Vereinsjubiläum des fiktiven TuS 04
Ziegelbach – Das diesjährige Lustspiel des Theatervereins Ziegelbach „TuS 04 Ziegelbach im Showfieber“, geschrieben von Beate Irmisch, stand noch einmal unter der bewährten Regie von Charly Glaser, der bereits bei der Begrüßung der Aufführung seinen Abschied vom Regiestuhl des Theaters bekannt gab.
Zum Inhalt des Stückes: Der Sportverein TuS 04 Ziegelbach feiert sein 75-jähriges Vereinsjubiläum. Die Altherrenmannschaft um Präsident Franz Scheckenbauer (Andy Glaser als dominanter Präsident und Wirt der Vereinskneipe) hat sich bereit erklärt, das Fest mit auszurichten. Mit einem Anflug von Torschlusspanik stellt er nun fest, dass das Jubiläum vor der Tür steht. Gemeinsam mit seinen Kumpels Gert Struller (Martin Häfele als dauer-„verletzter“ Kicker) und Otto Rohhackel (Kilian Hierlemann als größter Pantoffelheld des Ortes) lässt er die Köpfe, die ansonsten vor allem für Kopfbälle verwendet werden, rauchen. Vierter im Bunde ist Scheckenbauers Sohn Uwe, als fußballverrückter Kicker, gespielt von Oswin Butscher, den selbst die Avancen der Mäusi genannten Dorfschönheit, Tochter Margarete von Otto, kalt lassen. Dieser verlieh Heike Reichle die gute Figur und ihr schlichtes Gemüt, die aber dennoch mit einem pragmatischen Verstand gesegnet ist.
Nun sind gute Ideen sind gefragt, denn mit einem langweiligen Abend mit Musikverein und Kirchenchor lockt man keine Gäste hinter dem berühmten Ofen hervor. Was also soll es werden? Da hat Kalle Rummeligge, dem Gabriel Grad als Debütant hervorragend Gesicht und Profil eines Pastoralreferenten verleiht, die zündende Idee. Denn nebenbei ist er der heimliche Freund von Verena Kiebler, die als Wirtshaustochter Gitti den Männerladen zusammenhält.
Kein Kommersabend, mit vielen Reden und Gesängen soll es werden, auch keine Striptease-Show, wie es den Herren Kickern vorschwebt, sondern es soll eine Show stattfinden und zwar mit dem Motto „TuS 04 Ziegelbach sucht den Superstar“.
Natürlich kann das Vorhaben nicht geheim bleiben und so ruft es auch die besseren Hälften der Fußballhelden auf den Plan. Und so machen sich auch Mechthild Struller (Linda Böhler), Wilma Rohhackel (Marga Loritz) und ihre Freundin und als Frauenrechtlerin im Dorf bekannte Kuni Keusch, zupackend von Bauerntheater-Urgestein Doris Grimm dargestellt, daran, einen eigenen Show-Act zu planen.
Wie immer, wenn die zwei Welten von Männlein und Weiblein aufeinandertreffen, hagelt es markige Sprüche. „Die dätet besser Fahrradfahra, no dätet se sich scho ans absteiga gwöhna“, ist die Meinung der Frauen über ihre Kicker-Gatten. „Strippendes Krampfadergeschwader“ nennen die Herren die Idee ihrer besseren Hälften. Mäusi kontert den chauvinistischen Vorwurf von Uwe souverän: „Vier Gehirnzellen, für jede Herdplatte eine.“ Darauf sie: „Fünf, noch eine für den Backofen!“
Vorstand Franz hat auch besondere Pläne für seine Tochter: „Finger weg von meiner Tochter, die heiratet amol an Fußballer oder goht ins Kloster.“
Das Publikum, unter dem sehr viele Stammgäste bei den Aufführungen des Bauerntheater Ziegelbach sind, jedenfalls amüsierte sich über die Gags und Pointen köstlich, etwa als die Kicker den armen Kalle zur Ausnüchterung an einen Garderobenhaken hingen, oder als die Damen mit frisch erworbener Stola den Herren im Gastraum ihren Tanz vorführten.
Weitere Aufführungen
Die weiteren Aufführungen im Dorfstadel Ziegelbach finden statt am Samstag 03.01.2026, am Sonntag 04. 01.2026, am Montag 05.01.2026 und am 10.01.2026 jeweils um 20.00 Uhr.
BILDERGALERIE
Fotos: Uli Gresser
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