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Vom 30. Januar bis 1. Februar

Baumesse “hausplus” mischt bekannte Gesichter und neue Aussteller



Foto: RVG / Felix Kästle.
Archivbild von 2024 – es zeigt links den im Text erwähnten Aussteller Tim Wiethaler von Baunetz.

Ravensburg – Über 100 Aussteller versammeln sich Ende Januar in der Oberschwabenhalle bei der Baumesse „hausplus“. Mit dabei sind Dutzende regionale Handwerksbetriebe und Dienstleister. Außerdem zeigen zahlreiche Hersteller ihre Produkte rund ums Bauen und Sanieren. Die „hausplus“ beginnt dieses Jahr am Freitag, 30. Januar, und dauert bis Sonntag, 1. Februar. Die Messe-Macher mischen ganz bewusst neue Betriebe mit denjenigen, die man auf der Baumesse seit vielen Jahren trifft.

25 verschiedene Themen decken die Aussteller ab, von A wie Außenanlage bis W wie Wohnaccessoires. Im Alphabet dazwischen: Elektro, erneuerbare Energien, Fenster, Finanzierung, Garten, Heizung, Klima, Küche, Neubau, Parkett, Photovoltaik, Sanierung, Smart Home, Solar, Sonnenschutz, Terrassen, Tore,
Treppen, Türen. Die allermeisten Aussteller kommen aus dem Kreis Ravensburg oder den benachbarten Landkreisen. Zwölf Neue sind diesmal dabei, berichtet Projektleiterin Andrea Fink von der Ravensburger Veranstaltungsgesellschaft. Und etliche andere, die schon mehr als zehn Jahre zur Baumesse in die
Oberschwabenhalle kommen und dort ihre Stammkundschaft treffen.

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Neu auf der „hausplus“ ist das Bauunternehmen Leberer aus dem Deggenhausertal. Es bietet schlüsselfertige Massivhäuser. Nicht aus dem Katalog: „Bei uns wird jedes Haus individuell geplant“, erklärt Thorsten Kuschel, der Geschäftsführer. Wer baut, kann nach seinen Vorlieben aussuchen und gestalten. Vieles zeigt der Messestand. Dort läuft man über verschiedene Bodenbeläge: klassisches Parkett, Teppich und auch Vinyl, das aussieht wie Holz oder wie Fliesen. Zu sehen sind wasserfeste
Wandverkleidungen, woraus man beispielsweise fugenlose Duschen bauen kann. Ein dreifach verglastes Fenster ist mit am Stand, den Dachaufbau des Zimmermanns zeigt ein Mini-Dachstuhl-Modell. Und es gibt Teile eines Badezimmers samt Toilette, 2 Waschbecken, Unterschrank. „Genau die Lösungen, die wir als Grundausstattung anbieten. Nach oben ist das natürlich steigerbar. Wir hören immer wieder, dass
unsere Grundausstattung anderswo schon als gehoben gilt.“ Kuschel selbst ist ebenso mit am Stand wie die hauseigene Architektin.

Erstmals auf der „hausplus“ ist auch EVO aus Mietingen bei Ulm. Das Unternehmen stellt seit vielen Jahren Elektroheizungen her, die man alternativ zu Nachtspeicher-Öfen einsetzen kann. Im Sortiment sind zudem Wärmepumpen und Photovoltaik. Ein PV-Modul kann man am Stand kennenlernen, ebenso die Elektroheizungen – und wer mag, testet gleich deren Steuerung. Vertriebsleiter Sven Mielinger sagt: „Wenn jemand Interesse hat, machen wir gern einen Termin. Um fundiert beraten zu können, müssen wir vor Ort sein.“ Bei EVO kann man sich auch informieren, ob eine Wärmepumpe eine Lösung sein könnte: „Viele haben gehört, dass Wärmepumpen in bestimmten Gebäuden nicht möglich sind. Das ist oft falsch: Sie funktionieren bei mindestens 80 Prozent der Sanierungen von Ein- und Zweifamilienhäusern.“

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Messe-Premiere auf der „hausplus“ hat zudem die Krauchenwieser Malerwerkstätte Reuter. Der Handwerksbetrieb bietet mehr an als klassische Malerarbeiten. „Wir verstehen uns als Dienstleister, der den Kunden möglichst viel abnimmt“, sagt Christian Reuter, einer der beiden Geschäftsführer des rund 50-köpfigen Familienbetriebs. „Viele wünschen sich einen Ansprechpartner, der mitdenkt und koordiniert.“ Ein Schwerpunkt am Messestand liegt auf professioneller Steinpflege für Böden, Treppen und Terrassen. Reuter reinigt, pflegt und schützt Naturstein, Betonwerkstein oder empfindliche Oberflächen. „Mit der richtigen Pflege bleibt Stein länger schön – dann kann man sich teure Erneuerungen sparen.“ Reuter stellt außerdem seine Leistungen rund um Renovierung, Sanierung und Ausbau vor. Bei Elektro, Heizung und Sanitär arbeitet Reuter mit Partnerbetrieben zusammen. Vieles
andere wird mit eigenen Fachkräften umgesetzt: „Bei uns sind auch Spezialisten für Holzarbeiten, Fliesen und unterschiedliche Bodenbeläge fest angestellt.“

