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„Ich bin bereit“

Sr. M. Tobia Hartmann hat ihre ewige Profess abgelegt



Foto: Claus Mellinger, Kloster Reute Projektkoordinator

Bad Waldsee-Reute – Am Samstag, 22. November 2025, hat Sr. M. Tobia Hartmann ihre ewige Profess abgelegt. Generaloberin Sr. Maria Hanna Löhlein begrüßte Mitschwestern, Familie, verbundene Ordensleute, Freunde und Mitarbeiter des Klosters Reute zum festlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche in Reute. Neben Pfarrer Ulrich Steck war auch Br. Markus Fuhrmann, Provinzial der Franziskaner im deutschsprachigen Raum, Zelebrant der Feier.

Den Schritt ins Klosterleben betrachtet Sr. Tobia nicht als Bruch zu ihrem bisherigen Leben, eher die logische Konsequenz. “Es gibt einen roten Faden in meinem Leben. Nicht immer war dieser rote Faden sichtbar, aber immer wieder gab es Punkte in meinem Leben, wo ich ihn deutlich gesehen habe”, sagt Sr. Tobia. Kirche spielte im Alltag meiner Familie keine Rolle. Erst über die Jugendarbeit hat sich für mich etwas entwickelt und ich habe festgestellt, dass mir das wichtig und wertvoll ist”. Die Firmung war für sie ein Prüfschritt, da ging es für sie darum, ob der Glauben in ihrem Leben wirklich eine Rolle spielte oder sich auf die Gruppenstunden, die Freizeiten oder auch Jugendwochenenden beschränkte. Über ein Firmlingsprojekt kam Sr. Tobia nach Reute. Dort seien die Menschen in Ordnung und das Essen sei gut, hatte sie gehört. Der rote Faden war wieder sichtbar.

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Schon während der Ausbildung das Kloster im Blick

Nach der Schule begann Sr. Tobia eine Ausbildung zur Orthopädieschuhmacherin. Doch sie hatte sich schon längst für ein anderes Leben entschieden. Noch während der Ausbildung wurde sie als Kandidatin in die Gemeinschaft aufgenommen. “Das Gesamtpaket hat für mich gestimmt, für mich war es der richtige Lebensentwurf. Verrückt, aber richtig”, sagt sie mit einem Augenzwinkern. Verrückt meint sie dabei bildlich. Sie hat ihren Lebensschwerpunkt verrückt, hin zu Gott und dem Leben in Gemeinschaft. Vor Entscheidungen hat sich Sr. Tobia nie gedrückt. “Ich glaube, es braucht Entschiedenheit, um zufrieden zu sein. Wer alles offen lässt, ist nirgends ganz da und kommt nie an”.

Den Weg ins Kloster empfand sie als einen Weg in die Freiheit. “Der geregelte Tagesablauf in der Gemeinschaft macht mich frei für den Blick auf andere, frei für Aufgaben, die ich für andere und in der Gemeinschaft übernehmen kann. Die Routinen im Alltag helfen mir dabei, offen zu sein für Überraschendes und Unerwartetes”. Hier ist der rote Faden sichtbarer, der Raum, ihn zu suchen ist begrenzter. “Ich weiß, dass ich hierhin gehöre und dass ich hier meinen Platz habe”. Und doch braucht es ein stetiges Hören und Suchen nach dem, was jetzt gerade dran ist und ans Licht kommen möchte. Für Sr. Tobia ist es richtig, dass sich die Gemeinschaft bewegt, verändert, entwickelt. Kloster ist für sie kein Auslaufmodell. Das Leben der Gemeinschaft kann in ihrer Überzeugung für viele Menschen Antworten geben. Da geht es um Verlässlichkeit, Verbundenheit, um Orientierung in einer Zeit, in der viele genau das verlieren und suchen.

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Sr. Tobia schätzt das Bodenständige an ihrer Gemeinschaft

In der Gemeinschaft erlebt sie eine “kernige, bodenständige und alltagstaugliche Spiritualität”, die sie trägt und sie davor bewahrt, die Augen vor der Realität zu verschließen. Vor ihrem Eintritt in die Gemeinschaft hat sie sich ein Tattoo stechen lassen. Einen Baum mit Wurzeln, der sie immer an ihre Wurzeln erinnern soll, an das, was sie ausmacht. “Wenn es darum geht, zu viel von diesem Baum abschneiden und ihn zu sehr verbiegen zu müssen, um in die Gemeinschaft zu passen, wäre das der falsche Weg. Aber ich habe in den letzten acht Jahren hier gespürt, dass es der Ort ist, an dem ich sein möchte.”

Die Tage vor der Professfeier verbachte Sr. Tobia in Stille, “alleine mit mir und dem lieben Gott”, bevor sie im öffentlichen Gottesdienst die ewige Profess ablegte. In ihrer Zeit als Ordensfrau hat sie sich ein großes Netzwerk aufgebaut, Verantwortung über den Orden hinaus übernommen, beispielsweise im Vorstand der Interfranziskanischen Gemeinschaft (INFAG). Einige dieser Weggefährt*innen kamen auch zur Professfeier nach Reute. „Du stellst meine Füße auf weites Land“ lautete der Titel eines Liedes im Gottesdienst. Diese Weite und der Aufbruch, von dem das Lied singt, waren zu spüren, als Sr. Tobia ihr Professversprechen ablegte, mit fester Stimme und begleitet vom Gebet der Mitfeiernden.




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