Prächtige Stimmung beim diesjährigen Wirtshausmusizieren
Bad Wurzach – Drei Wirtschaften, drei Musikgruppen und jede Menge gute Laune zum Einstieg ins Wochenende: Das ist die Tradition des Wirtshausmusizierens, das sehr viele Fans in der Region hat.
Günter Musch, Walter Strobel und Alexander Strobel begannen ihre musikalische Reise durch die Wirtshäuser in der „Wacht am Rhein“. Günter Musch und Walter Strobel waren beide Teile der legendären „Ziegelbacher“. Gemeinsam mit den Enkeln Frieda und Henry von Walter Strobel, die in dem uralten-komödiantischen Zwiegesang „Ein Loch ist im Eimer, oh Henry“ die ideale Spielwiese hatten, um ihre ersten musikalischen Meriten einzuheimsen. Mit Liedern wie Griechischer Wein von Udo Jürgens oder Die kleine Kneipe, die mit Peter Alexander weltbekannt wurden, luden zum Mitsingen ein. Aber auch der aktuelle Hit der abgelaufenen Fasnetsaison „Gute Laune“ fand Eingang in das Repertoire der Wirtshausmusikanten. Zusätzlich für gute Laune sorgte Günter Musch immer wieder mit seinen eingestreuten Witzen. Von der Wacht am Rhein ging es für die Musiker weiter ins Waldhorn in Dietmanns.
“Alberser Liederheft”
Der „Alberser Zweigesang“ mit Rosl Grösser und Brigitte Minsch startete vom „Waldhorn“ in Dietmanns aus. Die Beiden verteilten in jeder Wirtschaft ihr „Alberser Liederheft“, aus dem das Publikum auf Zuruf das Lied auswählte, das als nächstes gemeinsam gesungen wurde. Und damit auch alle die richtige Seitenzahl aufschlugen, wurden die Liedseiten-Nummern von Brigitte Minsch auf einer Schiefertafel mit Kreide angezeigt. Das zum großen Teil aus Stammgästen bestehende Publikum konnte viele auswendig mitsingen. Aber die unter ihrem „Künstlernamen“ Jodler-Rosl bekannte Rosl Grösser hatte auch einige Solonummern im Programm. Der Weg des Duos führte im Anschluss in den Hirschen in Unterschwarzach.
Apropos Weg: Nicht immer sind die Wegstrecken, die von den Musikgruppen zu bewältigen sind, so einfach zu fahren wie in diesem Jahr, wo der Frühling sich tagsüber erstmals so richtig gezeigt hatte. In manchen Jahren mussten sie sich auch – jahreszeit bedingt – durch wildes Schneegestöber kämpfen.
Die „Vierer-Musig“ mit Wolfgang Grösser (Tenorhorn), Frank Seitz (Bass-Tuba), Stefan Grösser (Flügelhorn) und Gregor Holzmann (Steirische Harmonika) begann eben dort im Gasthaus Hirsch ihre musikalische Rundreise. Das Quartett unterhielt die Wirtshausbesucher dort in der sehr gut gefüllten Gaststube rund eine Stunde lang mit Klassikern aus der populären Blasmusik wie etwa „Dem Land Tirol die Treue“ aber auch böhmisch-mährischen Polkas und bekannten Walzermelodien zum Mitschunkeln, ehe sie zur nächsten Station nach Seibranz aufbrachen und von dort danach zu ihrer letzten Station ins Waldhorn.
Abschluss im “Hirsch” in Unterschwarzach
Die Gäste können im jeweiligen Wirtshaus sitzen bleiben und wer es im Hirsch lange genug aushielt, kam am späteren Abend noch einmal in den Genuss so gut wie aller Musikanten, denn dort findet traditionsgemäß der gemeinsame Abschluss des Abends statt.
Text und Bilder: Uli Gresser
Viele Bilder in der Galerie













