Skip to main content
Landrat Harald Sievers (rechts) übergibt Energieagentur-Geschäftsführer Walter Göppel (links) anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Energieagentur Ravensburg, die jetzt Energieagentur Oberschwaben heißt, Geschenke vom Landkreis. Foto: Patrick Merk

Ravensburg – Seit 25 Jahren gibt es die Energie-agentur Ravensburg. Im Rahmen einer kleinen Jubiläumsfeier im Sparkassensaal der Kreissparkasse Ravensburg gab Landrat Harald Sievers eine Neuerung bekannt: Aus der Energieagentur Ravensburg wird offiziell die Energieagentur Oberschwaben GmbH. Damit sind alle Standorte – Ravensburg, Biberach, Sigmaringen, Bodenseekreis – unter einem Dach vereint.

Doch schon bisher war die Energieagentur über den Landkreis Ravensburg hinaus tätig. Für die Bürger und Ratsuchenden ändert sich deshalb nichts. Turnusgemäß übergab Sievers seinen Vorsitz der Gesellschafterversammlung an Kreishandwerksmeister Michael Bucher.

ANZEIGE

Vor 25 Jahren, im Jahr 1999, wurde in Ravensburg eine damals visionäre Einrichtung gegründet: Die Energieagentur Ravensburg. Viele fragten sich damals wohl: Wozu braucht man eine Energieagentur? Doch der Erfolg hat den Gründungsvätern Hermann Vogler, damaliger Oberbürgermeister von Ravensburg, Wilhelm Stotz, damals Kreishandwerksmeister und Anton Buck, früher Stadtwerke und heute TWS, Recht gegeben. Denn seither wurden mehr als 75.000 Energieberatungen durchgeführt sowie zahlreiche Nahwärmeprojekte und Klimaschutzabkommen betreut. 

Dass das Thema Energie so relevant werden würde, damit rechneten wohl auch nicht die Gründer der Energieagentur damals – und auch nicht Walter Göppel, der von Anfang an Geschäftsführer war und dies bis heute ist. Mehr als drei Milliarden Euro wurden seither in betreute Projekte der Energieagentur investiert.

ANZEIGE

„Es war nicht immer nur Sonnenschein“, betonte Göppel. Er, der aus Biberach nach Ravensburg kam, habe schnell gelernt, dass es auf der einen Seite das Schussental gibt und auf der anderen das Allgäu. Nicht immer einfach, beiden gerecht zu werden. Doch es gelang ihm und seinem Team, die Energieagentur erfolgreich zu machen. Bereits 2003 wurde die Tochter-Energieagentur Biberach als GbR gegründet. Zwischen 2003 und 2008 wuchs die Energieagentur Ravensburg in die Fläche. Es wurden mehrere weitere Standorte gegründet, im Jahr 2007 für den Bodenseekreis und Sigmaringen als GbR. Somit scheint es ein logischer Schritt zu sein, nach 25 Jahren die Töchter zu fusionieren und unter dem Dach der Energieagentur Oberschwaben zu vereinen. Dies habe laut Göppel vor allem strukturelle Gründe, um die bürokratischen Abläufe zu vereinfachen. „Für die Ratsuchenden ändert sich nichts“, versichert er.

Göppel hat dabei stets über den Tellerrand hinausgeschaut und von Anfang an Netzwerkarbeit betrieben. Was ihm dabei wichtig war: Die Handwerker mitzudenken, die Praktiker, welche die Ideen und Vorhaben auch tatsächlich umsetzten. Darin sieht auch Alt-Oberbürgermeister Vogler den Schlüssel zum Erfolg. Neben den Handwerkern trug auch die Ortsgruppe Ravensburg des Bundes für Umwelt und Naturschutz dazu bei sowie die weiteren Gesellschafter: der Landkreis Ravensburg, die Städte Ravensburg und Weingarten, die TWS, die Thüga, die EnBW, die Kreishandwerkerschaft Ravensburg sowie die Energieagenturen Biberach, Bodenseekreis und Sigmaringen. Hinzu kommen viele Sponsoren wie die Kreissparkasse Ravensburg, die laut dem Vorstandsvorsitzenden Heinz Pumpmeier die Energieagentur in 25 Jahren mit rund 265.000 Euro unterstützt hat.

