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Naturschutzzentrum ruft zur Mitarbeit auf

Kreuzotter-Monitoring im Wurzacher Ried



Foto: NAZ
Die Kreuzotter kann in Moorgebieten wie dem Wurzacher Ried auch ganz schwarz gefärbt sein.

Bad Wurzach – Die Kreuzotter ist eine Schlange der Superlative. Von allen Arten hat sie das nördlichste Verbreitungsgebiet, das sich von Westeuropa bis zum östlichsten Russland erstreckt.

Als Anpassung an die kühleren Temperaturen bringt sie lebende Junge zur Welt. Dennoch wird ihr Anblick in Deutschland immer seltener. Der Verlust ihrer Lebensräume hat der Art in den letzten Jahrzehnten stark zugesetzt. Als kälteliebende Schlangenart ist sie zudem eine Verliererin des Klimawandels. Daher gilt die Kreuzotter in Deutschland inzwischen als stark gefährdet und wurde aus diesem Anlass zum „Reptil des Jahres 2024“ gewählt.

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Um die Population der Kreuzotter in Baden-Württemberg besser einschätzen und auch schützen zu können, hat der Arbeitskreis Kreuzotter im Verein Amphibien-Reptilien-Biotop-Schutz Baden-Württemberg e.V. seit diesem Jahr ein Monitoring ins Leben gerufen, um die Vorkommen aufzuspüren, den Zustand der Populationen zu untersuchen sowie durch die Entwicklung von Schutzmaßnahmen dem Aussterben entgegenzuwirken. Da sich im Wurzacher Ried eines der letzten Refugien der Kreuzotter in Baden-Württemberg befindet, beteiligt sich auch das Naturschutzzentrum Wurzacher Ried an dieser Bestandsaufnahme.

Auch Besucherinnen und Besucher des Naturschutzgebiets können bei der Erfassung der Kreuzotter mitmachen und ihre Sichtungen melden. Nicole Jüngling vom Naturschutzzentrum erklärt die Hintergründe: „Die Kreuzotter ist ein scheues Reptil. Wegen ihrer geringen Bestandsdichte einerseits und der großen Fläche des Wurzacher Rieds andererseits ist sie schwer zu beobachten. Je mehr Augen also in der Natur sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, ein Tier zu sichten. Und je genauer wir die Gebiete kennen, in denen sich die Schlange im Wurzacher Ried aufhält, umso besser können wir diese Art schützen und vor dem Aussterben bewahren“.

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Gute Chancen auf eine Kreuzotter-Sichtung bieten sich derzeit entlang des Radwegs von Bad Wurzach nach Dietmanns. Kurz hinter dem Kurpark hat das Naturschutzzentrum den Gehölzrand in Form von mehreren Buchten aufgelichtet, um für die wechselwarmen Tieren einen Ruheplatz an der Sonne zu schaffen.

Die Kreuzotter kommt in vielen Farbvariationen vor: braun, grau, gelblich, rotbraun, kupferfarben oder olivgrün und jeweils mit dem dunklen Zickzack-Band auf dem Rücken, das am Hinterkopf in einer x-förmigen Zeichnung endet. Im Wurzacher Ried kann die Kreuzotter auch ganz schwarz gefärbt sein. Anhand ihrer senkrecht stehenden Pupillen kann man die Kreuzotter von der Ringelnatter, die runde Pupillen hat und zudem deutliche gelbe Halbmonde an den Kopfseiten aufweist, gut unterscheiden.

Das Naturschutzzentrum Wurzacher Ried nimmt Kreuzotter-Sichtungen mit der Angabe von Ort, Datum sowie einem Foto gerne per E-Mail entgegen unter: naturschutzzentrum@wurzacher-ried.de.

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