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Jahreshauptversammlung

Heimatpfleger des württembergischen Allgäus trafen sich in Bad Wurzach



Foto: AG Heimatpflege im württembergischen Allgäu e.V.
Stephan Wiltsche (rechts), der Vorsitzende der Heimatpflege im württembergischen Allgäu, moderiert die Jahreshauptversammlung. In der Mitte Roland Sauter, Kassier des Vereins. Links Georg Zimmer, einst Vorsitzender der Heimatpflege Leutkirch.

Bad Wurzach – Die Arbeitsgemeinschaft Heimatpflege im Württembergischen Allgäu e. V. hat in Bad Wurzach ihre Jahreshauptversammlung abgehalten. Stephan Wiltsche, im Vorjahr zum Vorsitzenden in der Nachfolge des Wangener Alt-OB Dr. Jörg Leist gewählt, gab Rechenschaft über das vergangene Vereinsjahr.

Im ehemaligen Kloster Maria Rosengarten verwies er auf die Schwerpunkthemen der Arbeitsgemeinschaft Heimatpflege im Jahr 2023. So wurde die Aktion „Hofbaum“ mit Unterstützung der Volksbank Allgäu-Oberschwaben weitergeführt. Die Homepage des Vereins wurde weiterentwickelt. In Vorträgen und Exkursionen ging es um das Verschwinden der Allgäuer Baukultur und die Transformation einer Kulturlandschaft. Zudem überlegen die Verantwortlichen der AG, wie die Nutzung des Projekts „Kulturguterfassung“ für eine breitere Öffentlichkeit möglich sein kann und stellten die Frage, wie etwa mit den historischen und geologischen „Themenwegen“ weiter verfahren werden soll. In zahlreichen Vorstandssitzungen und Gesprächsrunden, auch mit Verantwortlichen aus Bayern, wurden zudem weitere Kooperationen geplant.

Bad Wurzachs Bürgermeisterin Scherer stellt ihre Stadt vor

Noch vor dem Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden stellte die Wurzacher Bürgermeisterin Alexandra Scherer die 15.000-Einwohnerstadt Bad Wurzach als lebendige und vielfältige Stadt, die flächenmäßig mit 182 Quadratkilometern deutlich größer als das Fürstentum Liechtenstein ist, wenn auch „nicht ganz so reich“, wie Scherer schmunzelnd anfügte; stolz stellte sie die Kurstadt als Gesundheitsstandort mit dem „modernsten Moorheilbad Deutschlands“ vor.

In einem weiteren Grußwort hob der Eglofser Karl Milz als Vorsitzender des „Heimatbunds Allgäu e.V.“ mit Sitz in Kempten die gute Zusammenarbeit mit der AG Heimatpflege im Württembergischen Allgäu auf dem „weiten Feld der Heimatpflege“ hervor.

“Naturschutz und Heimatpflege berühren sich”

Zum Auftakt der Jahreshauptversammlung führte der Leiter des Naturschutzzentrums Wurzacher Ried, Dr. Siegfried Roth, die 47 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jahreshauptversammlung durch die Ausstellung „MoorExtrem“ und hielt noch vor den Regularien der Versammlung einen Fachvortrag zum Thema „Berührungspunkte von Naturschutz und Heimatpflege“, den er mit der Aufforderung „lond it luck“ an die Ortsheimatpfleger und Mitglieder des Vereins abschloss.

Im Kassenbericht ging der „Kassier“ und Bürgermeister von Argenbühl, Roland Sauer, auf die akkurat geordneten Finanzen des Vereins ein; Kassenprüfer Ulrich Mauch, Bürgermeister a. D. der Stadt Wangen im Allgäu, attestierte dem Kassier auch im Namen seines Kollegen, des Isnyer Bürgermeisters Rainer Magenreuter, eine tadellose Arbeit. Dabei verwies er darauf, dass insbesondere die sehr erfolgreich angelaufene Aktion „Hofbaum“ nicht nur eine logistische, sondern auch eine finanzielle Herausforderung im Jahr 2022 darstellte.

Windkraft für die Heimatpfleger ein Thema

Nach der einstimmigen Entlastung des kompletten Vorstands und der Vorstellung des „Gestaltungsleitfadens für Wohnbauten im württembergischen Allgäu“ durch Ortsbaumeister Hans-Peter Hege und Bürgermeister a. D. Georg Zimmer stellte der Vorsitzende Stephan Wiltsche die Themen für die Jahre 2024/2025 vor, wobei er unter anderem die Weiterarbeit an der digitalen Inventarisierung der Westallgäuer Kulturlandschaft, Stellungnahmen zu Baukulturverlust und Windkraftnutzung in unserer Kulturlandschaft, die Baumpflanzaktion im Jahr 2024, die Vorstellung des Projekts „Wegzeichen Oberschwaben“ und das nahende Bauernkriegsjubiläum 2025 nannte.

Im Gespräch mit der Bildschirmzeitung äußerte sich Heimatpfleger Stephan Wiltsche kritisch zum Ausbau der Windkraft im württembergischen Allgäu.
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Fotos: AG Heimatpflege im württembergischen Allgäu e.V.

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