Skip to main content
ANZEIGE
Leere Lager in Rumänien und der Ukraine

Die Malteser Hilfsdienste Ravensburg-Weingarten bitten um weitere Hilfe



Foto: Norbert Scheffler
In der Küche des Binnenflüchtlingslagers bei Beregowo werden die in Satu Mare eingekauften Lebensmittel von den Maltesern angeliefert.

Weingarten – „Unsere Lager sind leer! Wir können nichts mehr ausgeben! Bitte, könnt Ihr uns helfen?“, so der unisono Hilferuf von Tünde Hnatik von den Maltesern in Beregowo/Ukraine und Gergö Hegedüs vom rumänischen Hilfsdienst SAMR in Satu Mare. Zwischen beiden Städten besteht nicht nur eine kommunale Partnerschaft, auch die beiden Malteser Hilfsdienste arbeiten eng partnerschaftlich zusammen.

Dass die Hilfen für die Menschen in der Ukraine, ob auf der Flucht in den Westen oder in die vielen Binnenflüchtlingslager, deutlich nachlassen, haben Norbert Scheffler, hiesiger Stadtbeauftragter der Malteser und Diözesanauslandsbeauftragter, und seine Kollegin Nicole Lichanin schon wenige Monate nach dem Kriegsausbruch Ende Februar 2022 feststellen können. „Schon 2023 waren die Lager beidseits der rumänisch-ukrainischen Grenze ziemlich leer“, berichtet Lichanin. „Schon damals kamen die ersten Hilferufe nach unserer weiteren Unterstützung“.

Mehrfach konnten sich Scheffler und Lichanin vor Ort in den Lagern umschauen und sich von der Situation überzeugen. Besonders prekär war die Lage in einem Binnenflüchtlingslager nahe Beregowo. „Die dortige Küche lebt ausschließlich von Lebensmittelspenden, wie alle anderen Flüchtlingslager auch. Die Kosten für Strom und Gas übernimmt der Staat, alles andere sind Spenden. So muss die Küche mit dem auskommen, was sie haben. Es gab zum Beispiel ein Vierteljahr kein Brot. Die H-Milch, die wir damals brachten, war hoch willkommen“, so Scheffler und Lichanin.

ANZEIGE

Angefordert werden insbesondere Konserven jeglicher Art, wie Mehl, Reis, Nudeln, Inkontinenzartikel, Reinigungsmittel und jetzt für Ostern auch Süßigkeiten für die Kinder. „Wir wollen jetzt aber keine Sammelaktion starten! Was am besten hilft, sind Geldspenden mit denen wir vor Ort im Großmarkt in Satu Mare entsprechende Gebinde mit unseren Partnern einkaufen können“, weist Scheffler eindringlich hin. „So war es uns bereits im September möglich, vierzehn Paletten Lebensmittel in Satu Mare einzukaufen. Dies ist deutlich effizienter, da wir dazu weniger Helfende brauchen und Transportkosten sparen“.

Die dringend benötigten Hilfsgüter werden dann mit Kleintransportern von den Maltesern in Beregowo aus Satu Mare abgeholt. Unterstützung erfahren die ukrainischen Malteser dann von einem ungarischen Angehörigen des Malteser-Ordens. Hier zahlt sich der Diplomatenstatus des Ordensangehörigen aus. Die Zollabwicklung, auch für Hilfsgüter, hat sich seit 1. Dezember 2023 dramatisch erschwert. So muss jede Einfuhr in die Ukraine vierzehn Tage vorher beim Zoll online mit genauen Stückzahlen angemeldet werden. Dank dem Diplomatenausweis sind so bis zu drei Fahrten am Tag ohne große Kontrollen möglich.

