Wenn Sie nicht wissen, was ein Elopement ist oder was Microwedding bedeutet, planen Sie 2026 offenbar keine Hochzeit. Einige Trends werden vielleicht trotzdem nicht an Ihnen vorbeigehen.
Informiert man sich auf den Seiten von Hochzeitsplanern, scheinen sich einige Trends anzubahnen. Dazu gehören nachhaltige Hochzeiten mit regionalen Produkten, plastikfreier Dekoration und umweltfreundlichen Konzepten. Biologisch abbaubare Konfetti und Fairtrade-Blumen runden eine Grüne Hochzeit ab. Brautpaare setzen auf Leihelemente, schonen so nicht nur die Umwelt, sondern sparen auch Geld. Wobei andererseits Blumenarrangements größer werden sollen, wilder und bunter. Hängende Installationen, Blütenbögen und farbenfrohe Wildblumen gehören dazu sowie Blumen in kräftigen Tönen wie Orange, Pink und Violett. Ansonsten sollen, auch was die Kleidung angeht, zarte Pastelltöne weiterhin beliebt sein. Neben kräftigen Farben wie Terrakotta, Senfgelb und Olive, kombiniert mit Akzenten in Blau und Bordeaux.
Was ist ein Elopement?
Elopements und Microweddings scheinen beliebt zu werden. Das englische Elopement bedeutet so viel wie „Durchbrennen“ oder „Flucht“. Ursprünglich war damit eine Hochzeit zu zweit etwa in Las Vegas oder Gretna Green gemeint, heute ist das Motto „klein, aber fein“. Allgemein geht der Trend wohl wieder zu überschaubaren Hochzeiten. Pompöse Feiern mit Hunderten Gästen machen eher kleinen Feiern mit der Familie oder im engsten Freunden Platz. Der Trend zum Microwedding im ganz kleinen Kreis ist angeblich auf dem Vormarsch. Dabei wird nicht gespart: Das Budget, das Braut und Bräutigam pro Gast zur Verfügung haben, ist einfach höher.
Individualität beginnt bei den Einladungen. Ein eigenes Branding darf nicht fehlen. Monogramme sind noch absolut in! Ob auf den Einladungen, Menükarten oder als Prägung auf Taschentüchern und Servietten. Einheitliche Typografie und Farbkonzept sind vielen Paaren wichtig.
Auch bei der Hochzeitsfotografie geht es mehr um das Persönliche, weg von gestellten Bildern, hin zum dokumentarischen Stil, zu den echten Momenten. Nicht nur die Emotionen sollen eingefangen werden, sondern auch die Farben und Umgebung. Beliebt ist 2026 auch die Vintage-Ästhetik: Die Anmutung analoger Filmaufnahmen feierte bereits 2025 ein Comeback.
Was ist eine Freie Trauung?
Weniger als ein Drittel aller Paare in Deutschland heiratet mit Gottes Segen. Etwas mehr als ein Drittel entscheidet sich für eine „Freie Trauung“ – also eine meist vom Brautpaar selbst gestaltete Zeremonie. Ein Drittel wird ausschließlich standesamtlich getraut. Die Freie Trauung ist eine Ergänzung zur standesamtlichen Trauung. Sie führt kein Standesbeamter und kein Pfarrer durch. Ein Freier Redner, ein Theologe, ein Freund oder ein Verwandter leitet die Zeremonie. Der Redner oder die Rednerin kann so ganz individuell auf die Brautpaare eingehen. Wichtig: Die Freie Trauung ist rechtlich nicht bindend. Um rechtlich miteinander verheiratet zu sein, ist der Gang zum Standesamt unerlässlich.
Für Freie Trauungen entscheiden sich vor allem Brautpaare, die unterschiedlichen Kulturen oder Religionen angehören und Paare, die nicht Mitglied der Kirche sind. Auch Ehepaare, bei denen mindestens ein Ehepartner schon mal verheiratet war, oder Brautpaare, die an außergewöhnlichen Orten heiraten möchten, gleichgeschlechtliche Paare oder Menschen, die im Ausland heiraten wollen, sind darunter. Die Freie Trauung ist also ein symbolischer Akt, eine Alternative zur kirchlichen Trauung.
Übrigens: Nur noch jede zweite erwachsene Person in Deutschland ist verheiratet: Mit dieser Meldung wartete das Statistische Bundesamt im Februar 2025 auf. Die Zahl der Eheschließungen ist in den vergangenen Jahrzehnten von 750.452 (1950) auf 360.979 (2023) gesunken. Während nach dem Zweiten Weltkrieg je 1000 Einwohner noch 11,0 Ehen geschlossen wurden, sind es heute nur noch 4,3 Ehen.
Autorin: Andrea Reck
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