Ravensburg – Vier Bewerber dürfen offiziell für das Oberbürgermeisteramt in Ravensburg kandidieren. Der Gemeindewahlausschuss hat für die Wahl am Sonntag, 8. März, die Bewerber Daniel Rapp, Roman Urban, Umut Bulut und Samuel Bosch zugelassen. Wahlberechtigt sind am Sonntag, 8. März, rund 39.000 RavensburgerInnen. Gewählt ist, wer mehr als die Hälfte der gültigen abgegebenen Stimmen auf sich vereinigen kann. Sollte dies keinem Bewerber gelingen, wird am 22. März erneut gewählt. Auf den Stimmzettel bei einer möglichen Stichwahl kommen die zwei Personen, die bei der ersten Wahl die höchsten Stimmenzahlen erhalten haben.
Ein Kurzüberblick über die OB-Kandidaten:

Daniel Rapp (53) ist seit 2010 Oberbürgermeister der Stadt Ravensburg und bewirbt sich für eine dritte Amtszeit. Der gebürtige Riedlinger ist promovierter Jurist und CDU-Mitglied, verheiratet und hat einen Sohn. Rapp wird Moderationstalent und Durchsetzungsstärke bescheinigt. Der Kandidat verweist auf die Ergebnisse seiner bisherigen beiden Amtszeiten.

Klimaaktivist Samuel Bosch (23) warf als Letzter seinen Hut in den Ring mit dem Ziel, das Thema Klimaschutz in den Vordergrund zu rücken. Seit fünf Jahren lebt er in einem Baumcamp im Altdorfer Wald, um dort die Rodung der Bäume wegen einer Kiesgrube zu verhindern. Der Baumpfleger aus Schlier wirft dem amtierenden Oberbürgermeister die Missachtung des Ravensburger Klimakonsens vor und sieht sich als Kandidat für „eine schnellere und sozial gerechtere Klimapolitik“.

Roman Urban (46) ist freier Journalist, parteilos und lebt in Baienfurt. Urban hat das Gymnasium in Weingarten besucht und in der Stadt studiert, ohne Abschluss. An Urban scheiden sich die Geister: Unterstützer finden ihn erfrischend, Kritiker sehen in dem schrullig wirkenden Naturfreund einen völkischen Antisemiten, heißt es in der Schwäbischen Zeitung. Foto: Youtube Screenshot

Umut Bulut (29) ist Gastronom. Die Familie Bulut führt seit vielen Jahren das türkische Restaurant „Saray“ in der Grüner-Turm-Straße. Er will sich „für Kinder, Menschlichkeit, Natur und ein echtes Miteinander in unserer Stadt“ einsetzen, erklärt er auf Instagram und nimmt für sich „Ehrlichkeit und Menschlichkeit“ in Anspruch.
So unterschiedlich und exotisch die Herausforderer sind, auffallend ist, dass alle drei wegen der Wichtigkeit von Natur- und Umweltschutz sich motiviert fühlen zu kandidieren.
Autor: Roland Reck
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