Ein Jahr Bürgerrunde Haistergau
Haisterkirch / Osterhofen – Am 19. Februar 2025 gründete sich die Bürgerrunde Haistergau mit diesem, von ihr so formulierten Anspruch: Sachlich, faktenbasiert und unabhängig die Interessen der Menschen im Haistergau im Zuge der Windenergieplanungen zu vertreten. Ein Jahr später zieht die Bürgerrunde Bilanz. Hier der Bericht von Seiten der Bürgerrunde:
Was als lose Initiative engagierter Bürger begann, entwickelte sich innerhalb weniger Monate zu einer strukturierten Organisation mit klarer Aufgabenverteilung. Die Orga-Gruppe entwarf Banner, Flyer und Postkarten, organisierte deren Verteilung und sorgte für eine sichtbare Präsenz im gesamten Haistergau und darüber hinaus.

Neben zahlreichen Gesprächen mit betroffenen Anwohnern wurden intensive Kontakte zu Behörden, zur Stadtverwaltung Bad Waldsee, zu politischen Mandatsträgern auf Landes-, Bundes- und Europaebene sowie zu Vertretern aus Medien und Energiewirtschaft aufgebaut. Mitglieder der Bürgerrunde nahmen regelmäßig an Sitzungen von Gemeinderat und Ortschaftsrat teil und organisierten eine eigene Informationsveranstaltung für den Gemeinderat.
Die Argumente werden gehört
Die Argumente der Bürgerrunde fanden Eingang in Stellungnahmen der Stadt Bad Waldsee. Darüber hinaus wurden Ortstermine durchgeführt, unter anderem im Bereich Mauchenmühle, um konkrete Auswirkungen vor Ort nachvollziehbar zu machen.
Rechtliche Schritte, Eingaben und Stellungnahmen
Parallel dazu läuft die juristische Auseinandersetzung in zwei Verfahren. Hinzu kommen umfangreiche Abstimmungen mit Fachanwälten und Gutachtern sowie zahlreiche Schreiben an politische Entscheidungsträger auf verschiedenen Ebenen.
Medial präsent
Auch medial ist die Initiative präsent. Neben Berichten in regionalen Medien wurde die Arbeit der Bürgerrunde nun auch landesweit wahrgenommen: Ein Vertreter der Initiative war zur SWR-Wahlarena eingeladen, um Fragen an die Spitzenkandidierenden zur Landtagswahl zu stellen (der Vertreterder Bürgerrunde kam dann in der Live-Sendung nicht zu Wort, weil die Moderatoren enderen Themen zuviel Zeit einräumten). Damit erhält das Thema Überlastung ländlicher Räume im Kontext der Windenergieplanung eine zusätzliche öffentliche Plattform.
„Zu nah, zu viele“
Besonders bemerkenswert ist die Dynamik über die Region hinaus: Nach dem Modell der Bürgerrunde Haistergau haben sich inzwischen weitere Bürgerrunden gegründet. Ein Netzwerk entsteht, das sich dem Grundsatz verpflichtet sieht: „Zu nah, zu viele.“
Was als ehrenamtliches Engagement begann, hat für viele Beteiligte den Umfang eines Nebenberufs angenommen. Dennoch betonen die Mitglieder, dass ihr Ansatz bewusst ruhig und sachorientiert bleibe. Ziel sei keine Lautstärke, sondern Wirkung.
Ein Jahr nach der Gründung steht die Bürgerrunde Haistergau damit für eine Form bürgerschaftlichen Engagements, die strukturiert arbeitet, politische Prozesse begleitet und den Dialog sucht – und dabei zunehmend Gehör findet.
www.buergerrunde-haistergau.de
Interessierte Bürgerinnen und Bürger, die sich informieren oder aktiv einbringen möchten, finden weiterführende Informationen sowie den Zugang zur WhatsApp-Gruppe auf der Website der Bürgerrunde unter www.buergerrunde-haistergau.de

Im Haistergau sieht man viele dieser gelben Banner. Foto: Bürgerrunde
Unter “Lesen Sie hierzu auch …” haben wie eine Übersicht über in der Bildschirmzeitung erschienene Artikel zur und von der Bürgerrunde Haistergau zusammengestellt.














