Skip to main content
ANZEIGE
Stellungnahme von Seiten der FDP

„Entscheidung gegen Biosphärengebiet ist ein Erfolg kommunaler Selbstbestimmung“



Nachdem der Prüfprozess für das Biosphärengebiet gestoppt ist, sieht die FDP/DVP-Landtagsfraktion von einer Informations- und Diskussionsveranstaltung hierzu ab, die für den 20. November im „Hofgarten“ in Aulendorf mit Gegnern und Befürwortern geplant gewesen war. Der Spitzenkandidat und Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, der forstpolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion, Klaus Hoher, und Daniel Derscheid, örtlicher Landtagskandidat der Liberalen, sehen in dem vorzeitigen Aus des Projekts die frühe FDP-Kritik bestätigt und fordern, die richtigen Lehren aus dem Scheitern dieses Vorhabens zu ziehen. Nachstehend Äußerungen der drei Politiker, uns zugesandt vom Pressesprecher der FDP/DVP-Fraktion im Stuttgarter Landtag:

Dr. Hans-Ulrich Rülke: „Wenige Monate vor der Landtagswahl stoßen die Grünen mit ihrer Naturschutzpolitik auf Ablehnung vor Ort. Nach der kostspieligen Nationalpark-Erweiterung leistet sich die grün geführte Landesregierung nun auch noch einen gescheiterten Prüfprozess für ein Biosphärengebiet mit Kosten von 1,2 Millionen Euro. Dass das Verfahren auf Drängen der betroffenen Kommunen gestoppt wurde, ist nicht nur eine Niederlage der Landesregierung, sondern in erster Linie ein Erfolg der kommunalen Selbstbestimmung. Auch bei diesem grünen Vorzeigeprojekt hat die Landesregierung offenbar vergessen, die Akzeptanz der Menschen vor Ort zu gewinnen, weil zentrale Fragen zu Einschränkungen und Finanzierung lange unklar blieben. In der Konsequenz hat man in der Region viel Vertrauen verspielt.“

Klaus Hoher: „Naturschutz und Landwirtschaft müssen gemeinsam gedacht werden. Während ein Biosphärengebiet in Regionen wie der Schwäbischen Alb oder dem Schwarzwald wertvolle Impulse setzen konnte, waren die Voraussetzungen in Allgäu-Oberschwaben von Anfang an grundlegend anders. Die Region lebt von starken landwirtschaftlichen Betrieben. Zusätzliche Auflagen und das Risiko künftiger Verschärfungen machen ihre Arbeit nicht leichter, sondern teurer und komplizierter. Die Betriebe können Naturschutz selbst umsetzen, wenn man sie lässt und Anreize setzt. In der Konsequenz wäre für die Einrichtung eines Biosphärengebiets mit viel Geld wenig Naturschutz erreicht worden. Statt derartiger Großschutzkonzepte braucht es einen Schulterschluss mit den Betrieben, die auch für unsere Lebensmittelproduktion unverzichtbar sind. So wäre es außerdem auch dem Steuerzahler gegenüber fair.“ 

Daniel Derscheid: „Die zu erwartende, überbordende Bürokratie und die ausufernden Kosten – etwa für zusätzliches Personal – konnten die Menschen nicht für mehr Umweltschutz überzeugen. Für mich als Kandidat der FDP ist klar: Natur- und Umweltschutz darf nicht gegen, sondern muss mit den Menschen vor Ort organisiert und umgesetzt werden. Gerne hätte ich mit den Vertreterinnen und Vertretern von Pro Biosphäre e. V. und der Allianz für Allgäu-Oberschwaben diskutiert, wie unbürokratischer Landschafts- und Naturschutz mit den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Interessen vor Ort vereinbar ist. Trotzdem kommt aus meiner Sicht der Naturschutz nicht zu kurz. Das Landschaftsschutzgebiet Wurzacher Ried ist heute schon das größte zusammenhängende und noch intakte Hochmoor in Mitteleuropa und eines der größten Naturschutzgebiete Baden-Württembergs. Daran wird auch das Aus des Biosphärengebiets nichts ändern.“

Zusammengestellt von Dr. Jan Havlik, Pressesprecher der FDP/DVP-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg

Anm. d. DBSZ-Red.: Stellungnahmen von politischen Vereinigungen enthalten in aller Regel Meinungsbestandteile. Die Redaktion der Bildschirmzeitung akzeptiert ein breites Spektrum an Meinungen. Nicht veröffentlich werden extremistische, persönlichkeitsverletzende oder offensichtlich wahrheitswidrige Äußerungen.

