Skip to main content
ANZEIGE
Leserbrief

Dabei sind wir die Partei, die den Ministerpräsidenten stellt



Ein vom Ortsverband der Grünen in einer Bad Wurzacher Gaststätte geplanter Stammtisch ist von der Inhaberschaft abgelehnt worden. Hier eine Stellungnahme von Seiten der Grünen:

Im Juni dieses Jahres sind bekanntlich Kommunalwahlen. Bei den politischen Gruppierungen und Parteien laufen dazu die Vorbereitungen und in diesem Zusammenhang natürlich auch die Suche nach geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten für die Räte. So auch im jungen Ortsverband Bad Wurzach-Kißlegg von Bündnis 90 / Die Grünen.  Gegen Ende des letzten Jahres kam man für den Bereich Wurzach zu zwei Workshops zusammen. Eine weitere Veranstaltungsform sollte am vergangenen Mittwoch (10.1.) bei einem lockeren Stammtisch in einem Wurzacher Gasthaus stattfinden, wobei sich Grüne und Gäste in ungezwungener Atmosphäre über örtliche politische Anliegen austauschen sollten. Doch dazu kam es nicht.

Kurzfristig am Abend wurde die Bereitstellung des bestellten Raumes durch die Inhaber des Lokals abgesagt. Und das, obwohl das Treffen sowohl auf der Homepage der Parteigruppierung als auch auf der Wurzacher Facebook-Seite beworben worden war.  Und dort gab es heftige Reaktionen und Kommentierungen, die sich meist gegen die Grünen richteten. Ob diese der Grund für die Stornierung des Raumes waren, weiß man bei den Grünen nicht, denn dort hörte man über Umwege  von der angeblichen Sorge der Wirtschaft wegen möglicher Zusammenstöße zwischen Bauern und Grünen. Umso erstaunlicher, da man die letzten Treffen im Bereich Wurzach immer dort abgehalten hatte. Schmerzhaft für die demokratische Streitkultur, aber auch nachteilig für örtliche Gastronomie, die dadurch ja auch Einnahmeeinbußen hat.

Wir stellen in Baden-Württemberg seit Jahren den Ministerpräsidenten und im Bund immerhin den Vizekanzler. Letzterer hat es nach dem begonnenen Ukrainekrieg geschafft, den Spagat zwischen Energiesicherung für Industrie und Bürger als auch die erforderlichen Schritte zur Energiewende einzuleiten. Dass  dazu Veränderungen gehören, die manche als schmerzhaft empfinden und zu schnell kommen, ist ja auch der Tatsache geschuldet, dass die Folgen des Klimawandels in den Vorgängerregierungen ja nie angegangen wurden. Im Gegenteil wurden Zukunftstechnologien wie Photovoltaik, Windkraft oder Biogas abgewürgt.

Und dass sich die Stimmung auch vor Ort gegen die Grünen wendet, ist erklärbar. Wir sind ja die einzigen aus der Ampel-Koalition vor Ort, die durch Veranstaltungen und Pressemitteilungen präsent sind. Die anderen treten ja nicht in Erscheinung.

Verständnis für die Nöte der Bauern hat man im OV durchaus, aber schüttelt auch den Kopf über Schnellschüsse der Bundesregierung in Berlin, wo man nicht in der Lage ist, steuerliches Einsparpotential mit möglichen sozialen Verwerfungen abzuschätzen.

Die ganze Misere der Landwirtschaft der jetzigen Bundesregierung anzulasten, greift aber zu kurz. Schließlich stellten seit Bestehen der Republik 52 Jahre lang CDU oder CSU den Landwirtschaftsminister. Und deren Lösung für die Landwirtschaft ist seit den 60er-Jahren „Wachse oder weiche!“, womit das Tor zur industriellen Landwirtschaft geebnet wurde mit all ihren negativen Auswüchsen. Unterstützt dabei vom Bauernverband, der sich jetzt immer als Retter der kleinbäuerlichen Landwirtschaft darstellt. Und dass sich ein CDU-Vorsitzender, der bekannt ist für seine marktradikalen Sprüche, nun plötzlich als Subventionsliebhaber gebärdet, ist geradezu heuchlerisch.

Als Lösungsvorschlag empfiehlt der OV Bad Wurzach–Kißlegg auch an die Adresse in Berlin, sich das Sechs-Punkte-Programm der Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft e.V. (ABL) anzusehen, um endlich in eine bäuerliche, gerechte und ökologische Agrarpolitik umzusteuern.
Rainer Skutnik, Kißlegg (Ortsverband Bad Wurzach-Kißlegg von Bündnis 90 / Die Grünen)

Leserbriefe sind Meinungsäußerungen. Die Redaktion der Bildschirmzeitung akzeptiert ein breites Spektrum an Meinungen. Nicht veröffentlich werden extremistische, persönlichkeitsverletzende oder offensichtlich wahrheitswidrige Äußerungen.

