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Festgottesdienst in St. Verena

Pfarrer Norbert Wahl feierte diamantenes Priesterjubiläum



Foto: Uli Gresser
Ein Leben im Dienst des Herrn: Norbert Wahl am Altar. Neben ihm sein Bruder Wilhelm Wahl (war lange Stadtpfarrer in Wangen).

Bad Wurzach – Vor 60 Jahren wurde der gebürtige Spaichinger Norbert Wahl in Bad Cannstatt zum Priester geweiht. Norbert Wahl war 17 Jahre von 1992 bis 2009 Stadtpfarrer in Bad Wurzach, ist Ehrenbürger der Stadt und bei jedem Hochfest wie zum Beispiel beim Heiligblutfest in Bad Wurzach präsent. Am vergangenen Sonntag (30.6.) feierte er in St. Verena sein Diamantenes Priesterjubiläum. Gekommen waren viele Freunde und Weggefährten – so auch Alt-Ministerpräsident Erwin Teufel. Seine Bad Wurzacher bereiteten ihm ein wunderschönes Fest. Den Festgottesdienst umrahmte der Kirchenchor mit der “Spatzenmesse” von Mozart.

Pfarrer Norbert Wahl, inzwischen 85 Jahre alt, verbringt seinen Ruhestand in Tutzing am Starnberger See. Schon als Teenager wusste er, dass er einmal einen geistlichen Beruf ergreifen werde, in seiner Zeit als Ministrant und Chorsänger hatten ihn die Vikare und Kapläne dafür begeistert. Die Jugend sei ihm immer am Herzen gelegen, es sei ihm auch immer leicht gefallen, mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Das geschehe auch heute noch, wenn er seine ausgedehnten Spaziergänge am Ufer des Starnberger Sees macht.

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Die Konzelebranten

Gemeinsam mit den Salvatorianer-Patres P. Konrad Werder, P. Eugen Kloos, P. Bernhard Eisele, Stadtpfarrer Stefan Maier und seinem Bruder Wilhelm Wahl als Konzelebranten feierte er nun in Bad Wurzach einen großen Festgottesdienst in seiner zweiten Heimat, der er insgesamt schon mehr als die Hälfte seiner Priesterjahre eng verbunden ist. Denn nach seinem Eintritt in den Ruhestand kommt er seit nunmehr 15 Jahren bei Hochfesten wie etwa Fronleichnam oder Heilig-Blut-Fest an seine alte Wirkungsstätte.

Namhafter Schulfreund

Neben der Familie des Jubilars war auch der ehemalige Ministerpräsident Erwin Teufel (Bild, in der Mitte) nach Bad Wurzach gekommen, mit dem Norbert Wahl einst gemeinsam die Schulbank gedrückt hatte.

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Auch der ehemalige Landrat des Landkreises Ravensburg Kurt Widmaier (Bild, mit Ehefrau) oder der frühere Landesminister Rudolf Köberle waren zum Gottesdienst und dem anschließenden Empfang ins Pius-Scheel-Haus gekommen.

Minister a. D. Rudolf Köberle. Neben ihm Alt-Landrat Kurt Widmaier (rechts) und Klaus Schütt (links), ehrenamtlicher Bürgermeister-Vertreter Bad Wurzachs.

Händels Halleluja

Den musikalischen Part des Gottesdienstes übernahm der Kirchenchor von St. Verena unter der Leitung von Robert Häusle, der Norbert Wahl zu Ehren gemeinsam mit einem elfköpfigen Orchester die Mozart’sche “Spatzenmesse” zur Aufführung brachte. Zum Höhepunkt der Messe erklang das jubilierende Händelsche Halleluja.

