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Neujahrsempfang der Stadt Leutkirch in der Festhalle

Ruth Groseker und Anton Mang sind Bürgerpreisträger



Foto: Carmen Notz
Ruth Groseker trägt sich in das Goldene Buch der Großen Kreisstadt Leutkirch ein. Gleich wird sich auch Anton Mang eintragen. Unser Bild zeigt die beiden Bürgerpreisträger des Jahres 2026 mit ihren Ehepartnern und Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle.

Leutkirch – Eine volle Festhalle, voll mit lauter Ehrengästen, so betitelte OB Hans-Jörg Henle die anwesenden Bürger aus Wirtschaft, Politik, Kirche, Einrichtungen und Vereinen, die sich allesamt unermüdlich im Ehrenamt engagieren. Allen ein großes Dankeschön von Herzen für den leidenschaftlichen Einsatz bescheinigte das Stadtoberhaupt zu Beginn und er endete mit einem Zitat aus Kreisen der Feuerwehr: „Wir sind alle nicht perfekt, aber wir strengen uns jeden Tag neu an, um das Beste zu geben!“ Er dankte auch den zahlreichen Unternehmern und Banken, die Arbeitsplätze schaffen, investieren und auch als Sponsoren einen wichtigen Dienst für die Gemeinschaft leisten.

Anton Mang trägt sich ins Goldene Buch ein.

Unter den Gästen waren unter anderem die Bundestagsabgeordneten Axel Müller und Agnieszka Brugger, die neue Erste Landesbeamtin Anna-Maria Ostermeier, viele Gemeinderäte, Ortsvorsteher, die ehemaligen Bürgermeister Dr. Kurt Lillich und Georg Zimmer, etliche Bürgerpreisträger/innen, die Pfarrer Elmar Schneider und Volker Gerlach, Vertreter der Banken, Unternehmer, viele Feuerwehrleute mit Kommandant Martin Waizenegger, Polizei-Hauptkommissar Achim Staudenmaier, Mitglieder der Blaulichtfamilie wie DRK, Johanniter und Malteser, das Näh- und Festwagen-Team vom Kinderfestverein, das Team vom Kinderhilfeverein Magita, um nur einige zu nennen. An vorderster Front natürlich auch die beiden Ehrenbürger Hedwig Seidel-Lerch und Wolfgang Wild.

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OB Henle, Gastgeber beim Neujahrsempfang der Großen Kreisstadt Leutkirch. Sein Team bereitete den zahlreichen Gästen einen wunderbaren Abend.

Die Stadtkapelle unter dem Dirigat von Emma Geser umrahmte den Abend mit anspruchsvoller Musik.

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200 Jahre Stadtkapelle

Auf der Bühne hatte die Stadtkapelle unter Leitung von Stadtmusikdirektorin Emma Geser Platz genommen und umrahmte festlich-anspruchsvoll den Abend. Die Stadtkapelle feiert 2026 ihr 200-jähriges Bestehen. „Die Festschrift liegt bereits heute Abend aus, ebenso das Heft über Leutkirch im Jahr 2025 im Rückblick, das sie gerne mitnehmen dürfen“, freute sich OB Henle und sagte die einzelnen Stücke an, wie zum Beispiel auch den Leutkircher Festmarsch.

Zwei lesenswerte Broschüren: links der Jahresrückblick auf 2025, rechts die Festschrift zum 200-jährigen Bestehen der Stadtkapelle. Beide Broschüren gibt es ab Montag (19.1.) in der Touristinfo.

