63,00 € für die Bus-Fahrt Immenried – Kißlegg?
Unser Leser Peter Schön kritisiert erneut die App des Verkehrsverbundes „bodo“
Über die Probleme mit der „bodo“-App für den öffentlichen Nahverkehr wurde bereits vielfach berichtet. Leider hat sich bis heute nichts verbessert – im Gegenteil: Die Situation wird zunehmend schlimmer.
Seit über zwei Jahren melde ich als Nutzer der „bodo“-App immer wieder gravierende Fehler und Unstimmigkeiten. Ob diese Meldungen tatsächlich bearbeitet werden, bleibt fraglich. Spürbare Verbesserungen gibt es jedenfalls nicht. Allein seit meinem letzten Leserbrief im November 2024 hat es drei Fahrplanwechsel gegeben, doch die bekannten Probleme bestehen unverändert fort.
Besonders absurd sind die Preisangaben für kurze Strecken. Möchte ich beispielsweise eine Busfahrkarte von Kißlegg-Immenried nach Kißlegg Bahnhof kaufen – eine Fahrt von neun Minuten innerhalb einer Zone –, schwankt der in der App angezeigte Preis zwischen 2,10 Euro und unglaublichen 63,00 Euro. Unter solchen Umständen ist selbst ein Taxi die günstigere und vor allem verlässlichere Alternative.
Noch ärgerlicher ist die Verbindung von Kißlegg nach Ravensburg. Die Strecke führt durch sechs kostenpflichtige Zonen, dennoch werden regelmäßig sieben Zonen berechnet. Nach einer Reklamation wird der Fehler zwar bestätigt, doch die Konsequenzen trägt zunächst der Fahrgast. Zuletzt im Oktober 2025 musste ich eine fehlerhafte Abbuchung beanstanden – die entsprechende Gutschrift erhielt ich erst im Februar 2026.
Was den Fahrgästen hier zugemutet wird, ist schlichtweg unglaublich. Wer den öffentlichen Nahverkehr attraktiver machen möchte, sollte zumindest dafür sorgen, dass Preise korrekt, transparent und verlässlich angezeigt werden. Davon ist man bei der „bodo“-App derzeit leider weit entfernt.
Peter Schön, Kißlegg-Immenried

Dieses Foto hat Peter Schön seinem Leserbrief beigegeben.
Anm. d. DBSZ-Red.: Leserbriefe sind Meinungsäußerungen. Die Redaktion der Bildschirmzeitung akzeptiert ein breites Spektrum an Meinungen. Nicht veröffentlich werden extremistische, persönlichkeitsverletzende oder offensichtlich wahrheitswidrige Äußerungen.
Bevorzugt veröffentlichen wir Leserbriefe zu lokalen und regionalen Themen. Aber auch Meinungsäußerungen zu allgemeinen Themen, die die hiesige Leserschaft bewegen, werden gerne entgegengenommen.