Unter Download finden Sie das genannte Sechs-Punkte-Programm der Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft e.V. (ABL)



DOWNLOADS


NEUESTE BEITRÄGE

Bad Wurzach
6. Rundenwettkampf

Tabellenführer zu stark: Luftpistolenschützen unterliegen Pfärrich 1

Bad Wurzach – Am vergangenen Wettkampfabend empfingen die Luftpistolenschützen der ersten Mannschaft den aktuellen Spitzenreiter Pfärrich 1 zum Heimkampf. Trotz couragierter Leistung mussten sich die Gastgeber am Ende deutlich mit 0:5 geschlagen geben.
Ab 10. Februar

Im Glaubenskurs steht diesmal die Eucharistie im Mittelpunkt

Bad Wurzach – Nach dem großen Erfolg im letzen Jahr findet zur Fastenzeit wieder ein Glaubenskurs mit Leo Tanner in der Seelsorgeeinheit Bad Wurzach statt. Diesmal ist das Thema „Eucharistie verstehen und leben”. Der Kurs beginnt am 10. Februar um 19.00 Uhr im Pius-Scheel-Haus; er ist wöchentlich bis zum 31. März, ausgenommen Fasnetsdienstag.
Vorverkauf startet ab sofort

Oberschwäbische Dorfmusikanten am 22. März in der Kulturschmiede

Bad Wurzach – Die Oberschwäbischen Dorfmusikanten unter ihrer Leitung von Simon Föhr laden am Sonntag, 22. März, ab 19.00 Uhr in die Kurhaus-Kulturschmiede Bad Wurzach ein. Das mittlerweile weit über die Region bekannte Blasorchester entwickelte in den über 40 Jahren seines Bestehens einen unverkennbaren eigenen Stil, zu dem insbesondere zahlreiche Eigenkompositionen des vormaligen Leiters Peter Schad beigetragen haben. 
7. Februar

In Arnach ist wieder Sportler-Partynacht

Arnach – Der Sportverein Arnach lädt am Samstag, 7. Februar, zur traditionellen Sportler-Partynacht in die Turn- und Festhalle Arnach ein.
Für die Schaffung eines speziellen Warte- und Aufenthaltsraums

Mitarbeitende der Rehaklinik Bad Wurzach spenden 650 Euro an Kinderklinik Ravensburg

Bad Wurzach/Ravensburg – Die Mitarbeitenden der Rehaklinik Bad Wurzach haben der Kinderklinik am St. Elisabethen-Klinikum in Ravensburg eine Spende in Höhe von 650 Euro überreicht. Der Betrag stammt aus dem Waffelverkauf der Mitarbeitenden beim Weihnachtsmarkt in der Rehaklinik Bad Wurzach. An der offiziellen Scheckübergabe nahmen Dr. Andreas Artlich, Chefarzt der Kinderklinik Ravensburg, sowie Johannes Schuschkewitz, stellvertretender Therapieleiter der Rehaklinik Bad Wurzach, teil.
ANZEIGE

MEISTGELESEN

Bad Wurzach
Firmenporträt

Die Holzrebellen sind da

Gospoldshofen – Die Holzrebell Holzhandel GmbH & Co. KG ist seit dem 1. Januar 2026 ein patentgeschützter Markenname für den bisher unter dem Namen Holzhandel Müller bekannten Betrieb auf dem Gospoldshofener Berg, der eine Zimmerei, einen Showroom für Parkettbodenbeläge und Türen sowie einen Onlineshop für eine eigene „Holzrebell“-Kollektion umfasst. Nachstehend das Porträt der Firma „Holzrebell“. Eingebaut ist auch ein gut zweiminütiges Video.
Ausführlicher Bericht

Bad Wurzach lehnt Biosphärengebiet ab

Bad Wurzach (dbsz) – Bad Wurzach steigt aus dem Prüfprozess zur Schaffung eines Biosphärengebietes in Oberschwaben aus. Mit 17 zu 4 Stimmen wurde am Montagabend (13.10.) in der Gemeinderatssitzung der Antrag der CDU-Fraktion angenommen. Ein Antrag der zweiköpfigen Fraktion der Grünen auf Vertagung einer Beschlussfassung wurde mit derselben Mehrheit abgelehnt. Die Entscheidung Bad Wurzachs gilt als schwerer Rückschlag für den Prozess, verfügt die Stadt doch mit dem Wurzacher Ried über ein Herz…
Stadtkämmerer Kunz hat die Geschäftsführung übernommen

Stadt muss den Kurbetrieb mit 1,5 Millionen Euro stützen

Bad Wurzach – Der in Schieflage geratene Städtische Kurbetrieb rechnet für das Wirtschaftsjahr 2026 mit einem Defizit von 1,54 Millionen Euro, wofür die Stadtkasse geradestehen muss. Am 1. Januar hat Stadtkämmerer Stefan Kunz die kommissarische Geschäftsführung beim Kurbetrieb übernommen.
Leserbrief

Fragwürdige Sehnsucht nach dem „Wurzacher Turm”

Zum Artikel „Stadt muss den Kurbetrieb mit 1,5 Millionen Euro stützen” (DBSZ am 28.1.)
von Erhard Hofrichter
veröffentlicht am 28. Januar 2026
Fachschaft Musik glänzte

Konzert des Salvatorkollegs auf dem Gottesberg

Bad Wurzach – Die Fachschaft Musik des Salvatorkollegs gab am Samstag, 24. Januar, ein gelungenes Konzert zum Jahreswechsel in der Wallfahrtskirche auf dem Gottesberg. Bläserensemble, Vokalensemble, Gitarrenquartett und Chor konzertierten gemeinsam mit schuleigenen Solisten mit Musik von Klassik über experimentell bis Pop.
mit Bildergalerie
veröffentlicht am 30. Januar 2026

TOP-THEMEN

Bad Wurzach
Wangen – Wintersonne über dem verschneiten Allgäu, glitzernde Dächer und leise Töne aus offenen Fenstern – Wangen hat…
Bad Wurzach – Der in Schieflage geratene Städtische Kurbetrieb rechnet für das Wirtschaftsjahr 2026 mit einem Defizit…
Bad Wurzach – Im Rahmen des diesjährigen Neujahrsempfanges der Stadt Bad Wurzach wurde der ehemalige Gemeinderat Robe…

Einzelhandel, Dienstleistungen und Handwerk in Allgäu-Oberschwaben

VERANSTALTUNGEN

Bad Wurzach