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Anton Mang: Musik und Schule

Musik spielte eine wesentliche Rolle im Leben des neuen Bürgerpreis-Empfängers Anton Mang aus Leutkirch. Lang war die Liste seiner Verdienste, zum einem um die Stadtkapelle, die er einst dirigierte, und um verschiedene Ensembles wie zum Beispiel die Altstadtmusikanten oder das Adventsliederspielen im „Bock“. Seit Jahrzehnten ist er Mitglied eines Beerdigungsbläser-Quartetts. Mang war Initiator des Weihnachtskonzerts der Stadtkapelle in St. Martin. Gewürdigt wurden ebenso seine Kompositionen wie das bekannte Kinderfestlied und sein Engagement ums Kinderfest-Theater wie auch sein pädagogisches Wirken als Grundschullehrer. „Ich bin sehr gerührt, diesen Preis zu erhalten, es ist eine große Ehre für mich. Doch ich gebe die Ehre auch an meine Frau weiter, die mir jahrzehntelang den Rücken freigehalten hat. Ohne sie hätte ich die zahlreichen Proben und Konzerte niemals machen können“, erklärte der sichtlich gerührte Anton Mang. Er dirigierte dann auch die Stadtkapelle bei einem Marsch, den er selber komponiert hatte.

Ein von der Stadt Leutkirch zusammengestelltes Lebensbild in Stichworten haben wir am Ende dieses Artikels unter „Downloads” hinterlegt.

Anton Mang nimmt den Beifall entgegen, nachdem er die Stadtkapelle dirigiert hatte. Zu hören war ein Stück aus seiner Feder.

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Ruth Groseker: Sport und Politik

Sport und Politik waren die Leidenschaften der neuen Bürgerpreisträgerin Ruth Groseker aus Herlazhofen. Verschiedene Ämter, unter anderem Vorsitzende und Übungsleiterin, hatte sie beim Sportverein Herlazhofen inne. Zählt man alle ihre „Dienstzeiten” beim SVH zusammen – des öfteren übte Ruth Groseker gleich mehrere ehrenamtliche Tätigkeiten nebeneinander aus – kommt man in der Summe auf 60 Jahre Einsatz für den Verein.

Auch politisch sehr aktiv, war sie jahrelang Stadträtin, und hat sich für Stadt und Land-Gemeinden eingesetzt. Sie engagierte sich auch beim (vergeblichen) Kampf um den Erhalt des Leutkircher Krankenhauses. Auch die Heimatpflege in ihrem Wohnort ist ihr ein Anliegen.

Ein von der Stadt Leutkirch zusammengestelltes Lebensbild in Stichworten haben wir am Ende dieses Artikels unter „Downloads” hinterlegt.

Ruth Groseker und Anton Mang bekamen sehr lange Beifall, das Publikum bestätigte die gute Wahl der beiden Bürgerpreisträger. Beide durften sich ins Goldene Buch der Stadt eintragen und bekamen den stattlichen Glaspokal aus der Glashütte Schmidsfelden.

Wunderbar vorbereitet

Der Neujahrsempfang der Stadt Leutkirch war von den städtischen Mitarbeitern wunderbar vorbereitet worden; das Team um Jacqueline Zenker sorgte rundum für das Wohl der Gäste, für Garderobe und Ausschank. Alles war frei, Bier, beste Weine, Säfte und leckere Häppchen, die die Bäckerei Steinhauser auf vielen Blechen geliefert hat. Der OB selbst band sich die Schürze um und reichte das Fingerfood.

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Jacqueline Zenker (links) und Lara Baumeister und weitere Mitarbeiter der Stadt, darunter Thomas Stupka, sorgten für die perfekte Organisation des so gelungenen Abends.

Auch sie gehörten zum städtischen Helferteam.

24.691 Einwohner

Natürlich ist auch der Rückblick auf das Jahr 2025 mit einer Power-Point-Präsentation von Thomas Stupka einer der Höhepunkte des Abends. Es war fast unglaublich, was sich alles in Stadt und Land getan hatte, viele gelungene Projekte wurden gezeigt, ebenso zahlreiche neue Firmen in Leutkirch vorgestellt, Bauvorhaben, Änderungen, Neuerungen … Den genauen Rückblick mit vielen Bildern gibt es als Broschüre ab Montag in der Touristinfo, einiges davon sei hier genannt. Es gab 230 Neugeborene, damit hat Leutkirch nun 24.691 Einwohner, inklusive den Teilgemeinden. Gelungene Feste waren unter anderem die Fasnet mit der ersten Straßenfasnet, die es heuer wieder geben wird, dann die Musiknacht, das Kinderfest, das Highmatland, der Gallusmarkt, der Weihnachtsmarkt mit Winterzauber und natürlich das Also-Festival im Sommer. Lob ging an Tobias Pflug als neuen Stadtmarketing-Profi, der vieles professionell auf den Weg bringt und gut vernetzt ist. Es gab eine Ausstellung zu 500 Jahre Bauernkrieg und Henle meinte ernst: „Wir waren noch nie so frei wie jetzt, das sollte man schätzen!“