Im Laufe der Zeit hat sich einiges verändert. War der Energiesektor zu Beginn noch eine Nische, so wurde er immer mehr zu einem Thema, das auch die Politik umtrieb. Als 2006 der European Energy Award eingeführt wurde und damit rund 55 Kommunen in der Region Allgäu-Bodensee-Oberschwaben Fördermittel erhielten, gab das der Energieagentur einen starken Aufschwung. Der Bedarf an Energieberatung hat sich stark erhöht. Es geht um Fördermittel, Ökostrom und vieles mehr. Außerdem werden für Kommunen Quartierskonzepte entwickelt und auch das CO2-neutrale Schussental gehört dazu. 

Neben der kommunalen Beratung nahm ab 2012 auch die gewerbliche Energieeffizienzberatung an Fahrt auf, beispielsweise mit dem Projekt „EIVRiG“. Als eines der interessantesten Projekte nannte Göppel die Umrüstung der Tennishalle in Bad Schussenried auf LED-Leuchten mit umgedrehten Straßenleuchten. So konnten die Stromkosten der Halle auf 1500 Euro pro Jahr gesenkt werden. 

In den nächsten 25 Jahren wolle man weiter daran arbeiten, „die Welt zukunftsfähig zu machen“ – zumindest die oberschwäbische Welt, lautet die Zielsetzung.

Autor: Patrick Merk



NEUESTE BLIX-BEITRÄGE

Editorial BLIX Januar/Februar 2026

Liebe Leserinnen, liebe Leser, das Jahr 2025 ist Geschichte. Es war nicht weniger anstrengend als 2024, wie ich finde. Doch bevor wir auf das neue Jahr 2026 hoffen, möchte ich mich bedanken: bei Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, für Ihr anhaltendes Interesse und nicht minder bei unseren zahlreichen Werbepartnern, die BLIX erst möglich machen. Möglich machen es auch die vielen, die daran mitarbeiten, sich engagieren und sich jeden Monat von neuem ins Zeug legen. Vielen herzlichen Dank! BLIX i…
erschienen in: BLIX Januar/Februar 2026

Jahresillustration 2026

Zum nachdenken und schmunzeln!
erschienen in: BLIX Januar/Februar 2026

Der Waldler

Altdorfer Wald – Worum geht’s zehn Jahre nach dem Klimaschutzabkommen in Paris, das die globale Erderwärmung auf 1,5 Grad begrenzen soll? Es geht um ein Stück Wald, elf Hektar groß in der Nähe von Wolfegg, im Altdorfer Wald, 8200 Hektar groß, der sich zwischen Waldburg und Aulendorf erstreckt. Es geht um Kies und dessen Abbau und damit um viel „Schotter“. Und es geht um den Schutz dieses Waldes und des Trinkwassers, das er trinkfertig filtert, und das für Samuel Bosch der „Energy Drink“ ist, …
erschienen in: BLIX Januar/Februar 2026

Den Schuss gehört

Oberschwaben – Das Biosphärengebiet Oberschwaben ist gescheitert. An einer nahezu perfekten Kampagne, gesteuert von einer Adelsallianz, die ihren Feldherrn auf Schloss Zeil hat. 
erschienen in: BLIX Januar/Februar 2026

Raus aus der Bubble!

Der Wahlkampf naht, die Stimmung ist schlecht und die Medien spielen dabei eine zentrale Rolle. Aber nicht erst jetzt, sondern seit Johannes Gutenberg 1450 den Buchdruck mit beweglichen Lettern erfand, prägen Medien die öffentliche Meinung. Aus der Macht von wenigen Medien ist mit dem Internet die Macht der vielen User geworden. Aber stimmt das? Unser Autor, 20 Jahre jung, Abitur in Riedlingen, studiert in Tübingen Medienwissenschaft und Geschichte und ist der Meinung, die JournalistInnen – w…
erschienen in: BLIX Januar/Februar 2026

Prinz aus dem Morgenland

Biberach – Ambitioniert spielt das „Theater ohne Namen“ ein Märchen des wortgewandten Biberacher Autors Christoph Martin Wieland (1733 – 1813). Die Hauptrolle, Prinz Biribinker, spielt ein junger Syrer, Mohamad Khallouf. Eine märchenhafte Geschichte über Kultur und Integration.
erschienen in: BLIX Januar/Februar 2026

