Haus mit Tradition wird Tagespflegestelle
Bad Waldsee – Das Haus Biberacher Straße 24 hat eine lange Tradition. Der erste Nutzer war die Gewerbebank, daher auch das repräsentative Eingangsportal. Zuletzt beherbergte das Gebäude die Praxis von Dr. Brehm, der 2023 verstorben ist. Der neue Investor plant, voraussichtlich im September 2026 eine neue Großtagespflegestelle zu eröffnen. Die Einrichtung mit dem Namen „Seezwerge“ entsteht nach einer Umbaumaßnahme auf rund 147 Quadratmetern Wohnfläche. Der Garten am Seeweg kann ebenfalls von der Tagespflegeeinrichtung genutzt werden. Geleitet wird die Betreuung von zwei selbstständig tätigen Fachkräften. Insgesamt können Verträge für bis zu 17 Kinder geschlossen werden, gleichzeitig betreut werden maximal zehn Kinder.
Die Stadt Bad Waldsee plant, die neue Einrichtung finanziell zu unterstützen. Vorgesehen ist, die Mietkosten für die Wohnung zu übernehmen sowie die Hälfte der Sozialversicherungsbeiträge der beiden Tagesmütter zu tragen. Zusätzlich soll im Jahr der Inbetriebnahme ein einmaliger Investitionskostenzuschuss in Höhe von 3000 Euro für Mobiliar und Spielgeräte gewährt werden.
Bereits in der Kindergartenbedarfsplanung wurde auf die Einrichtung einer weiteren Großtagespflegestelle hingewiesen. Besonders in der Kernstadt besteht weiterhin ein hoher Bedarf an Betreuungsplätzen. Durch das neue Angebot sollen zusätzliche Plätze geschaffen und gleichzeitig wegfallende Kapazitäten kompensiert werden, da zwei bisherige Tagesmütter in diesem Jahr voraussichtlich in den Ruhestand gehen.
Gehört zum U3-Konzept der Stadt
Die Vermittlung der Plätze in der Kindertagespflege erfolgt über die Caritas Bodensee-Oberschwaben. Derzeit werden in Bad Waldsee 71 Kinder in der Tagespflege betreut, davon 59 unter drei Jahren. Neben einzelnen Tagespflegepersonen gibt es bereits zwei Großtagespflegestellen im Stadtgebiet. Mit der Unterstützung der „Seezwerge“ möchte die Stadt ihr Betreuungsangebot weiter ausbauen und den Bedarf an Plätzen für Kinder insbesondere im U3-Bereich sichern.
Der Vorschlag der Verwaltung wurde vom Gemeinderat einstimmig angenommen.
Erwin Linder












