Riedmeckeler feierten mit Rumbombe und DJ Robin
Bad Wurzach – Die Narrenzunft D‘ Riedmeckeler Bad Wurzach feierte in dieser Saison ihr 75-jähriges Bestehen. Am Fasnetssonntag gab es dafür eine ganz besondere Geburtstagsparty. Mit Ballermann-Sänger und -Songwriter „Rumbombe als Top-Act, Er und DJ ROBIN heizten am Vorabend des Rosenmontags, an dem traditionell der Wurzacher Narrensprung steigt, dem zumeist jungen Publikum besonders ein.
Zum Auftakt des Abends, an dem der Musikverein Ziegelbach um Vorstand Freddy Holzmüller für den Getränkenachschub sorgte und vor dem Zelt mehrere Foodtrucks für die feste Nahrung sorgten, bereitete DJ Shor-T, das Wurzacher DJ-Eigengewächs, musikalisch und stimmungsmäßig das Feld für die berühmten Ballermänner wie DJ Robin und Rumbombe.
Bekannt durch den Bierkönig auf Mallorca
DJ Robin geboren in Stuttgart ist ein DJ und Partyschlagersänger, der zunächst vor allem durch seine musikalische Tätigkeit auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart und später im Bierkönig auf Mallorca bekannt wurde. Er lernte Trompetespielen in seinem Musikverein in Ditzingen und fühlte sich schon früh zur Guggenmusik und zur Fasnet hingezogen. Parallel dazu baute er sich eine Karriere als DJ auf zunächst bei privaten Feiern, ehe er mit 18 Jahren sein erstes Engagement bei einer Diskothek erhielt. 2020 erhielt er beim Bierkönig einen Vertrag, allerdings musste die Saison dann wegen Covid abgebrochen werden. Da keine Live-Auftritte mehr möglich waren, bespielte er über den Winter 2020/2021 intensiv die Streaming-Plattform Twitch. Er veröffentlichte diverse Livestreams und übernahm zum Frühjahr und Sommer hin und wieder lokale Events. Seit 2022 steht er wieder im Bierkönig auf der Bühne und tourt durch ganz Deutschland. Im Frühling 2022 veröffentlichte er seinen ersten Charthit Layla zusammen mit dem Schlagersänger Schürze.
Natürlich lagen dem Sänger und DJ im Wurzacher Zelt nicht nur die jungen Damen im übertragenen Sinn zu Füßen. Einige hatten auch das Glück, von ihm bei den diversen Hits auf die Bühne geholt zu werden. Das Stimmungsbarometer stieg und stieg, mit ihm auch die Phonzahl: denn merke, man wird ja nur einmal im Leben 75 Jahre. Und als DJ Robin dann für seinen Kollegen räumte, öffnete der Himmel seine Schleusen, ein wahrer Schneesturm fegte in den nächsten Stunden über Bad Wurzach und die Region hinweg.
Der Top-Act Rumbombe heißt mit bürgerlichem Namen Robin Maximilian Mayer und wurde 1990 in Mainz geboren. Der deutsche Partyschlagersänger verdiente einige Zeit auf Mallorca mit Ballermann-Songs seine Brötchen. Er kam ursprünglich musikalisch aus der Rap-Ecke, Mit „Mein Bloc“ von Sido erwachte in ihm das Interesse für die Musik und das Schreiben eigener Songs. Zunächst arbeitete er zunächst als Mediengestalter und Webdesigner. Nach einer Auszeit nach seinem 30. Geburtstag kam die Wende: Die Idee, eigene Ballermann-Songs zu schreiben, entstand durch einen Podcast über den berühmten Bierkönig. Dort kam ihm dann irgendwann der Gedanke „Warum nicht selbst mal Ballermann-Songs schreiben?“ Das könnte er genauso gut wie alle anderen.
Inspiriert wurde er dabei von „Layla“ von ebendiesem DJ Robin und „Dicht im Flieger“ von Julian Sommer. Im Juni 2022 wurde das Music-Label „Wird wild“ aus Berlin auf ihn aufmerksam. Dort gelangen ihm einige Achtungserfolge, bis er im April 2023 erstmals im Bierkönig auftrat. Der Durchbruch gelang ihm dann 2025 mit „Hurensohn“. Das Ballermann-Lied erreichte Platz 31 in den deutschen Charts.
Wie bei DJ Robin war das Publikum im annähernd vollen Wurzacher Festzelt sofort da. Das in den ersten Reihen zumeist weibliche Publikum stürzte sich euphorisch ins Getümmel und genoss das Bierkönig- und Ballermann-Feeling sichtlich. Dass die Texte eindeutig zweideutig und garantiert an der Gender- und Moralin-Polizei vorbei geschmuggelt waren, interessierte an diesem denkwürdigen Abend sowie so keinen der Anwesenden. Es war Fasnet und da galt es, das Leben und das Jubiläum zu feiern.
Als Rumbombe nach mehreren Zugaben die Bühne verließ, lag außerhalb des Zeltes schon eine geschlossene Schneedecke, DJ Shor-T übernahm wieder und sorgte bis zum pünktlichen Ende um Mitternacht, weiter für gute Stimmung. Pünktlich war dann Schluss, denn schließlich standen bereits wenige Stunden später für viele die nächsten Arbeitseinsätze an: Beim Zunftmeisterempfang und dem fasnetsmäßigen Höhepunkt des Jubiläums, dem traditionellen Rosenmontags Narrensprung, galt es wieder fit zu sein für den Saisonendspurt.
Text und Bilder: Uli Gresser
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