Bevorzugt veröffentlichen wir Leserbriefe / Offene Briefe / Stellungnahmen zu lokalen und regionalen Themen. Aber auch Meinungsäußerungen zu allgemeinen Themen, die die hiesige Leserschaft bewegen, werden gerne entgegengenommen.

Zum Aus für das Biosphärengebiet hat die Bildschirmzeitung bisher folgende Meinungsbeiträge veröffentlicht:

Die Gegner müssen nun konkret werden
Dann fehlt die regionale Bündelung
Die Behauptungen der Allianz eins zu eins übernommen
Auf neuer Basis gute Projekte entwickeln
Die Allianz steht jetzt in der Verantwortung
Die Bürger wurden nicht ausreichend gehört
„Eine vertane Chance für unsere Region“
„Ich bedauere es sehr”
„Den Prüfprozess Biosphärengebiet beenden!”
Das Nein verpflichtet




NEUESTE BEITRÄGE

Lilo Rademacher gestorben

Gerechtigkeit in der Arbeitswelt war ihr Anliegen

Friedrichshafen – Im Januar verstarb Lilo Rademacher. Die Gewerkschafterin wurde 77 Jahre alt. Ein Leben lang kämpfte sie um den Erhalt und die Verbesserung von Arbeitnehmerrechten. Im Nachruf der IG Metall wird die Verstorbene als prägende Persönlichkeit gewürdigt, die sich unermüdlich für Gerechtigkeit in der Arbeitswelt eingesetzt hat:
Polizeimeldung

Radfahrer streifen sich – Unfall

Wangen im Allgäu – Glück hatten zwei Kinder bei einem Radunfall am Montagnachmittag auf einem Geh- und Radweg entlang der L 320 zwischen Hittensweiler und Schwarzenbach. Die beiden waren mit dem Rad nebeneinander unterwegs, als sie sich aus Unachtsamkeit streiften und stürzten. Eines der Kinder stürzte auf die Fahrbahn der Landesstraße, wo ein herannahender Lkw-Fahrer ausweichen und Schlimmeres verhindern konnte.
Mitteilung des Netzwerkes Naturschutz Allgäu-Oberschwaben

Windkraft-Protest beim Besuch des Bundeskanzlers

Ravensburg – Das Netzwerk Naturschutz Allgäu-Oberschwaben, das sich gegen übermäßigen Windkraftausbau im Allgäu und in Oberschwaben einsetzt, ruft zu einer Kundgebung am Rande des Besuches von Bundeskanzler Friedrich Merz am 6. März in Ravensburg auf. Nachstehend die Mitteilung des Netzwerkes:
von Armin Kohler, Netzwerk
veröffentlicht am 3. März 2026
Ver.di hatte Beschäftigte von Waldburg-Zeil-Kliniken aufgerufen

In Neutrauchburg 350 Streikende auf der Straße

Isny / Aulendorf / Bad Waldsee / Bad Wurzach – Für den 2. März hatte die Gewerkschaft ver.di die Beschäftigten der Waldburg-Zeil-Kliniken Bad Saulgau, Parksanatorium Aulendorf, Klinik im Hofgarten Bad Waldsee, Rehaklinik Bad Wurzach, Rehakliniken Neutrauchburg inklusive Service GmbH sowie die Fachkliniken Wangen zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Vor der dritten Verhandlungsrunde zum Vergütungsvertrag VPKA machten die Beschäftigten ihrem Unmut über die bislang ergebnislosen zwei Verhandlu…
4. März, 18.00 Uhr

