Landjugendball in Unterschwarzach: Oifach schee
Unterschwarzach – Der Landjugendball in Unterschwarzach eröffnet traditionell den Reigen der großen Bälle in der Region. Auch in diesem Jahr konnten sich die zahlreichen Besucher in der vollbesetzten Festhalle in Unterschwarzach über ein tolles, selbstgemachtes Programm freuen.
Das filmische Intro, das ebenfalls schon eine lange Tradition aufweisen kann, handelte in diesem Jahr davon, dass die Macher des Balles an fast alles gedacht hatten – nur nicht an einen Ansager. Also wurde ein Casting ausgeschrieben, bei dem sich mehr oder weniger (un-)geeignete Kandidaten vorstellten. Und so kam es, dass das Ballprogramm halt ohne Ansager über die Bühne ging.
Die Gardemädchen der Landjugend boten zum Einstieg ins Live-Programm wie in jedem Jahr eine rasante Tanzvorführung mit akrobatischen Elementen.
Mit Hammer und Meisel musste danach in der Arztpraxis die Ärztin in dem Sketch des Musikvereines Eggmannsried an ihren Patienten von der nahen Baustelle arbeiten, weil diese in Ermangelung von entsprechenden Hygienepapieren im Baustellen-Restroom einfach (nicht ganz) leere Zementsäcke verwendeten.
Da behaupte noch ein Mann, Frauen könnten nicht sparen: Der weibliche Teil eines Junggesellinnenabschiedes ging sparsam bis geizig an die Vorbereitungen ihres Parts an der Feier per What´s App-Gruppe heran. Die Kerle dagegen nach dem Motto „Was kostet die Welt?“ Sie planten die Organisation des Abschiedes aus dem Single-Dasein so großzügig, dass der erste Ehestreit schon vorprgammiert sein dürfte, noch ehe das Jawort gesprochen wurde.
Dann ging es auf große Fahrt: Die Dorfjugend machte sich mit Traktor und Polizeiwagen (und Dreiliter-Flasche Meckatzer) auf zur brandneuen McDonalds-Filiale in der großen Kreisstadt Bad Waldsee, wo es dann auch gleich wegen gewisser Sprachbarrieren zu Verwicklungen kam.
Dann war Pause, Zeit um sich mit frischen Getränken und leckeren Seelen einzudecken.
Higlight des Balles: Büttenrede von Manfred Ruf
In diesem Jahr sprach er als geheimnisvolle Dame, die einem ganz speziellen Gewerbe nachgeht, und mit hohen Absätzen durch die Gegend stöckelt über Gott und die Welt. Speziell natürlich über die Halbgötter in Weiß, noch spezieller über einen gewissen Dr. Mang. Ein Auszug aus dem Gespräch: „Der hat das Gamsbart-Syndrom.“ „???“ „Den kennet se an Huat stecka“, sprach die Dame über einen ihrer „Klienten“.
Die Musikkapelle Harmonie Unterschwarzach griff bei ihrem musikalischen Beitrag auf ein Stück der Schrillen Fehlaperlen zurück, bei dem es im Refrain heißt: „Was goht des di ah, des goht di gar nix ah, mir singat bloß a liad dr vo.“
Um die Atmosphäre wieder etwas zu entspannen, kam der Tanz der LJG-Mädels gerade recht, der mit Licht- und Nebeleffekten den Fokus neu ausrichtete. Die LJG-Jungs eröffneten in Unterschwarzach eine Zweig-Station der Bergwacht, und das natürlich wieder mit allerhand technischen Finessen. Da bretterte schon mal ein echter Ski-Doo über die Bühne, nur der Rettungs-Hubschrauber war etwas zu groß (und wohl auch etwas zu teuer), der passte beim besten Willen nicht in die Halle in Unterschwarzach. Natürlich hofften die beiden Bergwacht Teams darauf, eine ruhige Kugel zu schieben. Aber die LJG-Jungs wären nicht die die LJG-Jungs, wenn da bei ihrem Sketsch nicht viel Action mit im Spiel wäre. Und sie griffen zu unorthodoxen Methoden um ihre „Kunden“ zu retten: Als Lebensretter-Werkzeug kam schon mal – weil man den eigentlich Defi vergessen hatte – ein Autobatterie-Überbrückungskabel erfolgreich zum Einsatz.
Nachdem sich alle Akteure noch einmal zum großen Finale auf der Bühne versammelt hatten und nach dem selbige dann abgebaut wa, konnte DJ Tob seine Arbeit aufnehmen und für die richtige musikalische Stimmung sorgen. Nach dem Öffnen der Bar trugen deren Getränke dann zu der entsprechenden närrischen Stimmung bei.
Text und Bilder:Uli Gresser
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