Adventskonzert von Kinderchor, Kirchenchor, Chortissimo und Musikkapelle Eintürnen
Eintürnen – Traditionell am dritten Adventsonntag, dann wenn die Gaudete-Kerze brennt, findet in der Kirche St. Martin auf dem Eintürnenberg das Adventskonzert der Eintürner Chöre gemeinsam mit der Musikkapelle statt.
Den Anfang bei den Chören machte – wie immer – der Kinderchor mit seiner Chorleiterin Nathalie Schele, nachdem die Musikkapelle von der Orgelempore herunter als Eröffnungsstück „Joy to the world“ gespielt hatte. Mit den Klassikern „In der Weihnachtsbäckerei“ und dem „Jingle Bell Rock“ erwärmten sie die Herzen von Eltern und Großeltern.

Nach langanhaltemden Applaus für die Nachwuchssängerinnen und -sänger, deren Zahl wieder gewachsen war, wie Berthold Leupolz erwähnte, der das Konzert moderierte und die einzelnen Vorträge mit nachdenklich stimmenden Texten zur Weihnachtszeit verband.
Beim Chortissimo-Chor unter der bewährten Leitung von Daniela Apel war dies nicht nötig: Einzelne Sängerinnen und Sänger rezitierten selbst die ersten Liedzeilen der einzelnen Stücke. Etwa bei den Bernd Stallmann-Kompositionen „Tausend Engel singen Hallelujah“ „In der Stille der Nacht“ oder „Glockenklang Lobgesang“. Oder die Chor-Version des Band Aid-Projektes von Bob Geldof „Do they know it´s Christmas“ aus dem Jahre 1984. Oder das epische „Mary did you know“, das mit der Textzeile „Mary did you know, that your Baby boy would save our sons and daughters“ eine sehr aktuelle Note hat.
Der gemischte Chor des Liederkranzes bzw. Kirchenchores unter seinem Dirigenten Alexander Dreher startete mit einem Pasquale Thibaut-Stück „Weihnachtszeit in den Bergen“. Pasquale Thibaut ist ein Pseudonym des Twistetaler Komponisten Bernd Stallmann, von dem der Chor wie bereits zuvor Chortissimo noch zwei weitere Kompositionen auf der Setliste hatte. Danach präsentierten die Sängerinnen und Sänger, die vor zwei Monaten in der St. Verena Stadtpfarrkirche in Bad Wurzach beim Gottesdienst aus Anlass des Eingemeindungsjubiläums selbst Robert Häusle, den dortigen Kirchenchorleiter und Musiker zum Staunen brachten, das alte polnische Weihnachtslied „Luleise Gottessohn“ im Satz von Manfred Bühler. Bernd Stallmann schrieb den vierstimmigen Chorsatz des Franz Schubert-Liedes „Die Engel der Weihnacht“, mit dem der Liederkranz zu brillieren wusste. Nach dem Lied „Heilige Zeit“ von Gaby Albrecht, zu dem ebenfalls Manfred Bühler den Chorsatz beisteuerte, beendete der gemischte Chor seinen Solopart mit einer weiteren Bernd Stallmann-Komposition „Weihnachtsgesang“. Bei diesem wurden die Sängerinnen und Sänger, wie alle Chöre des Liederkranzes an diesem Nachmittag, in bewährter Weise vom vielbeschäftigten Musiker und Chorleiter Johannes Tress am Klavier begleitet. Was wie Berthold Leupolz in seiner Danksagung an alle Konzertbeteiligten „keine Selbstverständlichkeit ist.“
Wie heißt es so schön: Das beste kommt zum Schluss. Und so hatte Alexander Dreher, der seit vielen Jahren auch musikalischer Leiter der Musikkapelle Eintürnen ist, sich das Beste für den Schluss aufgehoben. „Die Winterrose“ des Memminger Komponisten Kurt Gäble sangen die beiden Chöre im Zusammenspiel mit der Musikkapelle. Gäble fasst darin viele der bekanntesten Weihnachtslieder zusammen, sozusagen als eine nachdenkenswerte Betrachtung unseres Weihnachtsfestes. Die uns aber auch Mut machen soll, die Botschaft von Weihnachten neu zu entdecken. Berthold Leupolz, der zuvor auch einige Solopassagen gesungen hatte, las vor jedem der vier Teile nachdenklich stimmenden Texte vor.
Dieses beeindruckende Werk mit Liedern wie Tochter Zion, Maria durch ein Dornwald ging, Es ist ein Ros entsprungen oder Ich steh´ an deiner Krippen hier, blieb nicht ohne Folgen: Der langanhaltende Applaus signalisierte deutlich, dass das Publikum, darunter auch Bürgermeisterin Alexandra Scherer und Pfarrer Patrick Meschenmoser, noch eine Zugabe wünschte. Und so kam beim gemeinschaftlich gesungenen „Stern über Bethlehem“ von Alfred Hans Zöller auch der Kinderchor noch einmal zu einem Auftritt.
Im Anschluss an das Konzert bestand für die Gäste noch Gelegenheit, bei einem Glas Punsch oder Glühwein bei der Festhalle das Gehörte noch ein wenig nachwirken zu lassen.
Text und Bilder: Uli Gresser
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