Skip to main content
Nicht nur die Partnerwahl sollte gut überlegt sein, sondern auch die Wahl des Namens.

Wie heißen wir nach der Hochzeit? Ab Mai kann laut liberalisiertem Namensrecht auch ein aus den Familiennamen beider Ehegatten gebildeter Doppelname als Ehename bestimmt werden. 

Bei der Eheschließung in Deutschland kann direkt bei der standesamtlichen Trauung ein Ehename bestimmt werden. Der Ehename ist dann in der Heiratsurkunde aufgeführt. Bestimmen sie keinen gemeinsamen Ehenamen, behält jeder Ehegatte seinen bisherigen Familiennamen.

ANZEIGE

„Bei einer Eheschließung im Ausland ist,“ wie das Auswärtige Amt mitteilt, „diese Möglichkeit der Ehenamensbestimmung oft nicht gegeben, da die ausländischen Vorschriften – wie etwa in den meisten US-Bundesstaaten – keine vergleichbaren Regelungen kennen. Folglich hat der deutsche Ehegatte für den deutschen Rechtsbereich den Familiennamen beibehalten, den er bereits vor der Eheschließung geführt hat (getrennte Namensführung). Dies gilt auch dann, wenn der deutsche Ehegatte im täglichen Leben bereits den Familiennamen des anderen Ehegatten nutzt.“ Allerdings kann man gemäß deutschem Namensrecht nachträglich eine Erklärung über die Namensführung in der Ehe abgeben, um auf diese Weise den gewünschten Namen zu erhalten, etwa einen gemeinsamen Familiennamen). Solange die Ehe besteht, kann diese Erklärung jederzeit abgegeben werden ist aber unwiderruflich. In Deutschland kann derzeit nur der Familienname oder der Geburtsname eines Ehegatten als Ehename bestimmt werden. Zusätzlich kann jedoch der Ehegatte, dessen Name nicht Ehename geworden ist, seinen vorherigen Namen dem Ehenamen mit einem Bindestrich voranstellen oder anfügen.

Wenn man vorher schon einen Doppelname hatte?

 Es ist zwar möglich, den Doppelnamen, den man bei der Geburt bekommen oder durch eine vorherige Eheschließung erworben hat, weiterhin zu behalten, doch an diesen Namen kann nicht zusätzlich der Nachname des anderen Ehepartners angehängt werden. Durch diese Regelung soll die Bildung von Namensketten verhindert werden. Ebenfalls ist es nicht möglich, dass nur ein Glied des Doppelnamens zum Ehenamen wird.

ANZEIGE

Wenn sich Eltern sich bei der Eheschließung dazu entschlossen haben, ihren eigenen Geburtsnamen beizubehalten, müssen sie im Laufe eines Monats nach der Geburt ihres Kindes bestimmen, welchen Nachnamen das Kind führen soll. Kinder, die in eine Ehe mit eingebracht werden, nehmen hingegen nicht automatisch den Ehenamen an. Denn natürlich muss der andere Elternteil einer etwaigen Namensänderung zustimmen. Zudem hat auch das Kind ein Mitbestimmungsrecht, was den eigenen Familiennamen angeht.

So sieht es derzeit aus, aber das strenge deutsche Namensrecht wird liberalisiert. Künftig haben Eheleute mehr Optionen bei der Wahl eines Nachnamens. Wer seinen Namen etwa bei Heirat oder Adoption ändert, bekommt mehr Entscheidungsfreiheit. Im April 2024 hat der Bundestag mit großer Mehrheit für eine Reform des Namensrechts gestimmt, das besser zu den „vielfältigen Lebensrealitäten“ von Paaren und Familien mit Kindern passen soll. Das Gesetz soll am 1. Mai 2025 in Kraft treten. Wenn etwa Frau Müller und Herr Meier heiraten, sollen sie einen Doppelnamen zum Ehenamen bestimmen können, der sich aus ihrer beider Familiennamen zusammensetzt (Müller-Meier oder Meier-Müller – mit und ohne Bindestrich). Kinder der Eheleute sollen diesen Doppelnamen als Geburtsnamen erhalten. Eltern sollen ihren Kindern im Übrigen auch dann einen Doppelnamen erteilen können, wenn sie selbst keinen führen – unabhängig davon, ob sie verheiratet sind. Ehe- oder Geburtsdoppelname dürfen aus maximal zwei Namen neu gebildet werden.

