Skip to main content
ANZEIGE
Bericht von der OR-Sitzung am 20. Januar

Bürgermeisterin Scherer erläuterte im Ortschaftsrat Eintürnen den Haushaltsplan



Foto: Uli Gresser
Bürgermeisterin Alexandra Scherer stand den Ortschaftsräten Eintürnens Rede und Antwort.

Eintürnenberg – Bürgermeisterin Alexandra Scherer und Stadtkämmerer Stefan Kunz besuchten in den ersten Januarwochen alle neun Ortschafträte, um ihnen die Eckpunkte des diesjährigen Haushaltsplanes vorzustellen. Am 20. Januar war die Bürgermeisterin im Rathaus in Eintürnenberg zu Gast.

Ortsvorsteher Berthold Leupolz freute sich, dass Bürgermeisterin und Kämmerer die Ortschaftsräte besuchen. „Das zeugt von Respekt den Ortschaften gegenüber“, sagte er zu Beginn der Sitzung bei seiner Begrüßung.

Wie im Vorjahr ist auch heuer das Jahrhundertprojekt Breitbandausbau mitverantwortlich für das große Haushaltsvolumen von 86 Millionen € (normal sind ca. 55 Millionen €). Die Kosten für den Breitbandausbau trägt weit überwiegend der Bund. Bürgermeisterin Scherer umriss auch in Eintürnen die großen Linien des städtischen Haushaltes, nannte die wichtigsten Einnahmen- und Ausgabenpositionen. Darüber hat die Bildschirmzeitung „Der Wurzacher“ ausführlich anlässlich der Einbringung des städtischen Haushaltes in die Gemeinderatssitzung vor Weihnachten berichtet.

Ein Thema war auch im Ortschaftsrat das Defizit des Kurbetriebes, für den nun 1,5 Millionen € bereitgestellt werden müssen. Ortschaftsrat Albert Frey sagte dazu, ihm sei unverständlich und unerklärbar, wie es zu dem großen Abmangel kommen konnte. Die Bürgermeisterin führte dazu aus: Der ursprüngliche Plan habe für 2024 sogar ein Plus von 300.000 € vorgesehen. Die schlechten Zahlen seien erst im Mai 2025 bekannt geworden.

In der Buchhaltung seien zwar eklatante Fehler gemacht worden, aber es hätten auch mehrere externe Faktoren mitgespielt: Da war zum einen die von der Bundesregierung abgeschaffte Energiepreis-Bremse, was dem Betrieb 400.000 € an Kosten verursachte. Dann kürzte die Bundeswehr, einer der größten Kostenträger des Kurbetriebs, den Erstattungsbetrag für die Soldaten um 40 € pro Tag und Kopf. Und schließlich wurde die Beantragung einer Kur nach einem Auslandseinsatz durch die Zentralisierung verkompliziert. Berthold Leupolz sagte dazu: „Wir sind zwar nie im Geld geschwommen – seit der Seehofer´schen Gesundheitsreform vor 30 Jahren mussten wir immer kämpfen.“

„So kann es nicht weitergehen.“ Dieser Satz der Bürgermeisterin unterstreicht den Willen zur Veränderung bei der Stadtverwaltung. Es müssten sich einige Dinge ändern, was aber sehr zeitaufwendig sei, aber der Kurbetrieb mit dem Titel 75 Jahre Bad gehöre zur DNA von Wurzach. Heinz Schele fragte nach der Anzahl der Mitarbeiter im Kurbetrieb: 150 Mitarbeiter arbeiten direkt im städtischen Kurbetrieb, bekam er zur Antwort.

ANZEIGE

Die Frage nach der Hallen-Sanierung

Ortsvorsteher Berthold Leupolz fragte an, ob für die Halle in Eintürnen eine Sanierung in Sicht sei. Die Bürgermeisterin bestätigte, dass Eintürnen gemeinsam mit dem Ausbau der Halle bei der Grundschule Bad Wurzach für die Ganztagesbetreuung auf der Liste ganz oben stehe.

