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“Hoffnung auf Frieden”

Lichterweg zu St. Sebastian war in diesem Jahr besonders eindrucksvoll



Foto: Ulrich Gresser
Schöner Brauch ist bei der Meditation das Entzünden der Lichterweg Kerze.

Haidgau – Wer einen besonderen Silvesterabend erleben wollte, konnte dies am Silvesterabend mit einer Wanderung auf dem Lichterweg tun, der abwechselnd von den Gemeinden Haisterkirch und in diesem Jahr von der Pfarrkirche St. Nikolaus in Haidgau aus zur St. Sebastians-Kapelle hinaufführte.

In diesem Jahr war dies ein ganz besonderes Erlebnis: Die Nacht war klirrend kalt, der Himmel über dem mit Reif überzogenen Wald war sternenklar. Die mit Reif überzuckerten Bäume reflektierten das Mondlicht wunderbar, so dass die vielen Wanderer, die den annähernd 300 Lichtern folgten, nicht Gefahr liefen, vom rechten Weg abzukommen. Sie konnten entspannt den Alltagstrubel hinter sich lassen und eine sinnliche Nachtwanderung genießen.

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Ab dem Einbruch der Nacht um etwa 17.00 Uhr wurden die Laternenlichter am Straßenrand entzündet, die exakt ausgemessen zuvor von fleißigen Helfern alle zehn Meter am Straßenrand platziert worden waren und den Wanderern den Weg wiesen.

Startpunkt war die Kirche St. Nikolaus in Haidgau. Von dort konnte Jedermann sich auf die zirka 2,4 km lange Strecke begeben. Das „schwerste“ Wegstück, die rund 400 Meter lange Steigung von der Hohlgasse bis zum Aussiedlerhof der Familie Kretzer, kam gleich zu Beginn, anschließend stieg der Weg nur noch gemächlich an.

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Wer wollte, konnte sich der Hauptwandergruppe anschließen, die um 21.45 Uhr loslief. In dieser gingen auch die Organisatoren des diesjährigen Lichterweges mit, die später in der Kapelle den diesjährigen meditativ-geistlichen Impuls mit dem im abgelaufenen Jahr immer wichtiger werdenden Motto „Hoffnung auf Frieden“ setzten. Oben angekommen bot die Kapelle, die vom Lichterweg-Team außen ebenfalls noch von zahlreichen Kerzenlichtern illuminiert worden war, einen beeindruckenden Anblick.

Es waren rund 16 Personen, welche die besinnlichen Texte mit vielen Zitaten von bekannten Pazifisten und prominenten Personen des öffentlichen Lebens vortrugen. Eröffnet wurde die Meditationsstunde in der vom Kerzenschein erleuchteten Wallfahrtskapelle Kapelle St. Sebastian mit dem gemeinsam gesungenen Gotteslob-Lied „Da berühren sich Himmel und Erde.“ Nach der Begrüßung wurde die Lichterweg-Kerze, die seit 2013 alljährlich während des Impulses brennt, für die Dauer der Meditation entzündet.

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In ihren Texten mit Betrachtungen über Frieden und Hoffnung wurde deutlich, wie wichtig Frieden und Harmonie für das Wohlbefinden der Menschheit sind. Es könne manchmal im Alltagstrubel schwierig sein, die nötige Muße zum Innehalten zu finden. Dennoch sei es wichtig, regelmäßig innezuhalten, um sich auf das Wesentliche zu besinnen. Zitat des Dalai Lama: „Wir können nie Frieden in der Welt erlangen, bis wir Frieden in uns selbst haben.“ Zitat John Lennon: „Frieden ist nicht etwas, das du einfach hast, sondern etwas das du tun musst.“ Es sei daher nötig, aus der Passivität aktiv daran zu arbeiten, „Frieden zu schaffen, wo immer es geht.“ „Hoffnung ist der erste Schritt auf dem Weg zu einer besseren Zukunft.“ „In der Hoffnung finden wir den Mut, neue Wege zu gehen.“ Zitate über Hoffnung böten in schwierigen Zeiten – wie den aktuellen – einen Wegweiser, der uns den Glauben an eine positive Zukunft zurückgeben könne. Hoffnung sei ja nicht nur ein Gefühl – sie sei ein wesentlicher Bestandteil unseres inneren Antriebs. Ein Soziologe wunderte sich vor kurzem darüber, warum dieser wissenschaftlich bewiesene Faktor des Menschseins nicht besser erforscht wird.

Nach der von mehreren Liedern umrahmten Meditation machte sich die große Gruppe auf den Rückweg, um rechtzeitig zum Jahreswechsel am Waldrand freien Blick auf Haidgau, die Haid und Bad Wurzach zu haben, um dort auf das neue Jahr anzustoßen und die Feuerwerke an den verschiedenen Orten zu genießen.
Text und Bilder: Uli Gresser

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Fotos: Ulrich Gresser

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