Skip to main content
ANZEIGE
Aus dem Gemeinderat

Räte tendieren zur Generalsanierung des Rathauses



Foto: Herbert Eichhorn
Das Wurzacher Rathaus wurde anno 1482 erbaut. Der über zwei Seiten gehende Bilderfries wurde 1963 angebracht. Einst war der Fries rot gefasst.

Bad Wurzach – Bereits 2021 war die Sanierung des Rathauses erstmals Thema im Gemeinderat. Anfang 2023 ebenfalls im Rahmen der Haushaltsdebatte für 2023. Nun erhielt der Gemeinderat einen Bericht zum Sachstand. Es gibt zwei Sabierungsszenarien. Szenario 1 würde 1,4 Millionen € kosten, Szenario 2 würde mit 2,5 Millionen zu Buche schlagen, würde aber aus Mittel des Landes stark bezuschusst.

Stadtbaumeisterin Kathleen Kreutzer erläuterte den Sachverhalt. Nach dem Umzug des Bürgerbüros ins Amtshaus im Jahre 2020 stellte sich heraus, dass – um die Räume weiterhin als Büroraume zu nutzen – mehr als nur Schönheitsreparaturen erforderlich sein werden. Zum einen wegen der Feuchtigkeitsschäden, die dazu führten, dass die Räume im Untergeschoss nicht nutzbar sind. Die Nutzung dieser Räume sind aber für die Verwaltung, die eh schon Arbeitsplatzteilung in manchen Bereichen machen muss, von großer Bedeutung.

Deshalb wurde zur konkreten Klärung des Sachverhalts das in Sachen Denkmal-Sanierung erfahrene Architekturbüro Sick & Fischbach aus Ochsenhausen beauftragt, eine Bestandsaufnahme der Schäden zu machen und Sanierungsvorschläge auszuarbeiten.

Im Rahmen der Voruntersuchungen wurden im Obergeschoss im Bereich des Uhrenturms ein Feuchtigkeitseintritt festgestellt, der Schäden an der Gebäudesubstanz verursacht.

Darüberhinaus ist das Fehlen eines fehlender Sozialraums nicht mehr zeitgemäß; auch die Heizung und Elektrik entsprechen nicht mehr heutigen Standards.

ANZEIGE

Die zwei Szenarien

Julia Niedermaier von besagtem Architekturbüro stellte die konkreten erforderlichen Maßnahmen in zwei Varianten vor: Variante 1 beinhaltete die zwingend erforderlichen Maßnahmen, in Variante 2 kommen zu den alternativlosen Sanierungsmaßnahmen noch die energetische Sanierung mit Einbau einer neuen Heizung, der Ersatz der Elektroinstallation mit Einbau von LED-Leuchten, Sanierung der sanitären Anlagen, Austausch von Bodenbelägen und Türen sowie die Herstellung von Barrierefreiheit durch den Einbau eines Aufzuges.

Um den Feuchtigkeitseintritt im Sockelbereich des Gebäudes dauerhaft zu verhindern, wäre der Einbau einer sogenannten Horizontalsperre notwendig, was jedoch vom Denkmalamt bisher als ein zu großer Eingriff in die Gebäudesubstanz des als Kulturdenkmal eingestuften Rathauses angesehen und abgelehnt wird.

Die aktuelle Kostenschätzung für Variante 1 beträgt ca. 1,4 Millionen €. Für Variante 2 spricht, die aktuell mit 2,5 Millionen € veranschlagt wird, dass bis zu 51 % der förderfähigen Kosten (also auch Planungskosten und die Interimslösung, etwa eines Bürocontainers) gefördert werden können.

Nachteil bei Variante 2 wäre, dass für die Zeit der Sanierung eine Interimslösung (zum Beispiel ein Bürocontainer) für die Verwaltung benötigt wird. Variante 1 könnte im laufenden Betrieb (mit Einschränkungen) bis zum Herbst 2026 umgesetzt werden. Für Variante 2 rechnen Kathleen Kreutzer und Julia Niedermaier auf Anfrage von Franz-Josef Maier (MirWurzacher) mit einer um ein Jahr längeren Bauzeit. Dieser wunderte sich auch über das Denkmalamt und dessen Entscheidungen. Denn beim Abriss des Hauses in der Parkstraße einige Jahre zuvor habe die Überlegung einer Horizontalsperre keine Rolle gespielt und damit war das Haus nicht mehr zu retten gewesen.