Arthur Bott, Anwohner am Metzisweiler Weiher, fragte unter dem Tagesordnugspunkt „Fragen der Bürger“, ob es Neuigkeiten zur Wasserverschmutzung des Weihers gebe. Leupolz antwortete ihm, dass im Februar ein Behördentermin stattfinden werde. Er hoffe, dass bis zum Frühjahr alles geklärt sein wird. Die Ergebnisse des Gutachtens werde man im „Blättle“ bekannt geben.

Zwei Baugesuche mussten im Anschluss behandelt werden. Zum einen ging es um die genehmigungsfähige Nutzungsänderung eines landwirtschaftlichen Anwesens, die bereits vor Jahren vollzogen wurde. Ortschaftsrat Albert Frey fragte dabei nach, ob es da kein Problem mit den Lärmemissionen gebe. Ortsvorsteher Berthold Leupolz erklärte, da es sich um ein Mischgebiet handelt, seien die Grenzwerte höher. Wenn sich ein Anwohner gestört fühle, müsse er sich rühren und sich melden, damit eventuell Messungen durchgeführt werden. Ortschaftsrat Alfons Riether bemängelte den Ablauf des Verfahrens: „Man wird da praktisch vor vollendete Tatsachen gestellt.“ Eine klare Sache war das zweite Baugesuch: Für den Vollerwerblandwirt gelte die Privilegierung.

Die Suche nach Wahlhelfern aus dem Ortschaftsrat für die kommende Landtagswahl war rasch erledigt, was Berthold Leupolz so kommentierte: „Schön, dass es bei uns so gut läuft.“

Unter „Verschiedenes“ bedankte sich der Ortsvorsteher bei der Feuerwehr für ihren Einsatz, so bei ehrenamtlich geleisteten Brandwachen, Absperrungen etc.

Ewald Bodenmüller beschwerte sich, dass vor der Halle ein Autofahrer vor dem „Bockausgraben“ sein Fahrzeug abgestellt hatte und danach in Urlaub gegangen sei.
Uli Gresser




NEUESTE BEITRÄGE

Bad Wurzach
6. Rundenwettkampf

Tabellenführer zu stark: Luftpistolenschützen unterliegen Pfärrich 1

Bad Wurzach – Am vergangenen Wettkampfabend empfingen die Luftpistolenschützen der ersten Mannschaft den aktuellen Spitzenreiter Pfärrich 1 zum Heimkampf. Trotz couragierter Leistung mussten sich die Gastgeber am Ende deutlich mit 0:5 geschlagen geben.
Ab 10. Februar

Im Glaubenskurs steht diesmal die Eucharistie im Mittelpunkt

Bad Wurzach – Nach dem großen Erfolg im letzen Jahr findet zur Fastenzeit wieder ein Glaubenskurs mit Leo Tanner in der Seelsorgeeinheit Bad Wurzach statt. Diesmal ist das Thema „Eucharistie verstehen und leben”. Der Kurs beginnt am 10. Februar um 19.00 Uhr im Pius-Scheel-Haus; er ist wöchentlich bis zum 31. März, ausgenommen Fasnetsdienstag.
Vorverkauf startet ab sofort

Oberschwäbische Dorfmusikanten am 22. März in der Kulturschmiede

Bad Wurzach – Die Oberschwäbischen Dorfmusikanten unter ihrer Leitung von Simon Föhr laden am Sonntag, 22. März, ab 19.00 Uhr in die Kurhaus-Kulturschmiede Bad Wurzach ein. Das mittlerweile weit über die Region bekannte Blasorchester entwickelte in den über 40 Jahren seines Bestehens einen unverkennbaren eigenen Stil, zu dem insbesondere zahlreiche Eigenkompositionen des vormaligen Leiters Peter Schad beigetragen haben. 
7. Februar

In Arnach ist wieder Sportler-Partynacht

Arnach – Der Sportverein Arnach lädt am Samstag, 7. Februar, zur traditionellen Sportler-Partynacht in die Turn- und Festhalle Arnach ein.
Für die Schaffung eines speziellen Warte- und Aufenthaltsraums

Mitarbeitende der Rehaklinik Bad Wurzach spenden 650 Euro an Kinderklinik Ravensburg