Produkte, Beratung und neue Lösungen

Zu den Klassikern der „hausplus“ gehört der Naturbaustoff-Fachhandel Baunetz. „Wir sind quasi der Bio-Obi“, sagt der Geschäftsführer der Ravensburger Niederlassung, Tim Wiethaler. „Am Messestand haben wir zu jedem Thema was dabei: Farbe, Öle, Lacke, verschiedene Fußböden wie Parkett und Teppich, auch Dämmung.“ Wer schon immer den Unterschied zwischen Lehmputz und Kalkputz begreifen wollte,
findet am Stand Muster zum Anfassen. Seit einigen Jahren hat Baunetz auch ein Bettenstudio. Auf der Messe kann man auf einer Naturlatex-Matratze probeliegen und bekommt Beratung zum Thema „gesunder Schlaf“. Eine Innenarchitektin ist am Messestand, für Gestaltungsfragen. Vorgestellt werden auch Dienstleistungen: „Wir haben inzwischen ausführende Handwerker im Haus, einen Zimmermeister, einen Stuckateur und einen Lehmbaumeister“, sagt Tim Wiethaler. So kann Baunetz beispielsweise anbieten, Dämmungen mit Zellulose oder Holzfaser einzublasen. „Selbermacher können gern ihre Pläne mitbringen, dann suchen wir mit ihnen Lösungen“, sagt Wiethaler. Oder man vereinbart einen Termin vor Ort – etwa um verschiedene Varianten des Wandaufbaus aus Naturmaterialien zu besprechen.

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Die neue Heizung einfach an die Zimmerdecke hängen? Mit einem System, das in heißen Sommern auch kühlen kann? Eine Lösung dafür zeigt seit einigen Jahren der Aussteller Manfred Wucher. Sein Ravensburger Unternehmen hat spezielle Lösungen für Deckenheizungen und Klima-Decken entwickelt, die er zum Selberbauen vertreibt oder als Komplettlösung von seinem Team einbauen lässt, auf
Wunsch auch in Verbindung mit einer Wärmepumpe und vielleicht auch einer Photovoltaik-Anlage. „Und nein, man kriegt davon keinen heißen Kopf“, nimmt Manfred Wucher die häufigste Frage vorweg. „Die Heizung hat etwa 24 Grad, das liegt weit unter der Körpertemperatur, das merkt kein Mensch.“ Solche Lösungen an der Decke empfiehlt er speziell für Sanierung im Altbau: „Man kann den bisherigen
Fußboden drinlassen und braucht keinen neuen Fußboden-Aufbau“, sagt er. Sein Unternehmen macht schon lange solche Deckenheizungen. Früher vor allem in Bürogebäuden mit ein paar hundert Quadratmetern Fläche. Der Ukraine-Krieg brachte ein Umdenken und auch bei Privatleuten einen Trend zu energetischer Unabhängigkeit. Denn die kann man mit einer Klimadecke in Verbindung mit einer
Wärmepumpe zumindest ansteuern. „Für kleinere Gebäude wie Einfamilienhäuser haben wir ein System entwickelt, das auch bezahlbar ist. Das basiert auf Gipskarton.“ Wer noch nie eine Deckenheizung erlebt hat, kann den Effekt am Messestand selbst testen: Dort gibt es ein kleines Musterhaus, in das man hineingehen kann. „Das Modell ist seitlich offen und hat deswegen eine schwächere Wirkung als im echten Gebäude“, sagt Manfred Wucher. „Aber man spürt die Wärme trotzdem.“ Oberhalb der beheizten Zimmerdecke ist eine Scheibe eingebaut, so dass man gucken kann, wie die Konstruktion aussieht. „Von unten ist es eine ganz normale Zimmerdecke. Eine, die im Sommer auch kühlen kann – das wird ein immer wichtigeres Thema.“

Infos zur „hausplus“ Ravensburg 2026: Die „hausplus“ in der Oberschwabenhalle dauert von Freitag, 30. Januar, bis Sonntag, 1. Februar 2026. Sie ist an allen drei Tagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Eintritt: Erwachsene 8 Euro, Zwei-Tages-Ticket 10 Euro, Familienticket 14 Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt. Alle Messe-Tickets gibt es online unter www.hausplus-rv.de.




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