Fragen der Räte

Petra Greiner (CDU) fragte nach, weil das das Geländer im Treppenhaus des Rathauses angeblich zu niedrig sei. Sie verwies auf das Treppenhaus in Maria Rosengarten, dessen Geländer noch niedriger sei.

Bernhard Schad fragte nach, aus welchem Fördertopf die Maßnahmen bei Variante 2 subventioniert würden. Das Geld käme aus den Mitteln der Stadtsanierung, bekam er zur Antwort. „Dann wäre die Variante 1 insgesamt die teurere Lösung.“

Klaus Schütt (CDU) sagte, dass die Mitarbeiter und der Personalrat unbedingt befragt werden müssten, was die Verwaltung bereits in Vorlage angekündigt hatte.

Manfred Braun (FW) verglich die Maßnahmen mit einem privaten Häuslebauer, der „ganz sicher“ Variante 2 machen würde, um nicht in zehn Jahren für noch teureres Geld noch einmal anfangen zu müssen.

Aufgrund der Herstellung von Barrierefreiheit durch den Einbau eines Aufzuges sieht Rainer Deuschel (Grüne) die Variante 2 als einzig richtige Lösung an.

Ernestina Frick (FW) erklärte, dass Barrierefreiheit in der heutigen Zeit unabdingbar sei: „Jeder muss mal zur Bürgermeisterin hochkommen können.“ Sie fragte auch, ob es eventuell über die Förderung aus der Stadtsanierung noch weitere Möglichkeiten geben würde. Stadtbaumeisterin Kathleen Kreutzer sagte zu, sich darum zu kümmern.

Heinrich Vincon (CDU), erklärte, dass Variante 2 zukunftsgerichtet und aufgrund des „nicht so guten Baugrundes“ sinnvoll sei

ANZEIGE

Bürgermeisterin Scherer sagte, dass mit der Gemeinderatsentscheidung nun öffentlich der Auftrag an die Verwaltung erteilt werde, die Mitarbeiter mit einzubeziehen. Dies solle durch den Personalrat erfolgen. Sie wies auch darauf hin, dass die Verwaltung dringend mehr Räume benötigt.

Die Abstimmung erfolgte einstimmig.
Uli Gresser

Unter „Downloads“ haben wir die Präsentation von Julia Niedermaier hinterlegt.

Lesen Sie hierzu auch unsere Ausführungen zum Bilderfries am Rathaus, veröffentlicht im „Wurzacher“ am 24. Januar 2023.



DOWNLOADS

LINKS


NEUESTE BEITRÄGE

Bad Wurzach
Leserfoto

Ein makelloses Blau

Nach dem stetigen Nebelgrau im Januar zeigte sich nun im Februar endlich wieder die Sonne! Und der Himmel ist makellos blau. Unsere Leserin Eva Zitzl war am 2. Februar mit der Kamera in Bad Wurzach unterwegs. Sie schreibt: „Bei meinem Spaziergang in Bad Wurzach konnte ich dieses herrliche Motiv entdecken: Der Kirchturm der katholischen Pfarrkirche St. Verena spiegelt sich im gemächlich dahinfließenden Wasser der Wurzacher Ach wider – ebenso wie der strahlend blaue Himmel, einfach wunderschön …
Gottesberg, 2. Dezember, 18.30 Uhr

Bruderschaft trifft sich zum Monatsgebet

Bad Wurzach – Die Bruderschaft vom guten Tod, eine Gebetsgemeinschaft mit mehr als 300-jähriger Tradition, trifft sich an diesem Freitag, 6. Februar, zu ihrer monatlichen Andacht auf dem Gottesberg. Beginn des etwa 20-minütigen Wortgottesdienstes ist um 18.30 Uhr. Neue Mitbeter sind herzlich willkommen.
19.00 Uhr, Maria Rosengarten

Gemeindewahlausschuss tagt am 9. Februar

Bad Wurzach – Am nächsten Montag, 9. Februar,  findet die erste öffentliche Sitzung des Gemeindewahlausschusses anlässlich der Bürgermeisterwahl am 26. April statt. Die Sitzung im vonSitzungssaal Maria Rosengarten beginnt um 19.00 Uhr. Folgende Tagesordnung ist vorgesehen:
Am 11. Februar

AGAPE Schulen laden zum Tag der offenen Tür ein

Bad Wurzach -Die AGAPE Schulen in Bad Wurzach öffnen am Mittwoch, 11. Februar, ihre Türen – interessierte Familien sind hierzu herzlich eingeladen. Von 16.00 bis 18.00 Uhr können Eltern und Kinder die christliche Grund- und Realschule kennenlernen und sich über das pädagogische Konzept informieren. Nachstehend die Einladung, in der sich die neue private Schule vorstellt:
Narrensprung Arnach

