Ein Bild der Eintracht
Ein Bild der Eintracht unter Fasnetsfreunden zeigte sich beim Narrensprung in Aulendorf. Michael Oberhofer, Chronist der Narrengilde Schussentäler Reute, freute sich darüber:
Beim großen Narrensprung in Aulendorf kam es zu einer kleinen, aber bedeutsamen Premiere: Die Narrengilde Reute sprang erstmals gemeinsam mit der Narrenzunft Waldsee bei einem Narrensprung. Was für die Zuschauer selbstverständlich wirkte, hat innerhalb der organisierten Fasnet durchaus Gewicht.
Über viele Jahre hinweg galt die klare Linie, vor allem – oder ausschließlich – die Mitgliedszünfte der eigenen Vereinigung zu besuchen und dort mitzuwirken. Die Gilde aus Reute ist Mitglied im Alemannischen Narrenring (ANR), während die Zünfte aus Bad Waldsee und Aulendorf dem Verband Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN) angehören. Gemeinsame Auftritte über diese Verbandsgrenzen hinweg waren früher nicht üblich – obwohl beide Gruppierungen aus derselben Gemeinde sind.
Dass nun beide traditionsreiche Gruppen Seite an Seite durch die Straßen zogen, zeigt, wie sehr sich die Fasnet weiterentwickelt hat. Brauchtum und Tradition stehen weiterhin im Mittelpunkt, doch der Austausch und das Miteinander rücken stärker in den Fokus. Für die beteiligten Zünfte war der Auftritt daher mehr als nur ein Narrensprung – er war ein sichtbares Zeichen für Offenheit und gelebtes Brauchtum.
Michael Oberhofer, Reute

Verbrüderung in Aulendorf: In der Mitte ein Riedrälle aus Reute, untergehakt von zwei Schrättele aus Bad Waldsee. Links eine Goiß und ein Schussentäler aus Reute. Foto: Narrengilde Reute
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