ANZEIGE

Malteser Spendenkonto:
Kreissparkasse Ravensburg
IBAN: DE47650501100048050610
BIC: SOLADES1RVB
Verwendungszweck: Ukrainehilfe Satu Mare

Nach dem Einkauf im Großmarkt von Satu Mare präsentieren Nicole Lichanin und Norbert Scheffler einen Teil der Hilfsgüter für die Malteser in Beregowo. Foto: Gergö Hegedüs
Die freien Palettenstellplätze zeugen vom leeren Lager der Malteser in Satu Mare, Foto: Norbert Scheffler

Nicole Lichanin, Auslandskoordinatorin, (Bildmitte) hilft den Helfern der Sathmarer Malteser bei der Konfektionierung von Hilfsgütern für die Ukraine, Foto: Norbert Scheffler



NEUESTE BEITRÄGE

Nach versuchtem Überfahren eines Polizeibeamten

Tatverdächtiger in Untersuchungshaft

Rvensburg – Der 46-jährige Tatverdächtige, dem vorgeworfen wird, am Sonntagabend (7.12.) versucht zu haben, einen Polizeibeamten zu überfahren und dadurch seine Flucht zu ermöglichen, sitzt zwischenzeitlich in Untersuchungshaft.
Die Kirchenwahl in der Evangelischen Landeskirche

Isabelle Nägele, Matthias Pfizenmaier,  Eva Militz und Philipp Jägle sind Synodale

Stuttgart / Ravensburg – Die Kirchenwahl 2025 in Württemberg ist gelaufen. Sie brachte Überraschungen, Enttäuschungen, Erkenntnisse. Gewählt wurden für sechs Jahre 7000 Kirchengemeinderäte sowie 90 Mitglieder der Landessynode. Aus dem Wahlkreis Biberach/Ravensburg wurden in die Landessynode bei den Laien gewählt: Isabelle Nägele (Offene Kirche), 7264 Stimmen; Matthias Pfizenmaier (Lebendige Gemeinde), 6296 Stimmen;  Eva Militz (Offene Kirche), 5587 Stimmen. Gewählt bei den Theologen: Phi…
Die beiden Gebetsvereinigungen bestehen seit mehr als 300 Jahren

Die Kapelle in Osterhofen ist die Heimstatt zweier Bruderschaften

Osterhofen – Die wiedereröffnete Kapelle in Osterhofen ist die Heimstatt zweier aus der Barockzeit stammender Bruderschaften, die nach wie vor blühen und über keinerlei Nachwuchssorgen klagen. Es sind die Ältere Marianische Bruderschaft von 1702 und die Jüngere Marianische Bruderschaft von 1718.
11. Dezember, Gaisbeuren

Bauernverband Allgäu-Oberschwaben hat Versammlung

Gaisbeuren – Der Bauernverband Allgäu-Oberschwaben trifft sich am Donnerstag, 11. Dezember, um 20.00 Uhr zu seiner Jahreshauptversammlung im Dorfgemeinschaftshaus in Gaisbeuren. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Gespräche mit Vertretern der Politik, Geschäftsberichte und ein Gastvortrag von Georg Hutter, einem EDV-Referenten beim bayerischen Bauernverband, zum Thema „KI als Turbo fürs Bauernhofbüro: Digitalisierung, die wirklich Zeit spart“.
Geballte Kleinkunst-Performance

“Kultur am See” bietet abwechslungsreiches Programm 2026

Bad Waldsee – Geballte Kleinkunst-Performance, sieben abwechslungsreiche Veranstaltungen im nächsten Halbjahresprogramm auf der Bühne im Haus am Stadtsee – das ist „Kultur am See“, die Waldseer Kleinkunstreihe: Musik-Comedy, Kabarett, Comedy – „da sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein“, hoffen Hans Ehinger und Roland Metzler, die beiden Vorsitzenden von Spektrum K e.V. Mit ihren langjährigen, erfolgreichen Kontakten schmieden sie jedes Halbjahr aufs Neue ein unterhaltsames Programm an W…

