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Epic Scores – Reise durch die Filmmusik

Gemeinsames Konzert der Jugendkapelle Bad Wurzach mit der Juka ErWeSo



Foto: Ulrich Gresser
Rund 100 junge Musikerinnen und Musiker drängten sich auf der Bühne des Kursaales beim Gemeinschaftskonzert der Jugendkapelle Bad Wurzach und der Juka ErWeSo.

Bad Wurzach – Gemeinsam mit der Jugendkapelle ErWeSo (Erkheim, Westernheim Sontheim) gab die Jugendkapelle der Jugendmusikschule Bad Wurzach am Sonntagnachmittag (8.3.) in der Kurhaus Kulturschmiede ein Konzert unter dem Motto „Epic Scores – Reise durch die Filmmusik“. Als „Vorgruppe“ hatte das Vororchester der Jugendmusikschule seinen großen Auftritt.

Eva-Maria Oberleiter freute sich neben ihren Musiklehrern auch Josef Burkhardt, den Gründer der Bad Wurzacher Jugendmusikschule, ohne dessen Initiative damals dieses Konzert niemals möglich gewesen wäre, begrüßen zu können. Und natürlich ließ sich auch Bürgermeisterin Alexandra Scherer dieses ganz besondere Konzert nicht entgehen.

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Moderiert von Lea Müller und Valentina Bohr

Das Vororchester unter der Leitung von Eva-Maria Oberleiter eröffnete seinen Konzertteil mit der Titelmusik aus „Star Wars“. Diese äußerst bekannte Filmmelodie aus der Feder des legendären amerikanischen Filmmusikkomponisten John Williams sei derartig markant, sagten die beiden Moderatorinnen des Vorstufenorchesters, Lea Müller und Valentina Bohr, dass man bereits an den ersten Tönen erkenne, aus welchem Film sie stammt. Beim zweiten Stück führte die musikalische Reise die jungen Musikerinnen und Musiker in die magische Welt von Harry Potter. Auch bei dieser Melodie Harr´s Wondrous World, die ebenfalls von Altmeister John Williams geschrieben wurde, könne man sich gut vorstellen, wie Harry erstmals die Zaubererwelt entdeckt, erklärten die beiden Moderatorinnen.

Nach Zauberern und Magie, nach weit entfernten Galaxien, folgte danach noch die Welt der „musikalischen Geister“. Auch der Titelsong von Ghostbusters stammt von Ray Parker jr. Er ist ein Klassiker und macht sofort gute Laune. Viel Spaß hatten die jungen Musiker auch bei ihrer natürlich vom begeisterten Publikum geforderten Zugabe: Bei „We will rock you“ – durften sie sich doch so richtig austoben: Mit Stampfen und Klatschen animierten sie auch erfolgreich das Publikum, mitzumachen.

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Knapp 100-köpfiges Orchester

Dann kam für die beiden Jugendkapellen und ihren beiden Dirigenten Eva-Maria Oberleiter und Rainer Wörz, die im Wechsel das knapp 100-köpfige Orchester dirigierten, sozusagen die Stunde der Wahrheit. Nach intensiven Probenwochen traten sie nun zum gemeinsamen Konzert mit vielen Klassikern der Filmmusik vor dem vollbesetzten Kursaal auf.

Die jungen Musiker eröffneten unter dem Dirigat von Rainer Wörz ihr Konzert mit „Raiders March“ – auch bekannt als das Indiana Jones Theme, geschrieben 1980 von John Williams.

