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Nach der Abstimmung

Stimmen zur Turm-Entscheidung



Bad Wurzach (rei) – Bildschirmzeitungsredakteur Gerhard Reischmann hatte am Sonntagabend, nachdem das Abstimmungsergebnis bekannt war, noch Gelegenheit zu einem kurzen Gespräch mit Bürgermeisterin Alexandra Scherer und mit Herbert Birk von der Bürgerinitiative gegen den Turm. Und am Montag erreichte er CDU-Chefin Emina Wiest-Salkanovic am Telefon:

Bürgermeisterin Scherer zeigte sich erleichtert über die Eindeutigkeit des Ergebnisses. Ein knappes Ergebnis wäre „schwierig“ gewesen. Man habe viel Arbeit in das Projekt investiert, aber der Bürgerwille sei eindeutig und werde selbstverständlich akzeptiert. Am Abstimmungsabend sei nicht die Zeit, um über Projekte in Reaktion auf die Turmentscheidung zu sprechen. Man wisse um die Bedeutung des Riedes. „Das ist unser Schatz, ein Pfund, mit dem wir wuchern können.“ Man müsse nun in Ruhe schauen, welche Möglichkeiten es für Bad Wurzach gibt, sich als Stadt ansonsten weiterzuentwickeln. Den Bürgerentscheid und den vorangegangenen Wahlkampf sieht die Bürgermeisterin als wichtigen „klärenden“ Prozess an, der viele Informationen in die Bürgerschaft hineingegeben habe. „Das war gut so.“

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Auch Herbert Birk sprach die Eindeutigkeit des Ergebnisses an. Es sei gut gewesen, die Turmfrage über einen Bürgerentscheid zu beantworten. „Die vielen Unterschriften haben das ermöglicht“, sagte er mit Blick auf das Bürgerbegehren im Sommer letzten Jahres. Es habe drei entscheidende Faktoren für das starke Nein zum Turm gegeben: die Kosten, der Naturschutz und die Standortfrage.

Emina Wiest-Salkanovic, Sprecherin der CDU-Fraktion im Gemeinderat und engagierte Befürworterin des Turm-Projektes, sagte auf Anfrage des „Wurzachers“: „Der Bürger hat entschieden. Mit großer Deutlichkeit. Das wird akzeptiert. Schade um das schöne Projekt.“ Der Bürgerentscheid habe die Turmfrage endgültig geklärt. Dass jetzt zum Beispiel in Facebook in verletzender Weise nachgekartet werde, sei abstoßend und im Grunde undemokratisch. Emina Wiest-Salkanovic ist es ein Anliegen, all den vielen Mitkämpfern und auch den fast 3000 Bürgern und Bürgerinnen, die für den Turm gestimmt haben, zu danken. Den Turmgegnern ruft sie zu: „Jetzt gilt es, unser Bad Wurzach gemeinsam voranzubringen.“

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