Neues Bockbier bei 41. Auflage
Ziegelbach – Bereits zum 41. Mal wurde im Dorfstadel Ziegelbach das traditionelle Bockbierfest der Feuerwehrabteilung Ziegelbach veranstaltet, der Musikverein um Freddy Holzmüller sorgte am Samstagabend nicht nur musikalisch, sondern auch mit seinen Showeinlagen für gute Laune bei den Besuchern.
Moderiert von Freddy Holzmüller
Mit der Egerländer Komposition „Füreinander da“ von Martin und Stefan Hutter führte die große Besetzung der Ziegelbacher Musikanten um Dirigent Bernd Schosser in das Programm ein, durch das in gewohnter Manier Vorstand Freddy Holzmüller führte.
Unter dem Motto „Zeit für was Gutes“ schenkten Abteilungskommandant Peter Kiebler und seine Leute in diesem Jahr erstmals im Dorfstadel in Ziegelbach bei ihrem Bockbierfest das traditionell eingebraute, untergärige Starkbier, das Meckatzer Doppelbock, aus. Neben dieser flüssigen Neuerung blieb alles beim Alten: Der „Vorgesetzte“ von Peter Kiebler, Stadtkommandant Rolf Butscher, sorgte gemeinsam mit dem Küchenteam für knusprige Schweinshaxen, zarte Rippchen, kurzum für beste bayerische Schmankerl, für große Gaumenfreuden.
Solo von Gebhard Kuhn
Kurz vor dem Umbau auf die kleine Besetzung konnte sich Gebhard Kuhn mit seinem Flügelhorn bei Gabriellas Song als Solist auszeichnen. Denn für das folgende Showprogramm wurde auf der Bühne jeder Quadratzentimeter Platz gebraucht.
Den Auftakt machte wieder das Team vom Sprachkurs „Altbayrisch für Anfänger“ das im Rahmen der 40- jährigen Geschichte des Bockbierfestes schon zur Institution geworden ist. Thema in diesem Jahr: „Wie ziehe ich einen Versicherungsvertreter mit Kaffee und Kuchen elegant über den Tisch.“
Nach ein paar Blasmusikklassikern, wie dem Bayrischen Defiliermarsch oder der Weinkellerpolka, war die Bühne frei für Anthony und seine Mädels, die ebenfalls schon seit vielen Jahren zum „Inventar“ des Bockbierfestsamstagabends gehören. Thema in diesem Jahr: „Fitness“, um im Sommer im Bikini wieder eine gute Figur zu machen. Anstelle des schwer zubändigenden Hula-Hoop-Reifens fanden die Mädels eine viel pragmatischere Lösung…
Publikumsspiel
Was eine gute Marschausbildung wert ist, zeigte sich beim diesjährigen Publikumsspiel: Zwei Damen des Musikvereines Arnach schafften es problemlos, mit verbundenen Augen sich innerhalb des winzigen Quadrates zum Marsch dem Land Tirol die Treue auf der Stelle zu marschieren, ohne es zu verlassen. Die Dritte im Bunde legte dagegen sich im Kreis drehend „eine kleine Weltreise“ zurück: O-Ton Freddy Holzmüller. Einen klaren Sieger und einen ebenso klaren Verlierer sah man dagegen bei den männlichen Gegenstücken.
Beim letzten Programmpunkt des Showteiles flogen buchstäblich die Fetzen: Die Tiroler Holzhackerbuam sägten und hackten zwischen ihren gekonnten Schuhplattler-Einlagen an einem echten Holzbalken, dass die Hackschnitzel und Sägespäne nur so flogen. Und welcher Musiker träumt nicht ab und zu davon, mit seinem Dirigenten einfach mal Schubkarren zu fahren und ihm den Hintern zu versohlen: Diese Gelegenheit bot sich tatsächlich einem von ihnen bei einer Schuhplattler-Figur, als Bernd Schosser sein Partner war.
Im zweiten Teil mit der großen Besetzung der Kapelle gab es neben den Blasmusikklassikern Klassiker wie Böhmische Liebe, Deutschmeister Regimentsmarsch oder Auf die Vogelwiese auch einige Titel der Fäaschtbänkler. Nicht fehlen durften natürlich Pop-Ikonen wie „Sweet Caroline “, „Im Wagen vor mir“ oder „Über sieben Brücken musst du geh´n“. Gerade sehr en vogue sind auch Italien-Songs, wie die Italo-Pop Classics oder Gassenhauer wie „Bella Napoli oder „Ciao Amore“, mit denen die Musiker den Abend, beziehungsweise den beginnenden Morgen, musikalisch ausklingen ließen. Und in der Blaulichtbar warteten auf Besucher wie Musiker zahlreiche hochgeistige Getränke auf sie.
Zum obligatorischen Frühschoppen am Sonntagmorgen, den die Mühlenfestmusikanten mit einem bunten Strauß an Stimmungsmusik bestritten, strömten die Menschenmassen wie eh und je, so dass so manche bayrische Spezialität wie Schweinshaxe rasch ausverkauft war.
Bericht und Bilder: Uli Gresser
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