Der Partnerschaftsverein feierte 30 Jahre Freundschaft mit Castiglione, der neue und erste städtische Kindergarten „Löwenzahn“ konnte in der Neubausiedlung am Ströhlerweg eröffnet werden, Windkraftstandorte galt es zu begutachten, das Fernwärmenetz wird weiter ausgebaut, ebenso hat man den Hochwasserschutz erweitert. Es wurden nicht nur neue Wohnungen gebaut, auch etliche Firmen haben 2025 in Leutkirch gebaut oder sich niedergelassen, demnächst ist sogar die Eröffnung einer Battlekart-Anlage, die erste zwischen München und Bodensee. Wichtig war OB Henle auch das Pilotprojekt NetzLabor Allgäu, neue Gastronomie-Betriebe in der Innenstadt, der neu gebaute Grillplatz für die Jugend bei den Tennisplätzen und der Jugendgemeinderat.

Die vhs bekam mit Stephan Wandinger einen neuen Leiter, Karl-Anton Maucher ging in den verdienten Ruhestand. Eine große Sache war auch der Bau und die Eröffnung des neuen Leutehauses der Pfarrgemeinde St. Martin am Oberen Graben mit Kindergarten St. Vinzenz und diversen Räumen, so auch für die Kantorei. 60 Jahre Realschule konnte im Oktober gefeiert werden, es wurde ein neuer Behindertenrat gewählt, das DRK bekam ein neues Fahrzeug, die Musikkapelle Urlau feierte 125 Jahre und erstellte einen Musik-Weg, der viel begangen wird. Die MK Heggelbach feierte am Jahresende ihr 100-Jähriges mit einem zweitägigen Fest in der Reithalle. Im Zeichen des Klimaschutzes gab es ein Festival der Lösungen. Die Bürgerstiftung hat wichtige Projekte finanziell unterstützt, SD Fürst Erich von Waldburg-Zeil konnte für die Vorstandschaft gewonnen werden.

Ziel: Die ärztliche Grundversorgung verbessern

OB Hans-Jörg Henle zeigte wie jedes Jahr auch eine Vorschau auf 2026, was in Angriff genommen oder zumindest geplant ist. Wichtig für viele Bürger ist sicherlich die ärztliche Grundversorgung, die seit dem Sterben der Mediziner Dr. Brigitte Schuler-Kuon und Lukas Städele nicht mehr in ausreichendem Maße gewährleistet ist. „Es wurde eine Genossenschaft gegründet, die ein MVZ im ehemaligen Krankenhaus betreiben soll. Die Stadt investiert dafür 600.000 Euro“, betonte Henle. Auch die Bürgerstiftung will helfen, Bürger können dafür spenden.

OB Henle zeigte den Entwurf einer Praxisplanung für das im ehemaligen Krankenhaus geplante MVZ (Medizinisches Versorgungszentrum).

Sehr wichtig war auch die Standort-Regelung für die Leutkircher Feuerwehr und den Bauhof, die Planungen fürs neue Gymnasium laufen und nach der Sommerpause soll die Sanierung des Gänsbühls beginnen. Ein Großprojekt wird zudem die alte Kiesgrube an der Wangener Straße, die derzeit für den Bau von Firmen hergerichtet wird. Im sogenannten Heidrain soll eine große, namhafte Lebensmittelhersteller-Firma bauen wollen.

Diese alte Kiesgrube an der Wangener Straße (gestrichelt markierte Zone) wird für eine Gewerbeansiedlung hergerichtet.

