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750 Jahre Wurzach

Geschichtival mit Ausstellung eröffnet



Foto: Uli Gresser
Stadtarchivar Michael Wild mit der Fahne, die die Urkunde zeigt

Bad Wurzach – Zum Auftakt der kleinen Festwoche zu „750 Jahre erste urkundliche Erwähnung“ des oppidums wurzen – also des Wohnplatzes Wurzach– im Jahre 1273 haben Stadtarchivar Michael Wild, der die geschichtlichen Fakten der Ausstellung zusammengetragen hatte, und Bürgermeisterin Alexandra Scherer die Ausstellung „Kleine Eindrücke aus der damaligen Zeit“ eröffnet.

Wie es für eine „richtige“ Vernissage gehört, wurde die Feier musikalisch begleitet: von dem Flöten-Duo Sabine Wächter und Maria Goldhofer von der Stadtkapelle.

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Bürgermeisterin Scherer sagte in ihrer Begrüßungsrede: „Heute ist ein besonders schöner Anlass: Mit dieser Ausstellung, dem Auftakt zu unserer Festwoche, mit der wir dieses besondere geschichtliche Ereignis, das am 13. Juni des Jahres 1273 stattfand, entsprechend feiern wollen. Wir sollten den Begriff ,Geschichtival’ patentieren lassen, an dessen Entwicklung viele kreative Köpfe, unter anderem Stadtarchivar Wild beteiligt waren.”

Michael Wild sagte in seiner kleinen Einführung zur Ausstellung: „Es gibt im Archiv nicht viel mehr über Wurzach aus der damaligen Zeit als diese Urkunde.“ Die Ausstellung beschränke sich daher auf die damals herrschenden Rahmenbedingungen. Das Besondere an jenem Jahr war, dass es das Ende der chaotischen Zeit des seit 1250 andauernden Interregnums darstelle. Während des Interregnums gab es ein Überangebot an Herrschern, nämlich vier an der Zahl, die gleichzeitig die Macht für sich beanspruchten. Damit herrschte in jenen Jahren große Rechtsunsicherheit. Erst als mit Rudolf I. der erste Habsburger in besagtem Jahr 1273 den Thron bestieg, wurde das Leben im Reich wieder in geordnetere Bahnen gelenkt.

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Urkunde handelt von einer Schenkung

Die Urkunde handelt von einer Schenkung an ein Kloster, das erwähnte oppidum Wurzen dürfte damals ein Marktflecken gewesen sein und bereits einige Jahre vorher existiert haben, nimmt Michael Wild an. Denn nur 60 Jahre nach der urkundlichen Erwähnung wurden dem Ort die Stadtrechte verliehen und damit das Recht, Stadtmauern zu errichten. Archivar Wild sieht die geographische Lage der Stadt an der Grenze zwischen Oberschwaben und dem Allgäu als einen „spannenden Platz“ an. Er nahm die Zusammenstellung der ausgestellten Fahnen zum Anlass, auf die Lebensbedingungen während des Interregnums einzugehen.

Im Kapitelsaal, dem Kernstück der Ausstellung, hängen vier Fahnen: Nach einer Zeitleiste über die wichtigsten Ereignisse der Stadtgeschichte wird auf der zweiten Fahne das Stadtwappen und seine Bedeutung erklärt. Die dritte Fahne zeigt die Urkunde, in der Wurzach erstmals erwähnt wird und die vierte zeigt die entsprechende deutsche Übersetzung.

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Im Flur neben dem Kapitelsaal werden die während des Interregnums „tätigen“ Gegenkönige wie Alfons von Kastilien oder Konrad IV. vorgestellt. Und Rudolf von Habsburg, der dem Interregnum ein Ende setzte.

Die Fahnen auf der anderen Seite des historischen Treppenhauses von Maria Rosengarten befassen sich mit dem Alltagsleben der Menschen im Mittelalter: Mit Kleidung, Ernährung, der Architektur (Beispiel: Waldburg), der Ständeordnung und der Religionsausübung jener Zeit.

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Jeweils um 14.30 Uhr am Samstag und Sonntag des „Geschichtivals“ gibt es Führungen durch die Ausstellung. Diese ist zu den üblichen Öffnungszeiten der Stadtbücherei noch bis zum 27. Oktober zu besichtigen.



BILDERGALERIE

Fotos: Uli Gresser

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