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Aus dem Dunkel der Nacht kam der Trauerzug

Schaurig, schönes Ende der Königstäler Fasnet 2026



Foto: Rudi Martin

Königstal – Bei winterlichem Schmuddelwetter wurde am Abend des Fasnetsdienstags das Ende der Fasnetssaison 2026 im Königstal öffentlich verkündet mit bekanntem Zeremoniell. Das geschah wiederum im Freien auf dem Vorplatz des Dorfgemeinschaftshauses. Bedingt durch das unwirtliche Wetter hatten sich weniger Zuschauer als gewohnt eingefunden. Über dem Urbachtal waren dunkle Regenwolken aufgezogen, als die treuesten, aktiven Närrinnen und Narren im Fackelzug zum Schauplatz vor dem Gemeindehaus marschierten.

Aus dem Dunkel der Nacht kam der Trauerzug. Eine Abordnung der Sammlerkapelle spielte den Trauermarsch, der von den lauten „Oh jerum, oh jerum“-Rufen sogar übertönt wurde. Ganz hinten wurde auf einem Leiterwagen die noch leere Königstäler Fasnets-Truhe mitgeführt. Chauffeur war Gere Frick, Ehrenpräsident der Königstäler Narren, der jahrzehntleang als Fasnetslenker im Einsatz war und immer noch voll dabei ist. Das Trauerszenario wurde mit Lichteffekten geschickt beleuchtet.

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Mit Fasnetspfarrer und Minis

Die Rolle des „Fasnetspfarrers“ hatte Timo Altvater, der zum Vorsitzenden-Quartett gehört, übernommen. Zur engsten Begleitung gehörten der Mesner und dienende, närrische „Minis“. Die Trauerrede klang überzeugend. Dazu gehörten traditionell die närrischen Litanei-Bitten, die stets für Erheiterung sorgen. Vielstimmig wurde je nach Anspielung auf das weibliche oder männliche Geschlecht geantwortet „Nix für uns“ oder, „Ja, des isch was für uns“.

Die Truhe wird geschlossen

Inzwischen wurde intensiv im weiten Rund des Dorfplatzes nach der Königstäler Fasnet 2026 gesucht. In die Rolle der Fasnets-Darstellerin war das Mäschkerle Chiara geschlüpft. Ihr Name, wie auch die Namen Klara und Ciara kann als „helles Leuchten“ gedeutet werden, wie man sich eben auch die Fasnet wünscht. Bevor der Kistendeckel verschlossen wurde, reichte man ihr noch Brot, einen Ring Schwarzwurst und das obligatorische Getränk, um so dann wohl gestärkt den fastnächtlichen Ruhezustand bis Dreikönig 2027 überdauern zu können. Gekonnt trug das Mäschkerle Fasnetssprüche vor und verkündete der umstehenden, wehklagenden Trauergemeinde, dass ja nächstes Jahr an Dreikönig die „Fasnet“ wieder aus der Truhe steigen werde.

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All den Machern der Königstäler Fasnet wurde auch dieses Jahr von vielen Seiten Komplimente in Hülle und Fülle zuteil, denn schließlich hatten sie mit ihren diesjährigen, vielfältigen, olympischen Programmangeboten wieder ganz Großartiges geleistet. Timo Altvater bedankte sich bei seinem Narrenteam für die lobenswerte Gesamtleistung sowie bei all den Helferinnen und Helfern, bei der Lumpenkapelle Urbach´l und auch beim SV Haisterkirch. Die Unentwegten feierten danach das Fasnetsende noch mit Getränken und der obligatorischen Schwarzwurst.
Bericht und Bilder: Rudi MartinV

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Fotos: Rudi Martin

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