Zum Schluss seiner Vorschau wünscht sich der OB einen handlungsfähigen Staat, weniger Bürokratie und weiterhin so engagierte Bürger, wie sie Leutkirch hat. Besonders freute ihn die Tatsache, dass Leutkirch und Isny zu den 100 Top-Lagen für Handel und Gewerbe in Deutschland zählen. „Gehen Sie mit Optimismus ins neue Jahr, bleiben Sie gesund und dem Ehrenamt treu“, schloss Henle seinen umfassenden Rückblick samt Vorschau.

Stadtkapellen-Vorstände hielten Rückblick

Am blauen Banner mit einem nagelneuen Logo der Stadtkapelle (Bild) fanden sich fünf Musiker ein. Unter der Moderation von Stephan Wandinger hielten vier ehemalige Vorsitzende ein Resümee über die letzten 30 Jahre der Stadtkapelle, was sich verändert, verbessert und alles getan hat. Sie erzählten von Festen, Konzerten, Ausflügen, Wertungsspielen und dem Zusammenhalt, auch trotz der Corona-Zeit. Es berichteten Christoph Kuon, Roland Mehr, Wolfgang Nägele und Luis Hutter, der bis 2025 den Vorsitz hatte. Der neue Vorstand Frank Weitgasser ist noch nicht lange Mitglied der Stadtkapelle, war aber früher einmal 11 Jahre mit dabei. Seine Heimatkapelle ist Schloß Zeil.

Stephan Wandinger (links) moderierte diesen Talk, Luis Hutter, Roland Mehr, Christoph Kuon und Wolfgang Nägele wussten viel aus den vergangenen drei Jahrzehnten der Stadtkapelle zu berichten. Rechts der neue Vorsitzende Frank Weitgasser.

Der Jubiläums-Sud

Die langjährigen, verdienten Musiker stellten das Jubiläumsprogramm 2026 vor und luden herzlich zu den Veranstaltungen ein. Das Exklusive: Die Brauerei Härle macht einen Sonder-Sud und füllt ihn in 0,3-l-Flaschen ab. Das Etikett trägt das Logo der Stadtkapelle, das Bier heißt „Legato 1826“, ein Begriff aus der Musik („fließende“ Tonfolge). Eines der Jubiläumsfeste wird auf dem Brauerei-Gelände stattfinden. Übrigens war auch Klaus Wachter vom Blasmusikkreisverband Ravensburg anwesend, ebenso einige Dirigenten der Großen Kreisstadt wie Thomas Wolf und Luis Lau vom SBLA.

Das Festbier, von Härle gebraut eigens zum 200-Jahr-Jubiläum.

Nach dem Programm wurden schnell die Stühle weggeräumt, die Häppchen serviert, und die anwesenden Gäste fanden sich schnell zu Gruppen und anregenden Gesprächen zusammen. Viele Gratulationen gab es für Ruth Groseker und Anton Mang. Die Stadtkapelle spielte in kleinerer Besetzung und unterhielt mit flotten Weisen.

Ruth Groseker (in Rot) erhielt – wie auch Anton Mang – zahlreiche Gratulationen.

Ehrenbürger Wolfgang Wild mit Frau Maria, flankiert vom Ehepaar Albrecht und Eveline Roth.

Sie lassen es sich schmecken: Fünf Musiker im kulinarischen Gleichklang. Es sind: Luis Lau (Dirigent Diepoldshofen), Thomas Wolf (SBLA-Dirigent und Bezirksdirigent im Blasmusikkreisverband Ravensburg), Julian Hofmann (1. Vorsitzender MK Schloss Zeil), Heinz Hierlemann (2. Vorsitzender Schloss Zeil), Thomas Ehrmann (ebenfalls Schloss Zeil, hier aber als Vertreter des Roten Kreuzes).

Text und Fotos: Carmen Notz

Viele Bilder in der Galerie

Unter „Downloads” finden Sie die von der Stadt Leutkirch zusammengestellten Lebensbilder der beiden Bürgerpreisträger.



BILDERGALERIE

Fotos: Carmen Notz

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