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Nach der Bluttat von Wangen

Aktivisten brachten Transparent am Supermarkt an



Wangen (rei) – Die schreckliche Bluttat in Wangen, als ein 34-jähriger aus Syrien stammender Mann mit niederländischer Staatsbürgerschaft ein vierjähriges Mädchen mit einem Messer schwer verletzte (am 3. April), hatte am Samstag, 13. April, ein Nachspiel: Um 10.30 Uhr brachte eine kleine Gruppe von Aktivisten ein Transparent mit der Aufschrift „Remigration schützt unsere Kinder“ an dem Norma-Markt in der Zeppelinstraße an. Zudem wurde eine Rauchpatrone entzündet.

Der Bildschirmzeitung liegen zwei aus den Sozialen Medien stammende Fotos vor, die die Aktion illustrieren. Auf dem Bild mit dem Transparent sind zwei Personen mit verpixelten Gesichtern zu sehen. In das Foto wurde ein weißer Pfeil und das Wort „Asylheime“ hineinmontiert. Das zweite Bild zeigt eine auf dem Dach des Supermarktes stehende Person, ebenfalls mit verpixeltem Gesicht, die Flugblätter hinabwirft.

Eine Nachfrage beim Polizeipräsidium in Ravensburg ergab, dass bei der Aktion am 13. April drei Personen mitgewirkt hätten. Die Aktion habe nur zehn Minuten gedauert. Als die herbeigerufene Polizei am Tatort eintraf, seien die Aktivisten bereits verschwunden gewesen. Es stehe der Verdacht des Hausfriedensbruchs im Raum. Ein Sachschaden sei nicht festgestellt worden.

Bei Instagram bekennt sich die Gruppe „Reconquista 21″ zu der Aktion in Wangen. Sie gehört laut Landesamt für Verfassungsschutz zum Umfeld der als rechtsextrem eingestuften Identitären Bewegung in Baden-Württemberg. Im Post von „Reconquista 21″ heißt es unter anderem: „Unsere einst sichere Heimat wurde durch offene Grenzen und den Bevölkerungsaustausch zu einer Gefahrenzone für die Kleinsten.“

Die „Reconquista 21“ vertrete rassistische, faschistische, fremdenfeindliche und antiislamische Thesen, sagt der Geschäftsführer des Instituts für Rechtsextremismusforschung an der Universität Tübingen, Rolf Frankenberger (Quelle: Webseite des SWR; https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/ermittlungen-gegen-reconquista-100.html).

Unsere bisherige Berichterstattung in dem bundesweit beachteten Fall finden Sie im Weiterlesen-Link:



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