In freier Rede

Norbert Wahl ging in seiner in freier Rede gehaltenen Predigt auf die „dramatisch lange“ Zeitspanne seines Priestertums ein, in der es große gesellschaftliche Umbrüche und auch in der Kirche große Umbrüche gegeben hatte. So fiel seine Priesterweihe in die Zeit des Zweiten vatikanischen Konzils, über dessen Entwicklung er dank des Bischofs und seines Lehrers, eines gewissen Professors Hans Küng, Dinge erfuhr, „die nicht in der Zeitung standen.“ “Theologie wurde zum Fest des Heiligen Geistes und – nachdem ein Sturm den Staub vieler Jahrhunderte aus der Kirche geblasen hatte – kam ein junges sympathisches Gesicht zum Vorschein”, resümierte der Prediger. Den Jesuiten-Pater Mario von Galli habe die Freude darüber zu dem legendären Ausruf veranlasst: „Mensch, Kirche, was bist du schön!“ Doch aus dem Sturm sei inzwischen eine Flaute geworden, der sonntägliche Gottesdienstbesuch sei dramatisch zurückgegangen: von 50 Prozent nach dem Krieg über 20 Prozent in den Neunziger-Jahren und jetzt auf nur noch 10 Prozent.

„Es macht sich eine gewisse Gleichgültigkeit der Kirche gegenüber bemerkbar, ebenso eine Müdigkeit und Frustration.“ Männer und Frauen hätten sich bemüht, neue Wege für die Kirche zu finden, seien aber von Rom abgeblockt worden, wie er aus eigener Erfahrung weiß. Zwei Jahre habe man 1982 einen neuen synodalen Weg gesucht, das Ergebnis an Rom weitergegeben – und nicht einmal eine Antwort bekommen. „Wohl uns mit unseren Problemen, wenn die Kirche trotzdem lebt. Das ist doch der beste Beweis, dass Jesus Christus lebt!“

Lange Jahre Dekan gewesen

Nach seiner Priesterweihe am 18.Juli 1964 durch den damaligen Diözesanbischof Bischof Carl-Joseph Leiprecht (einem gebürtigen Hauerzer!) war Norbert Wahl zunächst Vikar in Nürtingen und in Heilbronn gewesen. Ab 1971 war er Pfarrer in Göppingen und auch lange Jahre Dekan (auch in seiner Wurzacher Zeit war er Dekan). Als er dann nach Bad Wurzach wechseln sollte und wollte – er kannte einige der Salvatorianer-Patres vom Gottesberg – da wollte ihm die Diözese einen Strich durch die Rechnung machen und ihn nach Saulgau schicken. Wogegen er sich erfolgreich wehrte, hatte er doch schon gemeinsam mit seiner Mutter einen schönen Tag in Bad Wurzach verbracht, wo es ihm ausgesprochen gut gefallen hatte”, sagte der Jubilar in seiner Dankesrede beim Empfang im Gemeindehaus.

“Ad multos annos”

Der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates von St. Verena, Karl-August Mohr, sagte beim Empfang, die Kirchengemeinde St. Verena und die Seelsorgeeinheit Bad Wurzach freuten sich sehr, dass er dieses Fest in Bad Wurzach feiere und „uns somit an Deinen 60 Jahren Priestertum teilhaben lässt. Feiere und lass Dich feiern – und ad multos annos (auf viele weitere Jahre)!“

Bürgermeisterin würdigte Wahls Wurzacher Zeit

Bürgermeisterin Alexandra Scherer verglich in ihrem Grußwort das Leben als Priester mit dem Eheversprechen. „Sie haben sich vor 60 Jahren dauerhaft Gott verschrieben und versehen noch immer mit großer Hingabe Ihren Dienst.“ Es sei eine große Freude, dass er sein Diamantenes Jubiläum in Bad Wurzach feiere, wo er viele Jahre segensreich gewirkt hatte. Sie erwähnte auch die Verdienste, die sich Norbert Wahl im Partnerschaftsverein um die Partnerschaft mit Luxeuil-les-Bains erworben hatte.

Priester-Brüder: Norbert und Wilhelm Wahl beim Verlassen der Kirche.

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Fotos: Uli Gresser

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