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Christine Schmidt Foto: privat

Wennedach – Die Sopranistin Christine Schmidt wusste schon als junges Mädchen, dass sie Sängerin werden will. Sie hat es geschafft und gibt ihr Wissen als Pädagogin vielfach weiter – wenn sie nicht gerade auf der Bühne steht, mit Chansons zu Tränen rührt und stehende Ovationen erhält.  

Christine Schmidt ist nicht nur als Solistin oder im Duo mit Steffi Sauter sehr erfolgreich, sie liebt es auch, Sängerinnen jeden Alters ihr musikalisches Wissen vermitteln zu können. In der Mietinger Musikschule Hayd unterrichtet sie Gesang, im eigenen Studio in Wennedach gibt sie Privatstunden. Hier, dem gerade mal 200 Seelen zählenden Teilort von Ochsenhausen, sind ihre Schülerinnen und Schüler derzeit zwischen sechs und 70 Jahre alt.

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Als Chorleiterin trat die Vierzigjährige bis letztes Jahr mit dem Offenen Chor Laupheim auf, in diesem Jahr übernahm sie die Leitung des Konzertchors Federsee. Am 13. Januar übergab Peter Schmitz nach zwanzig Jahren als Chorleiter im Evangelischen Gemeindehaus Bad Buchau  symbolisch den Stab. Der Konzertchor Federsee ist hervorgegangen aus dem Liederkranz Bad Buchau 1835 e.V., dem ältesten Verein der Gemeinde. Man darf gespannt sein auf das erste Konzert unter Christine Schmidt im November in der Stiftskirchen Bad Buchau. Die innovative Chorleiterin plant ein Gloria als Lobpreis Gottes mit einem Magnificat als Lobpreis Marias zu vereinen. Faszinierend dabei ist die Kombination Antonio Vivaldis mit der zeitgenössischen Komposition Tjark Baumanns. Es soll ein Bogen gespannt werden vom Barock ins Heute mit Stilelementen und Songs aus Pop und Rock. 

Peter Schmitz freut sich, dass nun Christine Schmidt den Federsee-Konzertchor leitet.  
Foto: Andrea Reck

Bei der ersten Chorprobe in Bad Buchau zeigte sie sich überwältigt von dem guten Besuch und freute sich besonders über die große Anzahl von Sängern. Auf die Frage, wie sie den ersten Kontakt mit dem Chor empfand, strahlt sie hinterher: „Ich war total begeistert. Sie haben gleich vierstimmig vom Blatt gesungen und einen tollen Klang erzeugt.“ Kein Wunder, der langjährige Gesangslehrer Peter Schmitz hat eben nicht nur Christine Schmidts Stimme geprägt, die bereits mit 16 Jahren Stunden bei ihm genommen hat. 

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Dass sie außergewöhnlich gut singen konnte, zeigte sich früh. „Meine Eltern sind beide sehr musikalisch“, erzählt sie. „Ich durfte Geige spielen und genoss einen hervorragenden Musikunterricht im Gymnasium Ochsenhausen.“ Nach dem Abitur beschloss sie, Musik zum Beruf zu machen. Sie bestand die Aufnahmeprüfung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt und studierte Gesangspädagogik. „Das war mein Ding.“ Ihr Studium finanzierte sie mit Musik komplett selbst, auch mit Auftritten in ganz Deutschland mit einer Rockabilly Band. 

Zum Repertoire gehören Arien von Mozart, Händel, Bach sowie Lieder von Schubert, Schumann, Mahler, Mendelssohn und Wolf. Die Sängerin fühlt sich in vielfältigen Musikstilen zu Hause: Musical, Rock/Pop und Swing.  Ihr „absolute Leidenschaft“ gehörte schon früh dem französischen Chanson. Diese pflegt sie gerne mit ihrer kongenialen Partnerin am Klavier und Akkordeon Steffi Sauter, die viele Stücke eigens für das eingeschworene Duo arrangiert. Schmidt wird allerdings wegen ihres großen Repertoires auch als Solistin viel gebucht. Da bleiben ihr Mann und die zwölfjährige Tochter schon häufig allein. Oder sie kommen einfach mit. Diese Stimme kann man nicht oft genug hören.

Autorin: Andrea Reck



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