Beste Laune und sehr viele närrische Besucher

Arnach – Zum dritten Mal organisierte die 1999 gegründete Narrenzunft der Schoafböck Arnach ihren eigenen Narrensprung und zum dritten Mal war Zunftmeister Andreas Kowalewski „Chef de Mission“, der nach dieser Saison sein Amt abgeben wird.
mit Bildergalerie
veröffentlicht am 3. Februar 2026
ANZEIGE

MEISTGELESEN

Bad Wurzach
Restrukturierung bei LISSMAC – Pressemitteilung des Unternehmens

60 Stellen sind weggefallen

Bad Wurzach – Die LISSMAC Maschinenbau GmbH mit Sitz in Bad Wurzach hat ihre Restrukturierung abgeschlossen. Abgebaut wurden rund 60 Arbeitsplätze. Im vergangenen Sommer, als der Bad Wurzacher Handels- und Gewerbeverein (HGV) das Unternehmen besuchte, hatte die Geschäftsleitung gegenüber der Bildschirmzeitung die Zahl der Bad Wurzacher LISSMAC-Beschäftigten mit 350 beziffert. Nachstehend die Pressemitteilung von Seiten des Unternehnens:
Zunftmeisterempfang der Narrenzunft Schoafböck Arnach

Großer Bahnhof für scheidenden Zunftmeister Andreas Kowalewski

Arnach – Zum dritten Mal veranstaltete die Narrenzunft Schoafböck Arnach ihren Narrensprung. Beim Zunftmeisterempfang in der Festhalle vor dem Narrensprung wurden die Leistungen von Andreas „Kowa“ Kowalewski, in dessen Amtszeit als Zunftmeister diese Narrensprünge fielen und der nach der Saison sein Amt abgeben wird, von allen Seiten gewürdigt.
mit Bildergalerie
veröffentlicht am 3. Februar 2026
Ausführlicher Bericht

Bad Wurzach lehnt Biosphärengebiet ab

Bad Wurzach (dbsz) – Bad Wurzach steigt aus dem Prüfprozess zur Schaffung eines Biosphärengebietes in Oberschwaben aus. Mit 17 zu 4 Stimmen wurde am Montagabend (13.10.) in der Gemeinderatssitzung der Antrag der CDU-Fraktion angenommen. Ein Antrag der zweiköpfigen Fraktion der Grünen auf Vertagung einer Beschlussfassung wurde mit derselben Mehrheit abgelehnt. Die Entscheidung Bad Wurzachs gilt als schwerer Rückschlag für den Prozess, verfügt die Stadt doch mit dem Wurzacher Ried über ein Herz…
Narrensprung Arnach

Beste Laune und sehr viele närrische Besucher

Arnach – Zum dritten Mal organisierte die 1999 gegründete Narrenzunft der Schoafböck Arnach ihren eigenen Narrensprung und zum dritten Mal war Zunftmeister Andreas Kowalewski „Chef de Mission“, der nach dieser Saison sein Amt abgeben wird.
mit Bildergalerie
veröffentlicht am 3. Februar 2026
Stadtkämmerer Kunz hat die Geschäftsführung übernommen

Stadt muss den Kurbetrieb mit 1,5 Millionen Euro stützen

Bad Wurzach – Der in Schieflage geratene Städtische Kurbetrieb rechnet für das Wirtschaftsjahr 2026 mit einem Defizit von 1,54 Millionen Euro, wofür die Stadtkasse geradestehen muss. Am 1. Januar hat Stadtkämmerer Stefan Kunz die kommissarische Geschäftsführung beim Kurbetrieb übernommen.

TOP-THEMEN

Bad Wurzach
Wangen – Wintersonne über dem verschneiten Allgäu, glitzernde Dächer und leise Töne aus offenen Fenstern – Wangen hat…
Bad Wurzach – Der in Schieflage geratene Städtische Kurbetrieb rechnet für das Wirtschaftsjahr 2026 mit einem Defizit…
Bad Wurzach – Im Rahmen des diesjährigen Neujahrsempfanges der Stadt Bad Wurzach wurde der ehemalige Gemeinderat Robe…

Einzelhandel, Dienstleistungen und Handwerk in Allgäu-Oberschwaben

VERANSTALTUNGEN

Bad Wurzach