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Der Elfte Elfte auf der Hochstatt: In die Fasnet 2026 hineingeschnuppert

„Scottish Highlands, Irish Green – Waldseer Fasnet, do musch hin!“



Foto: Peter Lutz
Zum Elften Elften in Bad Waldsee war auch das SWR-Fernsehen gekommen. Auf dem Federle-Brunnen Zunfmeister Christoph Mayer (links) und Fasnetslader Ralph Zell.

Bad Waldsee – Weil’s mit Riesenschritten „dagega goht“, begab sich Bäcker Herrmann bereits um zwei Uhr früh in die Backstube, um viele Meter Martinibrot zu backen. Tatsächlich war reichlich Zopf am Federlebrunnen auf der Hochstatt vorhanden, pünktlich vor dem Fasnetscountdown. Der dazugehörige strahlende Sonnenschein sei wie immer zuverlässig von Franzl Daiber organisiert worden und genauso werde das Wetter vom Gumpigen bis zum Fasnetvergraben sein, prophezeite Fasnetlader Ralph Zell („Zelli“) aus voller Überzeugung!

Der “Zunfte”, in aparter Begleitung, freut sich: „’s goht dagega.” Oder auf Neu-Waldseerisch gesagt: „It is approaching.”

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Den Countdown heruntergezählt

Der Wecker tickte hörbar, unterbrochen von drei Kanonenschüssen. Dann war’s soweit. Gemeinsam zählten die zahlreich erschienenen Narren, unter ihnen Oberbürgermeister Matthias Henne, Bürgermeisterin Monika Ludy und der Schöpfer des Federlebrunnens René Auer, von zehn aus rückwärts bis zum Punkt null, den der Wecker mit lautem Rasseln begleitete. Es war der 11.11. um 11.11 Uhr. Mit lautem AHA begrüßten alle die soeben angebrochene Fasnet – offiziell aber beginnt sie ja erst mit dem Gschellabstauben an Dreikönig, ermahnte „Zelli“. Es wurde aber trotzdem gleich froh geschunkelt und eingehängt oder übers Meer in die Heimat geflogen, musikalisch begleitet von den Sammlern.

“Zunftes” Sicht der Dinge

Christoph Mayer, der Zunftmeister, gab dann seine Erkenntnisse aus der jüngsten Zeit zum Besten. So sei es doch traurig, dass Ulm seinen Kirchturmweltrekord verliere und auf Platz zwei fällt. Aber so sei es eben wie in der Kneipe, Hauptsache der Erste zahlt! Dass die Justitia auf dem historischen Rathaus nicht mehr echt vergoldet ist, liegt an Geldknappheit. Aber komisch doch, für einen teuren Blitzer Richtung Haisterkirch war genug Geld da. Ein weiteres Thema war die fällige Umerziehung von Bibern, Welsen und Krähen. Auch Biber sollten sich an Vorschriften bei Umbauten halten, Welse sollte der ihnen eigene Biss verboten werden durch Umstellung auf vegetarische Kost und den Krähen sollte man das Mundharmonikaspiel beibringen und ihnen beispielsweise das Volkslied „Alle Vöglein sind schon da“ beibringen, das dann die gesamte Narrenschar auch gemeinsam anstimmte. Die geplante Landesgartenschau im Jahr 2044 (!) würde Waldsee doch genauso gut wie München die Olympiade hinkriegen. Viele Blumen und Wasser am Schloss, eine Seilbahn (am Hang unter der Bauernschule, wo ja schon die Serpentinen seien) und einen Aussichtsturm soll’s geben. Man könnte auch. den alten Friedhof zu einem Meditationsareal umwandeln, alles ist dort ruhig, niemand stört. Der Aussichtsturm auf dem Döchtbühl könnte reaktiviert werden, indem man die hohen Bäume absägen würde. An dieser Stelle war der dazugehörige Narrenspruch völlig fehlerfrei aus aller Munde zu hören! Auch das Schilf am See wurde thematisiert, das man doch mal roden könnte, womit Henne Schilf-OB am See werden könnte? Überhaupt könnte doch Waldsee zu einer Eventstadt werden, nach dem Motto „aus dem Nix ein Paradies“ Mit dem Beach-Volleyballturnier auf viel Sand auf der Bleiche hat das bereits gut geklappt und wurde eifrig angenommen, so. von Könnern in Flip-Flops! Man konnte sich dort wie am Waikikistrand fühlen. Man könnte doch auch den Gut-Betha-Platz mit Sand auffüllen und Pfarrer Werner könnte dort eine Wüstenmesse zelebrieren. Aber weil wir halt sehr sparsam sind, hat man den Sand von der Bleiche dem Fürstlichen Golfclub zur weiteren Verwendung für die Bunker vermacht! Zu den Kosten einer Landesgartenschau habe man sich gründlich in Wangen informiert, mit dem Ergebnis, es blieb viel Geld hangen?

In diesem Stil ging’s weiter, man hätte dort einfach dabei sein müssen. Natürlich gab es weitere närrische Beiträge, so auch vom Oberbürgermeister.

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Der Tettnanger Narrenruf

Das Programm der Kampagne 2026 wurde bekanntgegeben. Ein großes Freundschaftstreffen in Tettnang werde es geben, dazu wurde der Tettnanger Ruf „Montfort Jehu“eingeübt, den natürlich alle kannten.

Die Fasnet 2026 wird schottisch

Das Wichtigste und Spannendste am 11.11. ist natürlich die Bekanntgabe des Mottos im kommenden Jahr: Es lautet: „Scottish Highlands, Irish Green – Waldseer Fasnet, Do musch hin!“
Text und Fotos: Peter Lutz

Weitere Bilder in der Galerie

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Fotos: Peter Lutz

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