„Wie, die Christa?“

Bad Saulgau – Die städtische Galerie die Fähre in Bad Saulgau zeigt unter dem Titel Niemandsland bis zum 8. März rund 50 meist großformatige Werke von Christa Näher. Die renommierte Künstlerin lebt und arbeitet in der Region, ist bislang öffentlich aber kaum in Erscheinung getreten. Der Bad Saulgauer Galerieleiterin Alexandra Karabelas ist es gelungen, sie für eine große Werkschau zu gewinnen. Es wurde Zeit.
erschienen in: BLIX Januar/Februar 2026

„Unterhaltungsspeisepläne”

Ochsenhausen – Die beiden Betreiberinnen der Buchhandlung Lesebar kennen sich nicht nur vortrefflich bei literarischen Fragen aus, sie wollen sich auch einmischen in den gesellschaftlichen Diskurs.
erschienen in: BLIX Januar/Februar 2026

„Sprachrohr der Jugend“

Weingarten – Wenn in Weingarten über Skateparks, Schulwege, Freizeitangebote oder digitale Ausstattung gesprochen wird, sitzen Jugendliche nicht nur im Publikum – sie sitzen mit am Tisch. Der Jugendgemeinderat Weingarten (JGR) ist seit 1985 die offizielle Stimme der jungen Generation und gilt mit 40 Jahren als ältester aktiver Jugendgemeinderat Deutschlands. Was 1985 als Experiment begann, ist heute ein etabliertes Beteiligungsmodell, das bundesweit als Vorbild gilt. Und eines zeigt: Politisc…
erschienen in: BLIX Januar/Februar 2026

Ohne gefrorene Teiglinge

Schemmerhofen – Das Arbeiten in der Backstube ist nicht das Schlimme, betont Daniel Keck, sondern „das Drumherum“. 125 Jahre nach Gründung der Bäckerei belastet nicht mehr die Schwerarbeit des Teigknetens, der Familienbetrieb leidet unter den Zumutungen der Bürokratie.
erschienen in: BLIX Januar/Februar 2026

Feiern in schwierigen Zeiten

Ulm – Die Handwerkskammer Ulm blickt auf 125 Jahre zurück und feiert ihre Erfolge. Aber viele ihrer Mitgliedsbetriebe durchleben gerade schwierige Zeiten. 
erschienen in: BLIX Januar/Februar 2026

Hochzeitstrends 2026

Wenn Sie nicht wissen, was ein Elopement ist oder was Microwedding bedeutet, planen Sie 2026  offenbar keine Hochzeit. Einige Trends werden vielleicht trotzdem nicht an Ihnen vorbeigehen. 
erschienen in: BLIX Januar/Februar 2026

In Bewegung bleiben

Sport ist eines der wirkungsvollsten und sichersten „Medikamente“. Doch leider ist eine ausreichende Dosierung erforderlich, um langfristig auch schweren Erkrankungen vorzubeugen.
erschienen in: BLIX Januar/Februar 2026

Leserbriefe Januar/Februar 2026

Auch für den Januar und Februar erreichten uns wieder viele Leserbriefe. Vor allem das Thema Biosphärengebiet steht dabei weiterhin im Mittelpunkt.
erschienen in: BLIX Januar/Februar 2026

Neu im Kino: 28 Years Later – The Bone Temple

Im Jahr 2025 wurde das Horror-Franchise rund um „28 Days Later“ wieder zum Leben erweckt. Zunächst erschien im Sommer „28 Years Later“, der eine Gruppe an Überlebenden des Wutvirus in den Fokus rückt. Am 15. Januar erscheint mit „28 Years Later: The Bone Temple“ nun schon der zweite Teil der neuen Trilogie in den deutschen Kinos. 
erschienen in: BLIX Januar/Februar 2026

ANZEIGEN

BLIX-NEWSLETTER

VERANSTALTUNGEN

ALLGÄU-OBERSCHWABEN

Region – Landtagswahl wird zur Gesundheitswahl: Der AOK-Wahlkreis-Check informiert und stellt regionale Gesundheitsve…
Bad Waldsee – Wer nach Wärme, Ruhe und Erholung sucht, der ist in der modernisierten Sauna der Waldsee-Therme an der …
Isny – Eine Baustelle in Wangen. Ein 17-jähriger Zimmermann merkt Feuer im Nachbargebäude. Er registriert, dass in de…
Bad Wurzach – Die LISSMAC Maschinenbau GmbH mit Sitz in Bad Wurzach hat ihre Restrukturierung abgeschlossen. Abgebaut…
Ravensburg – Dank eines selten gefährdeten 6:1-Heimerfolgs gegen den EC Bad Nauheim schlossen die Ravensburg Towersta…