Autorin: Andrea Reck



NEUESTE BLIX-BEITRÄGE

Editorial BLIX Januar/Februar 2026

Liebe Leserinnen, liebe Leser, das Jahr 2025 ist Geschichte. Es war nicht weniger anstrengend als 2024, wie ich finde. Doch bevor wir auf das neue Jahr 2026 hoffen, möchte ich mich bedanken: bei Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, für Ihr anhaltendes Interesse und nicht minder bei unseren zahlreichen Werbepartnern, die BLIX erst möglich machen. Möglich machen es auch die vielen, die daran mitarbeiten, sich engagieren und sich jeden Monat von neuem ins Zeug legen. Vielen herzlichen Dank! BLIX i…
erschienen in: BLIX Januar/Februar 2026

Jahresillustration 2026

Zum nachdenken und schmunzeln!
erschienen in: BLIX Januar/Februar 2026

Der Waldler

Altdorfer Wald – Worum geht’s zehn Jahre nach dem Klimaschutzabkommen in Paris, das die globale Erderwärmung auf 1,5 Grad begrenzen soll? Es geht um ein Stück Wald, elf Hektar groß in der Nähe von Wolfegg, im Altdorfer Wald, 8200 Hektar groß, der sich zwischen Waldburg und Aulendorf erstreckt. Es geht um Kies und dessen Abbau und damit um viel „Schotter“. Und es geht um den Schutz dieses Waldes und des Trinkwassers, das er trinkfertig filtert, und das für Samuel Bosch der „Energy Drink“ ist, …
erschienen in: BLIX Januar/Februar 2026

Den Schuss gehört

Oberschwaben – Das Biosphärengebiet Oberschwaben ist gescheitert. An einer nahezu perfekten Kampagne, gesteuert von einer Adelsallianz, die ihren Feldherrn auf Schloss Zeil hat. 
erschienen in: BLIX Januar/Februar 2026

Raus aus der Bubble!

Der Wahlkampf naht, die Stimmung ist schlecht und die Medien spielen dabei eine zentrale Rolle. Aber nicht erst jetzt, sondern seit Johannes Gutenberg 1450 den Buchdruck mit beweglichen Lettern erfand, prägen Medien die öffentliche Meinung. Aus der Macht von wenigen Medien ist mit dem Internet die Macht der vielen User geworden. Aber stimmt das? Unser Autor, 20 Jahre jung, Abitur in Riedlingen, studiert in Tübingen Medienwissenschaft und Geschichte und ist der Meinung, die JournalistInnen – w…
erschienen in: BLIX Januar/Februar 2026

Prinz aus dem Morgenland

Biberach – Ambitioniert spielt das „Theater ohne Namen“ ein Märchen des wortgewandten Biberacher Autors Christoph Martin Wieland (1733 – 1813). Die Hauptrolle, Prinz Biribinker, spielt ein junger Syrer, Mohamad Khallouf. Eine märchenhafte Geschichte über Kultur und Integration.
erschienen in: BLIX Januar/Februar 2026

„Wie, die Christa?“

Bad Saulgau – Die städtische Galerie die Fähre in Bad Saulgau zeigt unter dem Titel Niemandsland bis zum 8. März rund 50 meist großformatige Werke von Christa Näher. Die renommierte Künstlerin lebt und arbeitet in der Region, ist bislang öffentlich aber kaum in Erscheinung getreten. Der Bad Saulgauer Galerieleiterin Alexandra Karabelas ist es gelungen, sie für eine große Werkschau zu gewinnen. Es wurde Zeit.
erschienen in: BLIX Januar/Februar 2026

„Unterhaltungsspeisepläne”

