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Aus dem Gemeinderat

Überlegungen und Maßnahmen zum Hochwasser



Bad Wurzach – Stadtbaumeisterin Kathleen Kreutzer erklärte zu Beginn des Tagesordnungspunktes, dass das Gespräch mit Landratsamt und Regierungspräsidium zum Hochwasserschutz inzwischen stattgefunden habe. Dabei habe das Landratsamt Sachgebiet Oberflächengewässer erklärt, dass das Hochwasser Anfang Juni kein Starkregenereignis, sondern Ergebnis länger anhaltenden Regens gewesen sei. Die in der Woche vom 27. Mai bis 2.Juni gefallene Niederschlagsmenge entspreche dem Durchschnitt für die Monate Mai und Juni. Die Ausdehnung des Hochwassers habe den Berechnungen und Darstellungen in der Hochwassergefahrenkarten entsprochen.

Pufferwirkung des Riedes

Auffallend war bei dem Hochwasser, dass in den Ortschaften ein sprunghaft schneller Anstieg, aber auch ein entsprechend schneller Rückgang stattfand. In der Stadt lief der Anstieg aufgrund der Pufferwirkung des Riedes deutlich verzögerter ab. Ohne diese Pufferwirkung wäre deutlich mehr Wasser und auch deutlich schneller durch den Stadtbereich geflossen. Trotz des höheren Vernässunggrades des Moores aufgrund der  Wiedervernässungsmaßnahmen kann das Ried also mehr Wasser abspeichern. Auch die Biberdämme vermindern die Abflussgeschwindigkeit und -menge.

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Vorschlag: Absenkung des Geländes an der Ach im hinteren Kurpark

Es wurden bei besagtem Termin seitens der Stadt dabei auch Maßnahmen für den Hochwasserschutz vorgeschlagen, die außerhalb des Naturschutzgebietes liegen, um sie relativ einfach umsetzen zu können. Vorgeschlagen wurde
– eine Absenkung des Geländes an der Ach im hinteren Kurpark, um eine zusätzliche Überflutungsfläche vor dem Stadtbereich zu schaffen
– der Ausbau eines Bypasses von der Dietmannser bzw. Wurzacher Ach in den Kurparkweiher
– Erstellung einer Retentionsfläche hinter dem alten Hallenbad.

Die Maßnahmen müssten grundsätzlich auf Nutzen und Wirtschaftlichkeit mit Blick auf den Gebäudeschutz überprüft werden.

Auch die Bürger sind gefordert

Die Behörden betonten aber auch, dass zuallererst die Bürger selbst beim Hochwasserschutz Eigenmaßnahmen ergreifen sollten.

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Planung für Maßnahmen vergeben

Für das Hochwasserschutzkonzept der Stadt sind Maßnahmen an folgenden Orten vorgesehen:
Hochwasserrückhaltebecken vor Truilz, Eggmannsried im Lohgraben und Faulbach, Zingerlesmühle (Gospoldshofen), Hauerz im Sendener Bach, oberhalb von Truschwende, aber auch im Kurpark in Kombination mit weiteren Maßnahmen. In Haidgau soll die Verdolung des Haidgauer Ortsbaches vergrößert werden. Die vorgeschlagenen Maßnahmen wurden dem Landratsamt mitgeteilt und es wurde beim Ingenieurbüro Fassnacht ein Angebot eingeholt. Die Planungskosten der Maßnahmen würden demnach 202.000 € kosten. Auch die Planung wäre wie die Umsetzung förderungsfähig.

Sofortmaßnahmen

Als Sofortmaßnahmen sollen noch in diesem Jahr umgesetzt werden: Die Verlegung der Verdolung in Talhof 1-3, Erneuerung bzw. Erweiterung der Verdolung in Bauhofen und Rumpelmühle. Der Parkplatz beim Amtshaus soll in seiner Sickerfähigkeit angepasst werden.

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Fragen und Anmerkungen der Räte

Gisela Brodd (FW) freute sich in ihrer Funktion als Ortsvorsteherin von Unterschwarzach, dass Eggmannsried mit in den Maßnahmenkatalog aufgenommen wurde. Sie habe diesbezüglich auch  bei der Verwaltung in Ellwangen angefragt, aber bis dato keine Antwort erhalten. Klaus Schütt (CDU) begrüßte die Maßnahme beim Parkplatz Amtshaus und mahnte zugleich zur Eile beim Bau, weil es der wichtigste Parkplatz für die Innenstadt ist. Ernestina Frick (FW) sieht bei der Verdolung des Ortsbaches in Haidgau ein Problem bei der Umsetzung: „Die kann nicht einfach vergrößert werden.“ Franz-Josef Maier (MirWurzacher) schlug vor, den Wasserspiegel im Bereich der Vernässung im Ried um 12 cm abzusenken. Dies gehe aus Naturschutz-Gründen nicht, widersprach ihm Kreutzer.

Der Gemeinderat stimmte den vorgeschlagenen Maßnahmen – Erstellung eines Hochwasserschutzkonzeptes und Beauftragung Fassnacht-Ingenieure sowie die Umsetzung kleiner Sofortmaßnahmen – einstimmig zu.
Uli Gresser

Unter Downloads haben wir die Sitzungsvorlage hinterlegt, die noch detaillierter auf den Sachverhalt eingeht

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