Gelenk-Arthrose? Knorpel-Verschleiß? Vortrag im Isnyer Kurhaus

Isny / Wangen – Was tun bei Gelenkarthrose? Wie kann man den Knorpelverschleiß konservativ behandeln, wie operativ? Sind Patienten mit künstlichem Knie- und Hüftgelenksersatz wieder völlig schmerzfrei, können sie damit sogar Sport machen? Und wie lange halten Prothesen der neuesten Generation? Dr. Mike Krug, neuer Chefarzt an der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am Westallgäu-Klinikum Wangen und Leiter des dortigen Endoprothetikzentrums der Maximalversorgung (EPZmax), wird diese und …

MEISTGELESEN

Ausführlicher Bericht

Bad Wurzach lehnt Biosphärengebiet ab

Bad Wurzach (dbsz) – Bad Wurzach steigt aus dem Prüfprozess zur Schaffung eines Biosphärengebietes in Oberschwaben aus. Mit 17 zu 4 Stimmen wurde am Montagabend (13.10.) in der Gemeinderatssitzung der Antrag der CDU-Fraktion angenommen. Ein Antrag der zweiköpfigen Fraktion der Grünen auf Vertagung einer Beschlussfassung wurde mit derselben Mehrheit abgelehnt. Die Entscheidung Bad Wurzachs gilt als schwerer Rückschlag für den Prozess, verfügt die Stadt doch mit dem Wurzacher Ried über ein Herz…
Argenbühl

Landwirt durch Bullen schwer verletzt

Argenbühl – Zu einem unglücklichen Arbeitsunfall kam es am Freitag (27.2.) um 17.25 Uhr, als auf einem Rinderhof in Ratzenried ein Landwirt bei Stallarbeiten durch einen Bullen gegen eine Metallbrüstung gedrückt und dabei schwer verletzt wurde.
Ab jetzt kann man abstimmen

Bad Wurzach im Rennen um Deutschlands schönsten Wanderweg 2026

Bad Wurzach – Seit dem 2. März läuft die bundesweite Publikumswahl um den Titel „Deutschlands schönster Wanderweg 2026“. Der „Moor-Weg – Ried pur erleben“ in Bad Wurzach ist offiziell nominiert und zählt zu den zehn besten Tagestouren Deutschlands.
Austausch-Treffen zum Projekt „Seelsorge in neuen Strukturen“ in Ulm

Die konkrete Gestaltung der Kirchorte ist eine offene Frage

Ulm / Bad Waldsee – Mehr Zeit für die Bildung der neuen Groß-Pfarreien war eine Forderung beim Austausch zum diözesanen Projekt „Seelsorge in neuen Strukturen“. Dazu waren am 17. Januar über 50 hauptberuflich und ehrenamtlich Engagierte aus allen Regionen der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Ulm-Söflingen zusammengekommen. In der Kritik stand auch die Kommunikation der Diözese. Hier erwarteten die mehrheitlich aus Kirchengemeinden kommenden Teilnehmenden mehr Transparenz und Dialog. Das Austau…
Auszeichnung für Klavierspieler Reinhold Kraft

Anerkennung für einen Nichtaufgeber

Leutkirch / Kißlegg – Eine frohe Meldung kommt von Musiker, Buchautor und Hobbykoch Reinhold Kraft. Die Künstler-Agentur Körver Music, bei der er eingeschrieben ist, hat ihm mitgeteilt, er sei zum „Künstler des Monats” gewählt worden. „Das freut ich mich sehr“, sagt Reinhold Kraft, der seit 15 Jahren – nach einem Schlaganfall – nur noch mit der linken Hand klavierspielen kann. Er hat sich diese Fähigkeit alleine angeeignet und darüber ein Buch geschrieben sowie eine Homepage gestaltet.

TOP-THEMEN

Friedrichshafen – Im Januar verstarb Lilo Rademacher. Die Gewerkschafterin wurde 77 Jahre alt. Ein Leben lang kämpfte…
Bad Wurzach – Seit dem 2. März läuft die bundesweite Publikumswahl um den Titel „Deutschlands schönster Wanderweg 202…
Ulm / Bad Waldsee – Mehr Zeit für die Bildung der neuen Groß-Pfarreien war eine Forderung beim Austausch zum diözesan…

VERANSTALTUNGEN