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Leserbrief

Die Allianz steht jetzt in der Verantwortung



Zum Aus für das Biosphärengebiet Oberschwaben schreibt Peter Holl aus Ingoldingen (14.11., 10.33 Uhr):

Die „Allianz“ der Gegner hat sich mit ihrer Gesinnung durchgesetzt. Wider jeglicher Vernunft und die Ansprüche an die Lebensbedürfnisse und -bedingungen künftiger Generationen. Sie wollen den Status quo erhalten und haben dabei nicht vor Augen, dass Natur und Artenvielfalt seit Beginn der Industrialisierung der Landwirtschaft einen dramatischen, lebensbedrohlichen Rückgang erleben müssen. Einen Rückgang, der das Überleben vieler Arten gefährdet, nicht respektierend, dass auch der Homo sapiens (der anatomisch moderne Mensch, als einzige noch lebende Art der Gattung Homo) auch nur eine der Abermillionen Arten – wenn auch vor Arroganz strotzende – auf der Erde ist und damit gleichermaßen bedroht. Der Klimawandel könnte uns endgültig den Rest geben, die Dinos lassen grüßen.

Es ist zutiefst undemokratisch, Information und öffentliche Bürgerbeteiligungen durch Anträge frühzeitig abzuwürgen. Auch wenn das rechtlich möglich erscheint, so sollten sich die Akteure fragen, ob sie damit noch den Willen der Mehrheit der Bürgerinnen/Bürger, die sie gewählt haben, vertreten. Frühzeitige Informationen pro Biosphäre und anschließende Bürgerentscheide hätten möglicherweise eine andere Einstellung in der Bevölkerung und ein anderes Ergebnis bewirkt, aber der Bürgerwille war im „Ländle“ nicht gefragt. Den Gegnern wurde teils mit der Argumentation, neutral zu bleiben, das Spielfeld überlassen. Der Politik ist vorzuwerfen, diese basisdemokratische Möglichkeit „Bürgerentscheide“ nicht von vornerein in Betracht gezogen zu haben.

Um das vorzeitige Ende des Biosphärengebietes mit den Worten Konstantin Weckers zu beleuchten: „Immer noch werden Hexen verbrannt, auf den Scheitern der Ideologie. Und da kann man als Guter und die Augen voll Sand in die heiligen Kriege ziehn“.
„Angst ist die Flamme unserer Zeit und die wird fleißig geschürt. Sie verbrennen dich mit ihren Zungen und ihrer Ignoranz“.
Derweil tragen sie noch immer mit dem „C“ im Namen das Kreuz voran. Willkommen im Mittelalter!

Wie auch immer, mit der Entscheidung müssen alle leben, allerdings: Die Allianz steht jetzt vorrangig in der Verantwortung, bessere Alternativen zum nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt und Natur und für mehr Lebensqualität in unserer oberschwäbischen Region anzubieten.
Peter Holl, Ingoldingen

Anm. d. DBSZ-Red.: Leserbriefe sind Meinungsäußerungen. Die Redaktion der Bildschirmzeitung akzeptiert ein breites Spektrum an Meinungen. Nicht veröffentlich werden extremistische, persönlichkeitsverletzende oder offensichtlich wahrheitswidrige Äußerungen.

Bevorzugt veröffentlichen wir Leserbriefe / Offene Briefe / Stellungnahmen zu lokalen und regionalen Themen. Aber auch Meinungsäußerungen zu allgemeinen Themen, die die hiesige Leserschaft bewegen, werden gerne entgegengenommen.




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