Die Gegner müssen nun konkret werden
Zur Diskussion über das Aus für ein Biosphärengebiet Oberschwaben
In den letzten Jahren haben wir den Prüfprozess für ein mögliches Biosphärengebiet in Oberschwaben, anfangs auch im Allgäu, sehr intensiv begleitet. Wir sehen die Zukunftsentwicklung unserer Region als gesamtgesellschaftliche Aufgabe und ein Biosphärengebiet als eine der großen Chancen, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Engagement nachhaltig zu fördern. Wir finden es außerordentlich bedauerlich, dass und wie dieser Prüfprozess entgegen der gemeinsamen Vereinbarung nun vorzeitig beendet wurde. Gegen dieses aus unserer Sicht chancenreiche Projekt zu sein, ist das eine. Demokratische Verantwortung ist es dann aber auch, bessere Alternativen aufzuzeigen.
Wir werden mit Sicherheit weiterhin an unseren Vorstellungen von einer für alle lebenswerten Biosphäre arbeiten. Das erwarten wir aber auch und vor allem von denen, die bisher immer betont haben, nachhaltige regionale Entwicklung in Oberschwaben gehe besser ohne ein Biosphärengebiet. Plakative politische Ziele helfen da nicht weiter. Es braucht konkrete Antworten. Wie genau das ohne den wichtigen Schlüssel eines Biosphärengebiets aussehen wird? Stand heute erkennen wir keine Vorschläge der Gegner dieses Projektes, sind aber sehr gespannt auf ihre Ideen.
Bernhard Klein, Kißlegg (für Pro Biosphäre e. V.)
Anm. d. DBSZ-Red.: Stellungnahmen von Akteuren mit zielgerichteter Interessenslage – wie im vorliegenden Fall – enthalten in aller Regel Meinungsbestandteile. Die Redaktion der Bildschirmzeitung akzeptiert ein breites Spektrum an Meinungen. Nicht veröffentlich werden extremistische, persönlichkeitsverletzende oder offensichtlich wahrheitswidrige Äußerungen.
Bevorzugt veröffentlichen wir Leserbriefe / Offene Briefe / Stellungnahmen zu lokalen und regionalen Themen. Aber auch Meinungsäußerungen zu allgemeinen Themen, die die hiesige Leserschaft bewegen, werden gerne entgegengenommen.
Zum Aus für das Biosphärengebiet hat die Bildschirmzeitung bisher folgende Meinungsbeiträge veröffentlicht:
Dann fehlt die regionale Bündelung
Die Behauptungen der Allianz eins zu eins übernommen
Auf neuer Basis gute Projekte entwickeln
Die Allianz steht jetzt in der Verantwortung
Die Bürger wurden nicht ausreichend gehört
„Eine vertane Chance für unsere Region“
„Ich bedauere es sehr”
„Den Prüfprozess Biosphärengebiet beenden!”
Das Nein verpflichtet