Bad Wurzach/Ravensburg – Die Mitarbeitenden der Rehaklinik Bad Wurzach haben der Kinderklinik am St. Elisabethen-Klinikum in Ravensburg eine Spende in Höhe von 650 Euro überreicht. Der Betrag stammt aus dem Waffelverkauf der Mitarbeitenden beim Weihnachtsmarkt in der Rehaklinik Bad Wurzach. An der offiziellen Scheckübergabe nahmen Dr. Andreas Artlich, Chefarzt der Kinderklinik Ravensburg, sowie Johannes Schuschkewitz, stellvertretender Therapieleiter der Rehaklinik Bad Wurzach, teil.
ANZEIGE

MEISTGELESEN

Bad Wurzach
Firmenporträt

Die Holzrebellen sind da

Gospoldshofen – Die Holzrebell Holzhandel GmbH & Co. KG ist seit dem 1. Januar 2026 ein patentgeschützter Markenname für den bisher unter dem Namen Holzhandel Müller bekannten Betrieb auf dem Gospoldshofener Berg, der eine Zimmerei, einen Showroom für Parkettbodenbeläge und Türen sowie einen Onlineshop für eine eigene „Holzrebell“-Kollektion umfasst. Nachstehend das Porträt der Firma „Holzrebell“. Eingebaut ist auch ein gut zweiminütiges Video.
Ausführlicher Bericht

Bad Wurzach lehnt Biosphärengebiet ab

Bad Wurzach (dbsz) – Bad Wurzach steigt aus dem Prüfprozess zur Schaffung eines Biosphärengebietes in Oberschwaben aus. Mit 17 zu 4 Stimmen wurde am Montagabend (13.10.) in der Gemeinderatssitzung der Antrag der CDU-Fraktion angenommen. Ein Antrag der zweiköpfigen Fraktion der Grünen auf Vertagung einer Beschlussfassung wurde mit derselben Mehrheit abgelehnt. Die Entscheidung Bad Wurzachs gilt als schwerer Rückschlag für den Prozess, verfügt die Stadt doch mit dem Wurzacher Ried über ein Herz…
Stadtkämmerer Kunz hat die Geschäftsführung übernommen

Stadt muss den Kurbetrieb mit 1,5 Millionen Euro stützen

Bad Wurzach – Der in Schieflage geratene Städtische Kurbetrieb rechnet für das Wirtschaftsjahr 2026 mit einem Defizit von 1,54 Millionen Euro, wofür die Stadtkasse geradestehen muss. Am 1. Januar hat Stadtkämmerer Stefan Kunz die kommissarische Geschäftsführung beim Kurbetrieb übernommen.
Leserbrief

Fragwürdige Sehnsucht nach dem „Wurzacher Turm”

Zum Artikel „Stadt muss den Kurbetrieb mit 1,5 Millionen Euro stützen” (DBSZ am 28.1.)
von Erhard Hofrichter
veröffentlicht am 28. Januar 2026
Fachschaft Musik glänzte

Konzert des Salvatorkollegs auf dem Gottesberg

Bad Wurzach – Die Fachschaft Musik des Salvatorkollegs gab am Samstag, 24. Januar, ein gelungenes Konzert zum Jahreswechsel in der Wallfahrtskirche auf dem Gottesberg. Bläserensemble, Vokalensemble, Gitarrenquartett und Chor konzertierten gemeinsam mit schuleigenen Solisten mit Musik von Klassik über experimentell bis Pop.
mit Bildergalerie
veröffentlicht am 30. Januar 2026

TOP-THEMEN

Bad Wurzach
Wangen – Wintersonne über dem verschneiten Allgäu, glitzernde Dächer und leise Töne aus offenen Fenstern – Wangen hat…
Bad Wurzach – Der in Schieflage geratene Städtische Kurbetrieb rechnet für das Wirtschaftsjahr 2026 mit einem Defizit…
Bad Wurzach – Im Rahmen des diesjährigen Neujahrsempfanges der Stadt Bad Wurzach wurde der ehemalige Gemeinderat Robe…

Einzelhandel, Dienstleistungen und Handwerk in Allgäu-Oberschwaben

VERANSTALTUNGEN

Bad Wurzach