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Auferstehung anschaulich gemacht

In Kreuzthal ist ein Heiliges Grab aufgestellt



Foto: Carmen Notz
Grablegung

Kreuzthal/Eisenbach – Ein 120 Jahre altes historisches Heiliges Grab ist in der Kreuzthaler Kirche St. Martin zu sehen. Durch eine spezielle Mechanik ersteht Christus an Ostern wahrlich über den Köpfen der Gläubigen. Auf diese Weise hat man damals den Gläubigen die Auferstehung von den Toten, von Jesus Christus, der noch zwei Tage zuvor im Grab gelegen hatte, nahe gebracht.

Bei der umfangreichen Kirchensanierung in den Jahren ab 2012 fand sich auf dem Dachboden der Kirche St. Martin ein sogenanntes Heiliges Gab. Das aufwendige Holz-Kunstwerk mit Grab und Auferstehungsengeln lässt durch eine spezielle Mechanik eine Jesus-Figur über dem Grab am Hochaltar wahrlich auferstehen. Die 20 großflächigen Einzelteile kamen um 1900 mit dem Zug vom bayrischen Herstellungsort Pfaffenhofen zum Bahnhof Friesenhofen, um dann ins Kreuzthal transportiert zu werden. So ist es auf der Rückseite des Grabes vermerkt.

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War bis in die 1950er-Jahre im Gebrauch

Der Künstler selbst hat sich nicht verewigt und auch die genaue Jahreszahl der ersten Aufstellung um 1900 ist unbekannt. Mitte der 50-er Jahre wurde das Heilige Grab mit dem Spruch in Frakturschrift „Thuet dieses zu meinem Gedenken“ wohl das letzte Mal in der Kreuzthaler Martinskirche aufgestellt, bevor es auf deren Dachboden kam und in Vergessenheit geriet.

2012 erstmals wieder aufgestellt

Seit 2015 steht das Heilige Grab nun immer ab Gründonnerstag in der Kirche St. Martin, die hoch über den Dörfern Eisenbach (Baden-Württemberg, zu Isny gehörend) und Kreuzthal (Bayern, zu Buchenberg gehörend) thront. Der Grenzfluss ist die Eschach, die hier durchfließt. Das Kunstwerk wurde von der langjährigen Mesnerin Uschi Kolb auf dem Dachboden der Kirche gefunden, zu Ostern 2012 instandgesetzt und erstmals wieder aufgestellt. Durch die langwierige Sanierung der Kirche gab es eine dreijährige Pause bis 2015. Uschi Kolb erinnert sich daran, dass sie als Kind immer total begeistert war, wie der Jesus aus dem Grab auferstand.

Bunte Glaskugeln erinnern an die Glasmacherzeit im Kreuzthal 

Das sogenannte Heilige Grab beinhaltet die Grabesgrotte mit der Darstellung des Leichnams Jesu, die zum Karfreitag und Karsamstag gezeigt wird. „Zum festlichen Ostergottesdienst wird durch einen Mechanismus der Leichnam Jesu verschwinden und es erscheint langsam eine auferstandene Christusfigur und ein erleuchtetes Kreuz, wodurch die Auferstehung sehr anschaulich gemacht wird. Besonders zu erwähnen sind auch die in verschiedenen Farben leuchtenden Glaskugeln, die den bemalten Holzaufbau schmücken und an die Zeit der Glasmacher im Kreuzthal erinnern“, erklärt Uschi Kolb. Die Osternachtfeier mit Osterfeuer vor der Kirche ist am heutigen Karsamstag (30. März) um 21.00 Uhr.

Viele Besucher sind froh, dass die Kreuzthaler Pfarrgemeinde diese alte Tradition aufrechterhält und das Heilige Grab in der Kirche öffentlich zugänglich ist. Am Ostersonntag ist kein Gottesdienst, am Ostermontag, 1. April, ist um 10.30 Uhr Hl. Messe.

www.bistum-augsburg.de/Kreuzthal St. Martin

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Fotos: Carmen Notz

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