Mannes Sangesmannen begeisterten beim Schwäbischen Abend das Publikum
Bad Wurzach – Mannes Sangesmannen gastierten am 28. Februar im Dorfstadel Ziegelbach. Auf Einladung der Vereine Landwirtschaftlicher Fachbildung Ravensburg-Waldsee e. V. und Leutkirch-Wangen e. V., kurz VLF sorgten sie bei den rund 300 Zuhörern beim traditionellen Comedy-Abend der beiden Vereine für beste Stimmung.
Hauptorganisatorin Christine Dorn-Bohner
Christine Dorn-Bohner ist diejenige, die den Comedy-Abend etabliert hat und nach wie vor Hauptorganisatorin. Sie übernahm auch in diesem Jahr wieder die Begrüßung der Besucher und Gäste, u.a. die Ehrenvorsitzenden der Vereine Albrecht Siegel, Hans Frick, Franz Krug und Walter Mohr. In diesem Zuge bedankte sie sich bei Beatrice Ruopp und Inga Holzinger, die sehr viele Vorarbeiten übernommen hatten. Ein besonderer Dank ging auch an Andy Glaser, der die Organisatoren für das Konzert an Licht und Ton unterstützte.
Ein ganz besonderes Dankeschön richtete Dorn-Bohner an die Ortsvorsteherin von Ziegelbach, Sybille Schleweck, die den Vereinen diesen Comedy Abend erst ermöglichte, indem sie den beiden Vereinen den Dorfstadel zur Verfügung stellte.
Die Hauptakteure sind die sechs ehemaligen Kollegsschüler, die seit 25 Jahren ein fester Bestandteil der Kleinkunstszene in Oberschwaben sind und schon mehrfach Auftritte in Radio und Fernsehen hatten. In ihren Texten beleuchten die Träger des Kleinkunst-Preises des Landes Baden-Württemberg das Leben in Oberschwaben und schauen dabei ironisch, hintergründig und manchmal auch skurril über den oberschwäbischen Tellerrand hinaus. Kopf der Gruppe ist Manfred Gaupp, der wie Florian Tobisch selbst Lehrer am Salvatorkolleg ist. Johannes Tress ist in der Region als Musiker und Chorleiter eine Institution, Manager der Gruppe ist Uli Hones und Radiomoderator Johannes Ott das „Sprachrohr“ der Gruppe auf der Bühne. Alexander Stützle vervollständigt die aktuelle Besetzung der A-Cappella-Gruppe.
Ziegelbach-Lied
Als diese nach ihrem Marsch durch den Saal – natürlich mit ihrem Markenzeichen, den lilafarbenen „Michelberger-Tüten“ mit ihrem Opener, dem „Landkrois-Liad“ auf der Bühne standen, war es Zeit für eine Bestandsaufnahme für ein Ziegelbach-Lied. Dafür stellte dann Moderator Johannes Ott der Ortsvorsteherin Sybille Schleweck einige Fragen über den Ort: Den Namen der Kirche, des Pfarrers „Meschenmoser´s Paddy“, des größten Vereines und des besten Festes „Bockbierfeschd“ mit „Mähkatzer“. Weitere Antworten der Ortsvorsteherin lauteten: dia nette Leit, die ländliche aber zentrale Wohnlage und die Nähe zu ihrem Heimatort Hauerz. Woraus die Sänger dann ganz schnell den nächsten Song improvisierten.
Apropos improvisieren: Tenor Florian Tobisch hätte eigentlich wegen gewisser Nachwehen der Fasnet ins Bett gehört, also trafen sich die Sänger am Nachmittag und warfen das ganze Programm über den Haufen, damit er doch – halt eine Etage tiefer – mitsingen konnte. Und so kam das Publikum im Dorfstadel in den Genuss von einigen neuen Liedern, wie „I ben a Dorfkind“, „So was woiß ma halt“, „Sisch a ootz Plog bei Nacht em bett mitr a Schnock“. Oder das makabre und skurrile Grabstein-Lied. Ein ganz besonderes Lied ist der Gockeler-Zyklus: Hier wechselt dessen Aggregat-Zustand von Kalt auf Warm und im zweiten Teil von heiß auf knusprig…
Dann verabschiedeten sich die Sänger in eine kurze Pause. Diese nutzte Robert Wespel, Vorstandsmitglied des VLF aus Kisslegg, um sich bei den Sängern, den Organisatoren, vor allem aber bei Küche, Theke und den fleißigen Bedienungen zu bedanken.
Mit neuem Elan und dem früheren Intro von Eurovisions-Sendungen kamen die Sangesmannen zurück auf die Bühne und brachten einige ihrer Klassiker mit: Das Lied vom Katza-Bohle etwa oder dasjenige vom Backstoi-Käs, der koine Fiassle bekommen durfte. Wen Johannes Ott sich im Publikum auserkoren hat, bei dem dringt er bisweilen mit seinen Fragen bis weit in Sphären vor, in die auch gute Bekannte der Zielperson selten kommen. Oder er „leiht“ sich bei seinem Ausflug ins Publikum einfach mal ein Kleidungsstück, in diesem Fall ein Halstuch, um damit bei der nächsten Nummer ein wenig Magie ins Spiel zu bringen.
Und weil Landwirte ja des morgens früh raus müssen, nahmen die Sänger von Mannes Sangesmannen auch darauf Rücksicht und beendeten – natürlich nicht ohne Zugabe – das Konzert nach zweieinhalb höchst amüsanten Stunden.. Nach der Überreichung eines Blumengeschenkes durch das Orga-Team beendeten die Sangesmannen ihren Auftritt mit dem berühmt-berüchtigten Wackelkontakt-Lied und genehmigten sich damit sogar einen Ausflug ins Hochdeutsche.
Bericht und Bilder: Uli Gresser
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