – mit Ausnahme des Schulleiters.

Ravensburg - Mit dürren Worten teilte die Oberschwabenklinik gGmbH das sofortige Ausscheiden von Geschäftsführer Dr. Sebastian Wolf mit: „Der Aufsichtsrat hat entschieden, dass Herr Dr. Sebastian Wolf ab sofort aus der zweiköpfigen Geschäftsführung der Oberschwabenklinik gGmbH (OSK) ausscheidet.

Oberschwaben -Die Landesregierung stärkt dem ländlichen Raum in Corona-Zeiten den Rücken. Mit der ELR-Sonderlinie Dorfgastronomie/Grundversorgung (Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum, kurz ELR) hat das Land einen Millionenbetrag zur Stärkung der lokalen Grundversorgung eingesetzt. Um gleichwertige Lebensbedingungen in Stadt und auf dem Land zu schaffen, wurde zur Förderung von Dorfgasthäusern, sowie Gemeinschaftseinrichtungen knapp 16 Millionen Euro ausgeschüttet.

Biberach - Tropft Ihr Wasserhahn? Trauen Sie sich nicht mehr auf die Leiter, um die Vorhänge zu wechseln? Haben Sie keine Verwandten oder Freunde, die für Sie einkaufen können? Können Sie sich das Taxi ins Krankenhaus nicht leisten? Brauchen Sie Hilfe beim Ausfüllen eines Antrags an eine Behörde? Oder wollen Sie einfach nicht alleine ins Konzert gehen? Dann können Sie sich an Menschen in Biberach wenden, die sich in der Initiative Bürger für Bürger engagieren. Und dies schon seit zwei Jahrzehnten.

Region -  Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die regionale Wirtschaft sind massiv und ziehen sich quer durch alle Branchen und Unternehmensgrößen. Nach einer aktuellen Blitzumfrage der IHK-Ulm rechnen etwa acht von zehn Unternehmen für das Jahr 2020 mit Umsatzrückgängen.

ULM. Gemäß aktueller Corona-Verordnung dürfen ausgewählte Unter-nehmen wieder öffnen, andere noch nicht. Für viele Betriebe heißt es also weiterhin: Sie müssen geschlossen bleiben und auf dringend benötigte Einnahmen verzichten. „Wir setzen uns mit Nachdruck für Fairness und Gleichberechtigung unserer Wirtschaft ein. Es ist absolut nicht nachvollziehbar, dass Unternehmen mit gleichem oder ähnlichem Geschäftsinhalt unterschiedlich behandelt werden, wenn sie corona-konforme Hygiene- und Schutzmaßnahmen ge-währleisten. Es muss der Grundsatz der Gleichberechtigung gelten“, so Max-Martin W. Deinhard, Hauptgeschäftsführer der IHK Ulm.

Es ist die weit verbreitete Meinung, dass nach der Coronavirus-Pandemie nichts mehr so sein wird wie zuvor, da sich die Gesellschaft, die Rolle der Regierung und die Wirtschaft für immer verändern werden. Einige sagen uns eine solidarischere Gesellschaft und ein neues Wirtschaftsmodell voraus, das für alle funktioniert, und vielleicht einen größeren Geist der internationalen Zusammenarbeit, zum Beispiel beim Klimawandel.

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