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Information der AOK

Demenz erkennen und Hilfen annehmen



Region Bodensee-Oberschwaben – Nicht jede Vergesslichkeit unterliegt einer demenziellen Erkrankung – zum Glück – und Altersvergesslichkeit ist nicht gleich Demenz. 

Doch wie können Betroffene und Angehörige einen guten Umgang finden, wenn die Erkrankung auftritt bzw. voranschreitet. Erst einmal die gute Nachricht: Die AOK-Auswertung der Behandlungszahlen von Demenzerkrankten in der Region Bodensee-Oberschwaben verzeichnen einen leichten Rückgang. Untersucht wurde der Zeitraum zwischen 2018 und 2022. Erfasst wurden die Daten AOK-Versicherter, deren Erkrankungen ärztlich hinterlegt wurden.

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So waren in 2018 4.775 Menschen, die bei der AOK Baden-Württemberg in der Region Bodensee-Oberschwaben versichert waren, an der Demenz erkrankt, was einem Versichertenstand von 2,10 Prozent entspricht, im Gegensatz zu 2022, hier waren es nur noch 4.073 Personen, d.h. 1,69 Prozent aller Versicherten litten an einer Demenz.

Demenz versteht sich als Oberbegriff für verschiedene Erkrankungen, in denen die kognitiven Fähigkeiten, also die Verarbeitung bestimmter Prozesse im Gehirn nachlassen. Beeinträchtigt werden können auch emotionale und soziale Fähigkeiten. Zu einer der bekanntesten Formen gehört die Alzheimer-Erkrankung, die den größten Anteil ausmacht.

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Ernährung und Bewegung

Wissenschaftliche Studien legen nahe, dass gesunde Ernährung – mediterrane Kost, Bewegung und Gedächtnistraining die Demenz hinausschieben können. Eine Heilung der Erkrankung ist bisher noch nicht erforscht. Doch Vorbeugen ist möglich, denn ein Zusammenhang zur eigenen Lebenshaltung ist wahrscheinlich. „Jeder kann vorbeugen“, erklärt Markus Packmohr, Geschäftsführer der AOK – Die Gesundheitskasse Bodensee-Oberschwaben und ergänzt: „Wer bestehendes Übergewicht abbaut, beziehungsweise mit dem Rauchen aufhört, kann das Risiko für eine Demenzerkrankung senken. Auch eine frühzeitige und konsequente Behandlung von Bluthochdruck, Diabetes mellitus und Fettstoffwechselstörungen kann das Erkrankungsrisiko positiv beeinflussen.“

Nur was tun, wenn der Partnerin oder dem Partner öfters das Gedächtnis versagt und der Schreck für die Angehörigen groß ist? Gemeinsam darüber sprechen und erst einmal mit dem Facharzt abklären, kann dabei enorm hilfreich sein, um die Ängste zu nehmen und wirklich sicher zu gehen, worin die Ursache liegt. Dr. Alexandra Isaksson, Fachärztin für Psychiatrie bei der AOK Baden-Württemberg erläutert dazu: „Die Diagnostik dient vor allem dazu, mögliche behandelbare Ursachen der Gedächtnisprobleme wie zum Beispiel Vitaminmangelzustände, Infektionen, Schilddrüsenerkrankungen oder Tumore zu erkennen bzw. auszuschließen.“

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Förderlich für demenziell erkrankte Menschen ist, sie zum Beispiel in ihrem Selbstwert zu stärken. Wenn die Angehörigen merken, dass ein Familienmitglied geistig abbaut, braucht es eine positive Aufmerksamkeit. Hilfreich wäre, zu schauen, was ihm oder ihr Freude macht. Das kann Bewegung sein, Spielen und gemeinsame Aktivitäten, die Spaß machen, ebenso ist es wichtig sie in Gespräche einzubeziehen. Gleichzeitig gilt es darauf zu achten, dass der oder die Betroffene vielleicht mehr Ruhepausen braucht, d. h. nicht überfordert wird oder umgekehrt die Person eher bei Geselligkeit aufblüht und manchmal braucht es Beides. Jeder Mensch ist anders und dies gilt es zu berücksichtigen.

Mitunter werden die Angehörigen unter eine starke Belastungsprobe gestellt, denn oft gilt es geduldig mit den Liebsten umzugehen. Deshalb ist es hilfreich, es nicht so weit kommen zu lassen und sich gleich von Anfang an Hilfe zu holen. Familienangehörige, Nachbarn, Freunde oder auch Selbsthilfegruppen können dabei sehr unterstützend sein.

Auch die AOK bietet mit dem „Sozialen Dienst“ Beratung hinsichtlich Fragen zur Pflege oder Selbsthilfegruppen an. Im Onlineportal der AOK können sich Angehörige darüber hinaus näher über die Krankheit informieren, wie und wo sie Hilfe erhalten. Eine wichtige Anlaufstelle für Betroffene und ihre Angehörigen sollte der behandelnde Hausarzt sein, der seine Patienten kennt und weitere Schritte der Diagnostik und Behandlung vornimmt.

Ergänzende Hilfsangebote und Links:

            Landkreis Ravensburg:        Landkreis Sigmaringen:       Bodenseekreis:
2022    1.636 Demenzerkrankte         1.389 Demenzerkrankte         1.048 Demenzerkrankte
2018    1.862 Demenzerkrankte         1.689 Demenzerkrankte         1.224 Demenzerkrankte
Auswertung der AOK




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