Ochsenhausen – Die beiden Betreiberinnen der Buchhandlung Lesebar kennen sich nicht nur vortrefflich bei literarischen Fragen aus, sie wollen sich auch einmischen in den gesellschaftlichen Diskurs.
erschienen in: BLIX Januar/Februar 2026

„Sprachrohr der Jugend“

Weingarten – Wenn in Weingarten über Skateparks, Schulwege, Freizeitangebote oder digitale Ausstattung gesprochen wird, sitzen Jugendliche nicht nur im Publikum – sie sitzen mit am Tisch. Der Jugendgemeinderat Weingarten (JGR) ist seit 1985 die offizielle Stimme der jungen Generation und gilt mit 40 Jahren als ältester aktiver Jugendgemeinderat Deutschlands. Was 1985 als Experiment begann, ist heute ein etabliertes Beteiligungsmodell, das bundesweit als Vorbild gilt. Und eines zeigt: Politisc…
erschienen in: BLIX Januar/Februar 2026

Ohne gefrorene Teiglinge

Schemmerhofen – Das Arbeiten in der Backstube ist nicht das Schlimme, betont Daniel Keck, sondern „das Drumherum“. 125 Jahre nach Gründung der Bäckerei belastet nicht mehr die Schwerarbeit des Teigknetens, der Familienbetrieb leidet unter den Zumutungen der Bürokratie.
erschienen in: BLIX Januar/Februar 2026

Feiern in schwierigen Zeiten

Ulm – Die Handwerkskammer Ulm blickt auf 125 Jahre zurück und feiert ihre Erfolge. Aber viele ihrer Mitgliedsbetriebe durchleben gerade schwierige Zeiten. 
erschienen in: BLIX Januar/Februar 2026

Hochzeitstrends 2026

Wenn Sie nicht wissen, was ein Elopement ist oder was Microwedding bedeutet, planen Sie 2026  offenbar keine Hochzeit. Einige Trends werden vielleicht trotzdem nicht an Ihnen vorbeigehen. 
erschienen in: BLIX Januar/Februar 2026

In Bewegung bleiben

Sport ist eines der wirkungsvollsten und sichersten „Medikamente“. Doch leider ist eine ausreichende Dosierung erforderlich, um langfristig auch schweren Erkrankungen vorzubeugen.
erschienen in: BLIX Januar/Februar 2026

Leserbriefe Januar/Februar 2026

Auch für den Januar und Februar erreichten uns wieder viele Leserbriefe. Vor allem das Thema Biosphärengebiet steht dabei weiterhin im Mittelpunkt.
erschienen in: BLIX Januar/Februar 2026

Neu im Kino: 28 Years Later – The Bone Temple

Im Jahr 2025 wurde das Horror-Franchise rund um „28 Days Later“ wieder zum Leben erweckt. Zunächst erschien im Sommer „28 Years Later“, der eine Gruppe an Überlebenden des Wutvirus in den Fokus rückt. Am 15. Januar erscheint mit „28 Years Later: The Bone Temple“ nun schon der zweite Teil der neuen Trilogie in den deutschen Kinos. 
erschienen in: BLIX Januar/Februar 2026

ANZEIGEN

BLIX-NEWSLETTER

VERANSTALTUNGEN

ALLGÄU-OBERSCHWABEN

Mengen – Tödlich verletzt wurde ein 23-jähriger Pkw-Lenker am Dienstagabend (3.2.) bei einer Kollision mit einem Zug …
Kreis Ravensburg – Jede/r Sachkundige im Pflanzenschutz ist dazu verpflichtet, innerhalb eines Drei-Jahres-Zeitraums …
Ravensburg – Seit 25 Jahren gibt es in Ravensburg die Selbsthilfegruppe für Schlaganfallbetroffene und ihre Angehörig…
Ravensburg / Wangen – Der Weltkrebstag am heutigen 4. Februar rückt weltweit die Vorbeugung, Erforschung und Behandlu…
Bad Wurzach – Die für den Sonntag, 8. Februar, 14.00 Uhr, angesetzte naturkundliche Führung “Spurensuche: Der Biber i…