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Theater unter der Linde Immenried

Romeo und Julia in Zeiten von KI



Foto: Uli Gresser
Leo Halder als Romeo und Leonie Oberhofer als Julia

Immenried – Das „Theater unter der Linde“ in  Immenried spielte in dieser Saison „Romeo und Julia“ – in Anlehnung an Shakespeare, aber in die heutige Zeit versetzt. Unser Reporter Uli Gresser war bei der Generalprobe am Dienstag dabei.

Theresa Neff, die gemeinsam mit Projektleiter Sandro Droth das Shakespeare-Drama „Romeo & Julia – Liebe, Likes und Lügen“ mit Leo Halder als Romeo und Leonie Oberhofer als Julia in die Neuzeit transportiert hat, führt auch die Regie.

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Social-Media-Machtspiele statt mittelalterlicher Ränke

Zum Inhalt: Romeo (Leo Halder) und Julia (Leonie Oberhofer) begegnen sich in der Immenrieder Fassung nicht im alten Verona, sondern inmitten digitaler Blasen, Social-Media-Machtspiele und politischer Selbstdarstellung im Digital-Zeitalter. Die Clans der Montagues und Capulets tragen ihre Feindschaft nicht mit den Waffen der damaligen Zeit, sondern hin und wieder mit den Fäusten, aber vor allem mit Algorithmen, Fake-News und öffentlichem Druck aus (siehe die Trump´schen USA). Doch die Liebe zwischen den beiden Jugendlichen bringt plötzlich auch hier festgefügte Gegensätze ins Wanken.

Projektleiter Sandro Droth, der schon bei einigen Theaterstücken des Theatervereins  Immenried Regie geführt hatte und der derzeit eine Ausbildung in Theaterpädagogik in Heidelberg macht, brauchte für seine Schule ein Theaterprojekt. Also setzte er sich mit Theresa Neff zusammen, die zunächst als Schauspielerin Mitbegründerin der Young Stage in Immenried war und seit einigen Jahren selbst Regie führt, um ein klassisches Stück in moderner Fassung für das „Theater unter der Linde“ zu finden, das Neff dann auch inszenieren sollte.

Sandro Droth und Theresa Neff

Da die Suche nach einer solchen Adaption kein befriedigendes Ergebnis erbrachte, beschlossen die Beiden, selbst ein (fast) neues Stück zu schreiben. In dem Theaterstück werden Themen wie Cybermobbing, künstliche Intelligenz, Gruppenzwang und der Wunsch nach echter menschlicher Nähe auf die Bühne gebracht. Die Autoren haben die Sprache zeitgemäß angepasst, die Szenerie ist lebensnah; ein sparsam ausgestattetes Bühnenbild reicht den beiden Initiatoren. „Wir haben auch neue Szenen und Dialoge eingebaut“, erklären die Autoren. Dennoch bleibt der dramatische Kern der klassischen Tragödie des englischen Theatermachers erhalten. Heraus kam schließlich eine moderne Theaterfassung, die gleichzeitig unterhält und emotional anspricht.

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Auch Shakespeare spielt mit

„Die Schauspielertruppe ist mega, obwohl fast alle neu dabei sind“, sagen Droth und Neff unisono, denen die Arbeit mit den jungen Schauspielern im Alter von 13 bis 16 Jahren riesigen Spaß macht. „Wir wollten mit der Inszenierung diesen Stoff jungen Menschen in ihrer Sprache zugänglich machen, haben uns aber dennoch an den Ablauf gehalten.“ Wie aus der Zeit gefallen wirkt daher der Auftritt von William Shakespeare alias Robert Keck im klassischen Gewand zu Beginn des Stückes. Aber er verkörpert mit seinem Monolog das Bindeglied zwischen dem Drama des englischen Dichters und der zeitgenössischen Adaption des Duos Neff/Droth.

Die Darsteller

Die Hauptrollen spielen Leo Halder als sensibler Romeo Montague und Leonie Oberhofer als Julia Capulet, die zwischen ihrem Drang, sich von Zwängen zu befreien, und den Erwartungen ihrer ehrgeizigen Mutter zerrieben wird. Romeos Familie wird durch Lutz Herdrich als dessen machtbewussten Vater Richard Montague, Sebastian Bader als impulsiven Cousin Benji und Julius Högerle als Romeos Freund Mace verkörpert. Auf Seiten der Capulets brillieren Jule Patscheider als Julias ehrgeizige Mutter Isabell und Janis Reiser als ihr cholerisch-aufbrausender Cousin Tyson. Gabija Schupp spielt Vanessa, eine Freundin, die gerne ihre eigenen Interessen verfolgt, aber treu zu Tyson steht, während Lilli Patscheider in der Rolle von Sofia als Julias beste Freundin das Netz der diversen Loyalitäten aufmischt. Frau Lorenz, die Lehrerin und Vermittlerin zwischen den beiden gegensätzlichen Welten, hat selbst ein dunkles Geheimnis und wird von Leonie Kunzendorf dargestellt. Unterstützt wird das Ensemble von einem engagierten Team hinter den Kulissen, das Bühne, Technik, Maske und Dramaturgie mit viel Herzblut gestaltet.

Gespielt wird noch bis Sonntag 3. August im überdachten Schulhof der Grundschule Immenried, jeweils am Abend ab 20 Uhr.
Text und Fotos: Uli Gresser

Viele Bilder in der Galerie

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Fotos: Uli GResser

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