MEISTGELESEN

Ausführlicher Bericht

Bad Wurzach lehnt Biosphärengebiet ab

Bad Wurzach (dbsz) – Bad Wurzach steigt aus dem Prüfprozess zur Schaffung eines Biosphärengebietes in Oberschwaben aus. Mit 17 zu 4 Stimmen wurde am Montagabend (13.10.) in der Gemeinderatssitzung der Antrag der CDU-Fraktion angenommen. Ein Antrag der zweiköpfigen Fraktion der Grünen auf Vertagung einer Beschlussfassung wurde mit derselben Mehrheit abgelehnt. Die Entscheidung Bad Wurzachs gilt als schwerer Rückschlag für den Prozess, verfügt die Stadt doch mit dem Wurzacher Ried über ein Herz…
Gesehen von Eva Zitzl

Drei Engel beim Bad Waldseer Rathaus-Advent

Diese drei Weihnachtsengel hat unsere Leserin Eva Zitzl beim Bad Waldseer Rathaus-Advent gesehen. Sie waren am 5. Dezember im Schlepptau des Nikolauses. In Bad Waldsee geht jeden Tag im Advent am Rathaus um 17.00 Uhr ein Türchen auf und es gibt ein adventliches Programm (am Heiligen Abend um 11.00 Uhr). Das Programm wird täglich von der Bildschirmzeitung in der Ausgabe “Der Waldseer” angekündigt.
Das renovierte Barockjuwel ist wieder zugänglich

Freudenböller zur Wiedereröffnung der Kapelle in Osterhofen

Osterhofen – Der 2. Adventssonntag 2025 wird mit der Wiedereröffnung der Kapelle nicht nur in der Geschichte von Osterhofen, sondern auch in der ganzen Region Bad Waldsee einen besonderen Stellenwert einnehmen. Denn hier vor Ort zeigte sich, wie dank des außergewöhnlichen Engagements vieler Unterstützer und Befürworter des Sanierungsprojekts „Kapelle Mariä Opferung“ ein kunsthistorisches sakrales Kleinod zu neuem Leben erweckt werden konnte.
mit Bildergalerie
veröffentlicht am 9. Dezember 2025
Die beiden Gebetsvereinigungen bestehen seit mehr als 300 Jahren

Die Kapelle in Osterhofen ist die Heimstatt zweier Bruderschaften

Osterhofen – Die wiedereröffnete Kapelle in Osterhofen ist die Heimstatt zweier aus der Barockzeit stammender Bruderschaften, die nach wie vor blühen und über keinerlei Nachwuchssorgen klagen. Es sind die Ältere Marianische Bruderschaft von 1702 und die Jüngere Marianische Bruderschaft von 1718.
Klarer Wahlsieg für den 21-jährigen Bad Wurzacher

Jan Jäckel zum Bürgermeister in Asselfingen gewählt

Bad Wurzach / Asselfingen (rei) – Der Name Jäckel ist in Bad Wurzach ein Begriff: Stefan Jäckel ist Personalchef der Stadtverwaltung. Jetzt wissen auch die Bürger der Gemeinde Asselfingen (bei Ulm) etwas mit dem Namen anzufangen: Jan Jäckel heißt ihr neugewählter Bürgermeister. Er ist der Sohn des Bad Wurzacher Amtsleiters und er ist erst 21 Jahre alt. Mit 84 Prozent gewann der Verwaltungsstudent die Wahl in der am Rande der Schwäbischen Alb gelegenen 1000-Einwohner-Gemeinde klar. Jan Jäckel …

TOP-THEMEN

Osterhofen – Der 2. Adventssonntag 2025 wird mit der Wiedereröffnung der Kapelle nicht nur in der Geschichte von Oste…
Steinhausen a. d. Rottum – Unser Reporter Hans Reichert hat bei einer Treibjagd mitgemacht. Als Treiber, nicht als Jä…
Augsburg / Leutkirch (rei) – Große Ehre und Anerkennung für Erwin Roth: Der in Ausnang lebende Künstler und Restaurat…

VERANSTALTUNGEN