Theresa Merk und Magdalena Buchbinder

Die beiden Ansagerinnen Theresa Merk und Magdalena Buchbinder hatten sich für ihre Ansagen zu den einzelnen Stücken lustige Zwiegespräche auf Schwäbisch einfallen lassen. So versuchten sie beim nächsten Stück „How to train your Dragon“ von John Powell eine verbale Dressurnummer, die sich hinterher als sehr anstrengend herausstellte, ganz im Gegensatz zum Slogan des Animations-Filmes „Drachenzähmen leicht gemacht“ aus dem Jahre 2010. Einfacher wurde es für die Beiden danach jedoch auch nicht, denn mit der genialen Titelmelodie von Pink Panther – wie viele andere sehr bekannte Filmmelodien aus der Feder von Henry Mancini – hatten sie das nächste „Tier mit den spitzen Zähnen“ (O-Ton Magdalena Buchbinder) abzuarbeiten., Theresa Merk dagegen hatte ihren Spaß an dem so bekannten Intro, dass sie es gleich gesanglich anstimmte. Viele Kindheitserinnerungen wurden im Kursaal geweckt: Nach den Kino-Abenteuern des Pink Panthers und Inspektor Clouseau in den sechziger und siebziger Jahren, fand der schlaue Panther als Trickfilm-Serie später via Fernsehen Eingang in so gut wie jedes Kinderzimmer.

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Danach ging die Reise musikalisch in den Orient: Mit „Alladin“ aus dem gleichnamigen Walt Disney-Zeichentrickfilm aus dem Jahre 1992. Oder um es mit den Worten von Magdalena Buchbinder auszudrücken: „Dem Typ mit ´m fliegenda Teppich und dera Ölkanta?“

Danach war es an der Zeit, darüber aufzuklären, wie es eigentlich dazu kam, dass auf der Bühne sich fast 100 Jungmusiker versammelt hatten, und, was eigentlich das Kürzel Er,We, so auf den T-Shirts der Gastmusiker zu bedeuten hatte. Die beiden Dirigenten hatten das Gemeinschaftskonzert ausgemacht. Und Rainer Wörz erklärte auch das Kürzel: Erkheim, Westerheim, Sontheim. „Aber auch Musiker aus Lauben, Frickenhausen, Egg und Attenhausen gehören dazu.“

Mit dem „Feather theme“ von Alan Silvestri aus dem berühmten Tom Hanks Film „Forrest Gump“ setzte das nicht nur in der Quantität „riesige“ Orchester die musikalische Reise durch die Hollywood-Filmgeschichte fort. Mit dem Ansingen des nächsten Intros lenkte Magdalena Buchbinder den Fokus wieder voll auf die Musik: „Pirates of the Carribean“. Bei der Ansage des nächsten Stückes, dem Titelsong „Mission impossible“ von Lala Shifrin, gerieten die Ansagerinnen ins Philosophieren: „Was isch unmöglich? A trompete dia Piano spielt?“ Und waren auch ein wenig traurig, dass das Konzert damit schon fast zu Ende war. Also war auch Zeit, sich zu bedanken: Bei den Dirigenten, den Eltern für die Fahrdienste, bei den Helfern der ErWeSo-Jugendkapelle für die Verpflegung bei den Probentagen. Und schließlich dankten sie auch dem Publikum fürs Kommen und den Applaus, dem Brot eines jeden Künstlers.

Und auch beim letzten Programm-Stück, „The Greatest Show“ aus dem Film „The Greatest Showman“ aus dem Jahre 2017, zeigten die Jungmusiker beider Orchester, welch hervorragende musikalische Jugendarbeit diesseits und jenseits der Iller geleistet wird. Und die dank der beiden Dirigenten bei dem Konzert an diesem frühen Sonntagabend zu einer Einheit verschmolzen wurden.

Kein Wunder also, dass das Publikum vehement eine Zugabe forderte. Und diese mit dem mitreißenden „Cantina Band“ (aus Star Wars Episode IV) auch bekam. Womit sich der Kreis schloss, denn das Vorstufenorchester hatte seinen Konzertteil ja mit dem Titelthema der Star Wars Serie begonnen.
Text und Bilder: Uli Gresser

Viele Bilder in der Galerie

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Fotos: Ulrich Gresser

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