Deutschlandweites Filmprojekt zur Gefahr durch Windkraft
Viele Menschen in Deutschland fühlen sich von Windkraftprojekten übergangen – so auch bei uns. Unsere Sorgen um Heimat, Natur und Gesundheit finden bisher kaum Gehör. Zu sehen ist der Widerstand jedoch nun überall – Banner mit Hinweisen wie „zu nah, zu viele“ oder „Windindustrie trocknet Moore aus“ tauchen im Haistergau, in Mühlhausen, in Aulendorf, in Diepoldshofen und an vielen weiteren Orten auf.
Die Bürger wehren sich und sind enttäuscht von einer Politik, die nicht die Wahrheit sagt – denn Sätze wie „Wir brauchen die Windenergie“ täuschen darüber hinweg, dass der Wind eben nicht immer weht und zudem die gewonnene Energie nicht gespeichert werden kann und deshalb Geld bezahlt werden muss, damit andere Länder uns überflüssigen Strom abnehmen.
Film-Ausschnitt, Bad Wurzach betreffend
Die Initiatoren des Filmprojektes waren nun bei uns am Wurzacher Ried und haben mit einigen Mitgliedern des Netzwerkes Naturschutz Allgäu/Oberschwaben gesprochen. Ein erster Filmausschnitt dazu kann online unter
https://www.youtube.com/watch?v=BX0Fl6OuUj4
angeschaut werden. Der Film soll im Laufe des Jahres 2026 fertiggestellt werden.
Spenden-Trailer
Spenden für das Filmprojekt können unter
https://www.betterplace.org/de/projects/159771?utm_campaign=user_share&utm_medium=ppp_sticky&utm_source=Link&utm_content=bp erfolgen. Unter dem hier genannten Link ist ein Trailer zu sehen, der über das bundesweite Film-Projekt informiert.
Thematisiert werden in dem Bad Wurzach-Teil des Filmes die geplanten 70 Windkraftanlagen (WKA) in der Nähe des Wurzacher Rieds, dem der Europarat aufgrund seiner Einzigartigkeit das Europadiplom verliehen hatte. Durch diese große Menge an WKA besteht eine ungeklärte Gefahr für das größte intakte Hochmoor Mitteleuropas, das sich über die Luftfeuchtigkeit am Leben hält. Selbst das Landratsamt konnte in seiner Antwort auf die Einwände gegen die Windparks nicht bestätigen, dass dieses Risiko auszuschließen ist.
Es stellt sich die Frage, ob man nicht vorher klären müsste, ob diese durch die WKA drohende zunehmende Trockenheit zur Zerstörung des Hochmoors führen könnte. Denn wenn das vor 12.000 Jahren entstandene Hochmoor austrocknet, dann werden immense Mengen an CO2, das im Moor gespeichert ist, freigesetzt werden. Diese Dimension übertrifft den möglichen Gewinn durch die WKA bei weitem, denn auf den 18 Quadratkilometern des Wurzacher Riedes werden circa 25 Millionen Tonnen CO2 gespeichert.
Dr. Carmen Pöhl, Bad Wurzach
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