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Aus dem Gemeinderat

Der Friedhof im Fokus: Planung wurde vorgestellt



Bad Wurzach – Vor einem Jahr erfolgte an das Landschaftsarchitekturbüro Rau in Ravensburg der Auftrag für eine Entwurfsplanung zur Sanierung des städtischen Friedhofes in Bad Wurzach. Diese liegt nun vor und wurde dem Gemeinderat am Montag vorgestellt.

Das Langfristkonzept wurde vom Friedhofsfachmann Kurt Rau vorgestellt. Aus dem Konzept wurden auch kurzfristige Maßnahmen abgeleitet.

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Maßnahmen für 2024

Für das Jahr 2024 wurden diese Maßnahmen für die Entwicklung/Sanierung des Bad Wurzacher Friedhofes beschlossen:
– Sanierung der Stützmauer
– Sanierung der Treppenanlage
– Ertüchtigung/Sanierung und/oder Ausbau des Wegenetzes 1. und 2. Ordnung
– Neugestaltung des Zugangsbereichs an der südwestlichen Ecke des Friedhofes (Schaffung eines wei- teren Zugangs sowie Verbesserung der Sichtverhältnisse am naheliegenden Kreuzungsbereich)
– Erstellung einer ersten Urnenwand sowie eines muslimischen Grabfeldes
– Begrünung, Anlegen von Staudenbeeten (viele Gräber werden bereits vor Ablauf der Mindestlaufzeit abgeräumt. Diese Flächen sind freizuhalten und können nicht begrünt oder bepflanzt werden.)
– Einführung der Bestattungsmöglichkeit von Urnen an Bäumen.
Das wurde vom Gemeinderates so beschlossen. In den nächsten Jahren werden weitere Projekte erarbeitet und umgesetzt, stets in einzelnen Etappen unter Beteiligung der jeweiligen Gremien.

Friedhofsfachmann präsentierte Langfristkonzept

Kurt Rau präsentierte die Entwurfsplanung in ihren Grundzügen, bemerkte aber auch, dass die Sanierung eine langwierige Geschichte werden wird. Er rechnet mit einem Zeitrahmen von 10 bis 40 Jahren. Zum einen besteht die Notwendigkeit zur Umsetzung durch den Wandel bei den Bestattungen: Die starke Tendenz weg von Sargbestattungen hin zur Urnenbestattung ist auch in Bad Wurzach deutlich spürbar. Aber auch die Verunkrautung der Wege und aufgelassenen Grabfelder erfordern eine hohen Pflegeaufwand.

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Sanierung notwendig

Vieles ist sanierungsbedürftig wie die Treppe zur Aussegnungshalle, die schadhaften Hauptwege und Wegeeinfassungen oder die Stützmauer unterhalb der Leichenhalle. Vieles aber auch ist auch veraltet, wie die Tore, Sitzbänke oder die Ausstattung von Brunnen und Kannenhaltern.

“Baustein für die innerörtliche Naherholung”

Rau sagt: „Die Zukunft bestehender Friedhöfe liegt in der Entwicklung eines parkähnlichen Charakters mit Bereitstellung von angemessen dimensionierten Bestattungsflächen. Ein breites Angebot an Bestattungsformen erhöht die Akzeptanz und Auslastung der Friedhöfe, die zudem einen wichtigen Baustein für die innerörtliche Naherholung darstellen.Die Umsetzung langfristig wirksamer Friedhofsplanungen erfolgt daher in der Regel ‚Zug um Zug‘.“

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Die Frage der Begehbarkeit

Der Architekt spricht bei der Umsetzung von einer Barriere-Armut. Barrierefrei ist wegen der Hanglage mit bis zu 17 Prozent Steigung nicht möglich. Er schlägt für die Nebenwege wegen der besseren Begehbarkeit als Belag verdichteten Kalkschotter von der Alb vor anstelle des bisher allgegenwärtigen Riesel vor.

Er schlägt vor mit der Sanierung des Treppenaufganges zur Aussegnungshalle zu beginnen. Er stellte dafür mehrere Varianten vor, immer mit Blick auf den Erhalt von Linde und Kreuz. Bei der Sanierung der Stützmauer hofft er, dass diese erhalten werden kann. Hier könnte nach der Ertüchtigung eine Urnenwand mit Namenstafeln entstehen. Im oberen unbeschatteten Teil könnte eine weitere Sargbestattung in hangparallelen Grabreihen erfolgen. Größere Brachflächen sollten zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität begrünt werden sowie mit standortgerechten Klima-Bäumen ausgestattet werden.

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Ein Café?

Armin Willburger empfand bestimmte Ausstattungsdetails wie Fahrradladestation und Café  für „über das Ziel hinausgeschossen“. Und den Kalkschotter auf den Nebenwegen für suboptimal, wegen der befürchteteten Anhaftungen an den Schuhen. Rau verteidigte den Vorschlag:„Gut verdichtet ist der Schotter pflegeleichter als der bisherige Riesel. Dass dieser zwingend entfernt werden muss, betonte auch Klaus Schütt in seiner Wortmeldung.

Aktuell wird auf dem Friedhof aus Platzgründen bereits das anonyme/halbanonyme Urnenreihengrabfeld erweitert. Zudem wurde aufgrund von Anregungen aus der Bürgerschaft eine zusätzliche Entsorgungsstelle für Grünmüll im westlichen Bereich des Friedhofes errichtet. Die Kosten dafür sind im laufenden Haushaltsplan enthalten. Für die oben genannten Projekte für das Jahr 2024 sind entsprechende Mittel im Haushalt 2024 angemeldet.

Unter Download finden Sie das reich bebilderte und mit Plänen versehene Konzept der Friedhofsentwicklung

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