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Narrensprung Haidgau

Kleiner, aber feiner Narrensprung im Jahre 51 der Chadalohs



Foto: Ulrich Gresser

Haidgau – Beim diesjährigen Narrensprung haben die Verantwortlichen bewusst die Bremse gezogen, nachdem beim Jubiläum im Vorjahr alle ANR-Zünfte eingeladen werden mussten. Mit 48 Umzugspositionen war er deutlich kürzer als im Vorjahr. Gleichgeblieben aber ist der hohe Unterhaltungswert, den Günther „Turbo“ Angele und Alex Wild – in diesem Jahr als Clowns getarnt – als Moderatoren und Ansagern den zahlreichen Besuchern und den Ehrengästen auf der zur Ehrentribüne umgestalteten LKW-Pritsche boten.

Wer an diesem Tag mit dem Auto das „Hoigamer Narrennest“ anfuhr, musste früh dran sein oder er hatte noch einen weiten Fußweg vor sich: Im Süden mussten die Besucher fast in Kimpfler parken, im Westen ging es kurz nach der Abfahrt von der L314 kaum noch weiter.

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Eine Neuerung war wieder die Rückkehr zum alten Umzugsweg, also Aufstellungsplatz hinter der Halle in der Ehrensberger Straße, dann am Rathaus vorbei die Hauptstraße hinunter und wieder zurück zur Halle, wo die Disco-Zelte für heftige Beschallung sorgte.

Pünktlich um 14.00 Uhr eröffnete die Musikkapelle Haidgau den Narrensprung gemeinsam mit Fahnenabordnung, Narrensamen, sowie Wachtmeister und Fasnetslader, den beiden besonderen Einzelfiguren der Haidgauer Zunft. Und noch eine weitere Gruppe aus der Ortschaft folgte ihnen: Die Kindergarten-Kinder von St. Nikolaus, deren Narrenruf bezeichnenderweise „Schrei-Hälse“ lautete.

Die Vogter Heufresser, die als erste externe Gruppe auf den Umzugsweg startete, gehört praktisch zur Familie: Die Chadalohs waren sozusagen die Patenonkel und -tanten bei deren Aufnahme in den ANR.

Mit den Unterschwarzachern Schwaaz´r Butz folgte eine weitere Zunft, bei denen die Chadalohs als Pate für die ANR-Aufnahme fungiert hatten. Alljährlich nicht fehlen durfte da natürlich nicht die Garde der LJG Unterschwarzach. Mit den reizenden Damen konnte auch Alex Wild wieder seine tänzerischen Fähigkeiten sowie seine Gelenkigkeit unter Beweis stellen. Ganz Bergatreute dürfte wieder einmal wie leergefegt gewesen sein, denn ein orange-grünes Jordanhexen-Meer flutete die Straßen des kleinen Ortes am nördlichen Riedrand. Auch die Baienfurter Henkerhaus Zunft und die Dora-Weibla aus Dornstadt sind Patenzünfte der Chadalohs. Natürlich nicht fehlen durfte die Haidgauer „Konkurrenz“, die Haidgauer (… )Sippe, die in der Vergangenheit im Zuge des Gender-Wahns einen Teil ihres Namens eingebüßt hat und der Vertreter beim Zunftmeisterempfang mit dem Singen des Volksliedes „Lustig ist das (Beep)-Leben“ ein kleines Statement abgaben.

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Stammgäste beim Haidgauer Sprung sind etwa die Narrenzunft Laudonia Lauingen, die närrische Heimat von Co-Ansager Alex Wild, die alljährlich eine der längsten Anfahrtswege auf sich nehmen. Ebenfalls immer dabei: Die Narrenzunft Ochsenhausen mit ihrem urigen Roale und dem weiblichen Pendant, dem Rankenweible. Ebenfalls Stammgäste sind die Eberhardzeller „Schwarze Katz“ mit ihrem Riesen-Heer an Neideck-Hexen oder auch die auf einen klangvollen Namen hörende Ravensburger „Schwarze Veri“- Zunft. Mit der Plätzler-Zunft Altdorf aus Weingarten war in diesem Jahr auch wieder eine der honorigsten und ältesten Zünfte Oberschwabens zu Gast, die mit ihren Karbatschen ein besonderes Flair verbreiteten.

Nicht gerade zartfühlend gingen die Ellwanger Bahwaldbohle mit den beiden Ansager-Clowns um: Mit ihrer Spezialität, den Erdnüssen, stopften sie beiden für einige Augenblicke im Wortsinne das „Maul“.

Neben der Narrengilde Unterschwarzach, schafften es nur die Seibranzer Langjuppen die mit ihrer riesigen, mobilen Langjupp-Figur das Publikum beeindruckte, aus der Großgemeinde eine Einladung für den Haidgauer Sprung zu ergattern.

Nach dem Umzug ging es in der Festhalle, den Discozelten sowie im Schützenhaus noch lange rund, ehe im Dorf erst spät getreu dem vor einigen Jahren wegen der sparsamen Straßenbeleuchtung eingeführten Motto „Fast Nacht in Haidgau“ wieder die verdiente Ruhe einkehrte.
Bericht und Fotos: Uli Gresser

Viele Bilder in der Galerie

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Fotos: Ulrich Gresser

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