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Erre Linder berichtet vom Waldseer Fasnetsauftakt

‘s Gschell isch abgschtaubt



Foto: Erwin Linder
Die junge Fasnet steigt aus der Kiste.

Bad Waldsee – Traditionell trafen sich die Bad Waldseer Narren am Dreikönigsabend zum Gschellabstauben. In einem gut gefüllten Haus am Stadtsee erlebte man ein Fasnetsauftakt nach Maß.

Auf der Bühne als Conférenciers Zunftmeister Christoph Mayer und Sammlerkönig Berthold Schmidinger. In bester Laune stimmten sie das Narrenvolk auf den Abend und die neue Fasnet ein. Das Sammlervölkle, bewaffnet mit Staubtuch und -wedel marschierte zu den Klängen der Sammlermusik ein. Die ersten Schunkler erklangen. Die Sammler sind alle gut durchs Jahr gekommen und haben nichts von ihrem Schwung eingebüßt.

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Die ersten Töne

Als nächstes der Zunftrat und seine Garde. Auf der Bühne an der Narrentruhe die Kanoniere. Auf den Wink des Zunftmeisters darf das erste Mäschkerle aus der Truhe. Es ist der Trompeter der Prinzengruppe. Mit viel Mühe bläst er den Staub aus seiner Trompete. Die ersten Töne ziemlich schräg. Aber schnell haben sich Musikant und Instrument für die neue Fasnet eingestimmt. Als nächstes der Hofnarr. Und so geht es Schlag auf Schlag. Der Hofmarschall verkündet mit noch verhaltenem Temperament die letzten Tollheiten des städtischen Narrenvolkes. Prinz Patrick mit seinem charmanten Hofstaatsgefolge grüßt sein „Hochedles Narrenvolk“. Die Bühne füllt sich. Zeit, mal wieder in die Waldseer Fasnet zu fliegen. Ehrengäste OB Matthias Henne mit Frau und Sohn fliegen kräftig mit.

Familie Henne beim Fliegerlied.

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Liebevoll aufgespießt

Von hoher Warte hält der Narr dem Volk den Spiegel vor. Die kleinen Verfehlungen innerhalb des Städtles werden liebevoll aufgespießt und so hat er die Lacher schnell auf seiner Seite. Beim Ausblick über den Tellerrand ins Weltgeschehen gibt es keinen Grund zum Lachen. Außer, wenn der Narr mit Selbstironie seine „geliebte CDU“ von der Kritik nicht ausnehmen kann und zum Schluss für seinen Kritiker noch einen groben Keil auf einen groben Klotz bereithält. Für seinen Vortrag erhielt er wieder viel Applaus.

Der emotionalste Moment, wie immer, wenn das kleine Mäschkerle aus seiner Kiste steigt und mit seinem Verslein und seinem AHA die Fasnet einläutet.

Der Büttel hat auch noch jede Menge Staub in seiner Schelle – aber wie immer den Witz zum richtigem Zeitpunkt parat.

Die Nachtwächtergruppe entsteigt der Narrentruhe.

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Der Büttel hatte gleich einiges zu vermelden.

Federle, Narro, Faselhannes, Schorrenweible und Schrättele vervollständigen das Waldseer Narrentableau und Ordenskanzler Elmar Kibler konnte zur Tat schreiten.

Die Ordensverleihung

Einen Federlestern in Silber erhielt Karin Blaser.
Den Zunftorden bekamen Dr. Johannes Glaser, Jürgen Reihs, Markus Mütz, Lorenz Rothärmel, Sabrina Storz, Andrea Binzer und Torsten Voss.
Der Zunftorden in Silber ging an Bodo Schulmeister, Christoph Fimpel, Karin Schwarzkopf, Thomas Kaiser, Simone Schranz, Uli Eichhorn und Philip Eichhorn.
Den Zunftorden in Gold erhielten Oli Rude und Sabine Eichhorn.

Die Singgruppe des Sammlervökles beschloss das Gschellabstauben mit einem schottisch-irischen Medley, passend zum Fasnetsmotto.
Text und Fotos: Erwin Linder

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Fotos: Erwin Linder

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